Bibliotherapie - Lesen als Medizin

Informationen zur Bibliotherapie dem therapiebegleitenden Lesen von Ratgeber-Büchern; Bibliotherapie als therapeutisches Mittel.

Bibliotherapie - Lesen als Medizin

Das Lesen psychologischer Ratgeberbücher ist in der Kognitiven Verhaltenstherapie ein häufiger Bestandteil der Therapie.

Die Bibliotherapie wirkt unterstützend und beschleunigt den Therapieerfolg. Lesen kann Medizin und Seelennahrung sein.

Bücher können unterhalten und informieren, sie können aber auch ermutigen und trösten. Ja, manchmal helfen Bücher sogar persönliche und emotionale Probleme zu lösen und zu überwinden.

Zahlreiche Studien aus den USA, Großbritannien und Deutschland belegen die Wirksamkeit fundierter psychologischer Ratgeber, insbesondere wenn diese auf den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie beruhen, wie dies bei den Ratgebern aus dem PAL Verlag der Fall ist.

Die Verwendung von Büchern als Heilmittel ist keine Erfindung der modernen Psychologie.

Die Erkenntnis, dass Bücher und Texte Heilwirkung haben und eine echte Lebenshilfe sein können, ist schon sehr alt.

Das wohl älteste Selbsthilfe-Buch der Welt ist die Bibel, in der Menschen Trost und Hilfe suchen.

Welchen Nutzen hat das Lesen von Ratgeber-Büchern?

Ein Buch kann helfen, uns selbst und unsere Probleme besser zu verstehen. Wir können erkennen, dass wir unser Problem mit anderen Menschen teilen.

Dies ist eine sehr wichtige Einsicht, da wir dazu neigen zu glauben, nur wir hätten dieses Problem und wir uns dafür schämen.

Gute Ratgeber-Bücher vermitteln darüber hinaus konkrete und in der Praxis erprobte Selbsthilfe-Strategien.

Sie machen Mut und geben uns die Hoffnung, dass wir etwas gegen unsere Probleme tun können.

Können Ratgeber-Bücher bei allen Problemen helfen?

Nein. Es gibt Probleme, etwa schwere depressive Verstimmungen oder Zwangserkrankungen, die wir nicht mit Hilfe eines Buches bewältigen können.

Ein Buch kann in solchen Fällen keinen Therapeuten ersetzen. Es kann jedoch Mut machen und zeigen, dass es Hilfe und Hoffnung gibt.

Wenn dies ein Selbsthilfe-Ratgeber leistet, dann ist das sehr viel.

Kann man sich selbst helfen?

Ja. Wir alle helfen uns Tag für Tag in vielen Bereichen und bei vielen Problemen selbst. Doch leider greifen wir oftmals zu den falschen Mitteln.

Wenn wir unzufrieden, unglücklich oder deprimiert sind, dann greifen wir vielleicht zu Alkohol, Nikotin oder Nahrungsmitteln, um unser seelisches Befinden zu verbessern.

Damit tun wir uns keinen Gefallen. Wir lösen so keine Probleme, wir betäuben sie nur und schaden unserem Körper.

Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen, uns auf gesunde Art und Weise zu helfen. Wir sind keine Sklaven unserer Gefühle. Wir haben einen großen Einfluß auf unser emotionales Befinden.

Wie wir denken, bestimmt über unser seelisches und körperliches Befinden. Wir können mit Hilfe von Ratgebern oder in der Therapie lernen, unsere negativen und lähmenden Gefühle zu beeinflussen.

Dies erfordert Zeit und Geduld, Ausdauer und Training. D.h. wir müssen in Eigenregie und ohne, dass uns jemand hilft und ermutigt, die Hilfestellungen der Ratgeber anwenden und uns neue Denk- und Verhaltensweisen aneignen.

Vielen Menschen fällt das schwer. Sie schaffen es nicht, die nötige Selbstdisziplin aufzubringen. Ihre Frustrationstoleranz ist gering.

Diese sind bei einem Therapeuten besser aufgehoben, der sie ermutigt, unterstützt und ein Stück des Weges begleitet.

Roy schreibt am 27.7.2015 über das Lesen eines Ratgebers hier:

Ich bin 52 Jahre männlich und habe seit meinem 11. Lebensjahr Panikattacken, besonders das große Klassenzimmer war bei mir die erste Panikattacke. Seit ich das Buch von Dr. Wolf Doris zu lesen begann und an mir arbeitete, bin ich von Medikamenten befreit ...

Nutzen Sie die Bibliotherapie für die Bewältigung persönlicher Probleme.

Die Bibliotherapie ist eine kostengünstige und erfolgversprechende Selbsthilfe-Methode.

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