Kognitive Verhaltenstherapie

Informationen zur kognitiven Verhaltenstherapie – bei welchen Problemen sie angewendet wird.

Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass unsere Einstellungen und Bewertungen bestimmen, wie wir fühlen, wie wir körperlich reagieren und wie wir uns verhalten. Wir fühlen, wie wir denken.

Diese Erkenntnis geht auf die Stoiker zurück. Schon vor 2000 Jahren sagten diese: Es sind nicht nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge. Wenn unsere Bewertungen der Situation angemessen sind, dann sind auch unsere Gefühle angemessen. Sind unsere Bewertungen unangemessen oder irrational, dann sind auch unsere Gefühle unangemessen stark!

Die kognitive Verhaltenstherapie unterscheidet verschiedene irrationale Grundeinstellungen, die z.B. zu Minderwertigkeitsgefühlen, geringer Frustrationstoleranz, Angst vor Ablehnung führen. Der kognitive Verhaltenstherapeut setzt in der Therapie am momentanen Zustand des Klienten an. Die Vergangenheit ist nur insoweit interessant, dass die irrationalen Grundeinstellungen dort entstanden sind.

Zusammen mit dem Klienten analysiert der Psychotherapeut, welche irrationalen Einstellungen zu seinem Problem führen, und wie er seine Bewertungen verändern kann. Vorstellungs- und Verhaltensübungen helfen dem Klienten, die neuen Einstellungen in den Alltag zu übertragen. Verhaltenstherapeuten nutzen oft therapiebegleitend die Bibliotherapie.

Vorurteile gegenüber der Verhaltenstherapie

Ein häufiges Vorurteil gegenüber der Verhaltenstherapie ist, dass diese nur an den Symptomen einer Störung ansetzt, nicht aber an deren Ursachen. Das war früher mal so. Heute bezieht die Verhaltenstherapie den ganzen Menschen in die Therapie ein.

Es werden die grundlegenden Denk- und Verhaltensmuster analysiert, die dem Klienten Probleme machen und die hinter den Symptomen stecken, wegen derer er in die Therapie kommt.

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Dagmar Schneider schreibt am 30.07.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist gut, dass es die "Lebenshilfe-Seite" gibt.
Allerdings kam bei einer "stationären Reha" von 2017 heraus, dass ich neben Physiotherapie (Krankengymnastik) auch einmal im Jahr "Ergotherapie" bekommen sollte.
Ich suche sozusagen ein Netzwerk, wie man einen Psychater findet, der Ergotherapie verschreibt!? Mit der kassenärztlichen Vereinigung tun sich die Ärzte wohl auch nicht leicht.
Ich hoffe, vielleicht weiß auch der Arbeitskreis Gesundheit e.V. evtl. einen Rat? Gruß DS

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 Vorurteile gegenüber der Verhaltenstherapie
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