Über den Umgang mit Wut und Ärger

Tür 6 des Online-Adventskalenders 2021. Heute geht es darum, wie wir mit unserer Wut und unserem Ärger so umgehen, dass weder andere noch wir selbst einen Schaden davontragen. Davon handelt die Weisheitsgeschichte vom Jungen, der lernte, seine Wut zu bändigen.

Gefühle von Wut und Ärger begleiten uns das ganze Leben. Doch oftmals vergessen wir, welchen Schaden sie nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen anrichten. Davon handelt diese Geschichte.

Weisheitsgeschichte über den Jungen, der lernte seine Wut zu bändigen

Lange suchte der Vater eines ständig zornigen Jungen nach einem wirksamen Mittel gegen die Gefühlsausbrüche seines Sohnes. Schließlich drückte er ihm einen Hammer und eine große Tüte voller Nägel in die Hand und sagte: "Das nächste Mal, wenn du ausrastest, schlage einen Nagel in den Zaun hinterm Haus. Dann musst du deine Wut nicht mehr an den anderen auslassen."

Der Junge befolgte den Rat und schlug beim nächsten Wutanfall dreißig Nägel in den Zaun. Das war sehr anstrengend, doch es tat ihm gut und so wiederholte er das Ritual immer, wenn er wütend wurde. Nach und nach nahm die Anzahl der Nägel ab, die er in den Zaun schlagen musste. Denn der Junge spürte, dass es leichter war, gar nicht erst auszurasten. Es kam der Tag, da geriet der Junge gar nicht mehr aus der Fassung. Nun riet ihm der Vater, für jedes Mal, an dem er nicht ausrastete, wieder einen Nagel aus dem Zaun herauszuziehen.

Nach einigen Wochen kam der Junge zu seinem Vater und erzählte ihm, dass er alle Nägel herausgezogen hatte. Da nahm ihn der Vater an der Hand, ging mit ihm zum Zaun und sagte: "Ich bin stolz auf dich. Doch sieh dir den Zaun an mit all seinen Löchern und denke immer daran, wenn du etwas im Ärger zu anderen sagen willst. Deine Worte können Wunden hinterlassen, selbst, wenn du sie zurücknimmst."

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Serie: Adventskalender 2021

Die 11. Ausgabe des beliebten Online-Adventskalenders – dein Begleiter durch die Vorweihnachtszeit, mit Denkanstößen und Geschichten zum Innehalten und Kraft tanken

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