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Entscheidungshilfen für schwierige Entscheidungen

Mann kann sich nicht entscheiden

Warum tun wir uns manchmal schwer, eine Entscheidung zu treffen? Was können wir tun, um uns die Entscheidungsfindung zu erleichtern?

Was tun, wenn man Angst hat, Entscheidungen zu treffen? Was tun, wenn man sich nicht entscheiden kann? Antwort auf diese Fragen gibt dieser Beitrag. Bild © GiZGRAPHICS - Fotolia

, Psychotherapeutin

Unser Lebensweg ist mit Entscheidungen gepflastert. Es gibt große und kleine, leichte und schwere Entscheidungen, die wir treffen müssen.

Wir müssen uns entscheiden, zu heiraten oder als Single zu leben, Kinder zu bekommen oder kinderlos zu bleiben, aufs Land zu ziehen oder in der Stadt zu leben, ein Haus zu bauen oder zur Miete zu wohnen, usw.

Veränderte Lebensumstände wie etwa die Berentung, der Tod eines Partners oder eine gesundheitliche Beeinträchtigung erfordern es immer wieder, unsere Lebensweise anzupassen und Entscheidungen zu treffen.

Wir können es nicht vermeiden, Entscheidungen treffen zu müssen.

Auch eine Entscheidung, die wir aufschieben oder nicht treffen, ist eine Entscheidung - nämlich die Entscheidung, alles beim Alten zu belassen.

Manchen Menschen fällt es leicht, sich zu entscheiden, andere wiederum gehen tage-, monate- oder gar jahrelang schwanger, bis sie eine Entscheidung treffen.

Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, welche Bedeutung die Entscheidung für unser Leben hat.

Bei den meisten Menschen ist zu beobachten, dass sie sich mit zunehmendem Alter schwerer tun, Entscheidungen zu treffen.

Warum wir manchmal entscheidungsunfähig sind, wollen wir uns nun anschauen.

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Warum Entscheidungen schwerfallen können

Entscheidungen fallen dann leicht, wenn eine Alternative eindeutig mehr Vorteile hat, als die andere.

Eine Entscheidung fällt dann schwer, wenn jede Alternative gewisse Vorteile hat und keiner dieser Vorteile eindeutig besser ist. Es gibt keine beste Wahl.

Wenn es keine beste Wahl gibt, dann kommen Ängste auf, wir könnten eine falsche Entscheidung treffen, die für uns negative Konsequenzen hat.

Ängste bei der Entscheidungsfindung

Eine sichere Entscheidung treffen

Bei Entscheidungen, die uns schwerfallen, treffen wir oft die scheinbar sicherste Wahl: Wir entscheiden uns für diejenige Alternative, von der wir die wenigsten negativen Konsequenzen erwarten, quasi auf der sicheren Seite sind.

Das ist o.k., aber vielleicht doch keine gute Entscheidung.

Wenn Sie z.B. zwischen 2 Berufen wählen sollen, die Sie beide interessieren, - einer im künstlerischen Bereich, der andere im Bankwesen -, dann spielen bei der (richtigen) Wahl viele Faktoren eine Rolle.

Ein Job im Bankwesen verspricht ein gesichertes und vielleicht sogar hohes Einkommen, ein Job im künstlerischen Bereich eher nicht.

Wenn finanzielle Sicherheit für Sie sehr wichtig ist, entscheiden Sie sich vermutlich für das Bankwesen.

Das mag in finanzieller Hinsicht eine gute Wahl sein. Vielleicht kommen Sie aber nach einigen Jahren im Bankwesen zur schmerzlichen Erkenntnis, dass der Bankjob langweilig, stressig und unbefriedigend ist.

Sie verdienen gut, aber der Preis ist hoch. Sie würden viel lieber Ihre künstlerische Ader ausleben. Sie bereuen Ihre Entscheidung.

Also war die sichere Wahl hinsichtlich der persönlichen Befriedigung der Tätigkeit letztlich doch keine gute Wahl.

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Ich kann mich nicht entscheiden. Tipps für die Entscheidungsfindung

TIPP 1: Fragen Sie sich, ob es wirklich um Leben und Tod geht. Wäre es wirklich eine Katastrophe, wenn sich Ihre Entscheidung als falsch herausstellen würde? Wie könnte Ihr Leben dann weitergehen?

TIPP 2: Wenn Sie dazu neigen, auf Nummer Sicher zu gehen (s. Beispiel oben), dann fragen Sie sich: Ist mir die (finanzielle) Sicherheit wirklich so wichtig, dass ich dafür persönliche Nachteile in Kauf nehmen möchte oder ist mir die Befriedigung meiner persönlichen Neigungen und Interessen wichtiger?

Eines ist klar: Ein Job, der dauerhaft unbefriedigend ist, ist sein Geld nicht wert.

TIPP 3: Sprechen Sie mit Freunden - am besten mit solchen, die entscheidungsfreudig sind. Auf diese Weise können Sie mehr Argumente für und wider eine Entscheidung zusammentragen.

TIPP 4: Hilfreich ist es auch, sich die Argumente für und gegen die Entscheidung in zwei Spalten nebeneinander aufzuschreiben und dann durchzuzählen, ob die Argumente für oder dagegen überwiegen.

TIPP 5: Erwarten Sie von sich keine absolut richtigen Entscheidungen. Sie sind kein Hellseher und können nicht in die Zukunft sehen.

Fehlentscheidungen sind unvermeidlich, da wir nie alle Informationen für eine richtige Entscheidung haben.

Vieles muss man erst ausprobieren, um zu wissen, ob es gut für einen ist.

Und jede (noch so richtige) Entscheidung hat sowohl positive als auch negative Konsequenzen für unser Wohlergehen und unsere Zufriedenheit.

TIPP 6: Wenn Sie eine Entscheidung getroffen haben, sollten Sie diese nicht ständig wieder in Frage stellen. Sagen Sie sich innerlich: "Stopp. Ich habe alle Argumente durchdacht und werde jetzt handeln".


Entscheidungen-treffen.html

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TIPP 7: Verzeihen Sie sich, wenn sich eine Entscheidung im nachhinein als ungünstig oder falsch herausstellt. Sagen Sie sich: "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Alles, was ich in Erfahrung bringen konnte, habe ich durchdacht. Ich habe mein Bestes gegeben, um eine richtige Entscheidung zu treffen. Ich kann nicht in die Zukunft sehen und alle Konsequenzen einer Entscheidung vollkommen abschätzen. Ich werde mir jetzt überlegen, wie ich das Beste aus der Situation mache."

Ich wünsche Ihnen die Kraft, die für Sie richtigen Entscheidungen zu treffen und den Mut, diejenigen zu akzeptieren, die sich im nachhinein als ungünstig erwiesen haben.

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, der Meditation, dem Jin Shin Jyutsu und dem Backen von Kuchen & Gebäck.

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  1. Leserkommentar Henne schreibt am 09.10.2017

    Es ist garnicht so einfach sich zu entscheiden wenn man Angstpatient ist und versucht immer alles im Griff zu haben..liebe Grüsse aus Berlin

  2. Leserkommentar Marius schreibt am 24.08.2017

    Jo. Ich weiss immer noch nicht ob ich jetzt eher Kickboxen oder liebe Triathlon machen soll

  3. Leserkommentar Kordula schreibt am 07.08.2017

    ...toller Artikel, ich werd ihn sicher noch 2/3 mal lesen!

  4. Leserkommentar Sunny schreibt am 13.06.2017

    Toller Artikel, nur der Vergleich mit dem sicheren Bankjob ist sehr unpassend, nachdem Bankjobs so was von unsicher derzeit sind ....steht in fast jeder guten Zeitung täglich!!! Gruss aus dem Süden

  5. Leserkommentar ju-wanders@t-online.de schreibt am 15.02.2017

    Bin sehr zufrieden und ist eine Hilfe!

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