Die Magie der eigenen Hände: Vom Glück des Selbermachens

Wann hast du das letzte Mal etwas mit deinen Händen gemacht? Gärtnern, Zeichnen, Restaurieren – es gibt so viele Möglichkeiten, etwas mit den Händen zu erschaffen und dabei ein tiefes Glücksgefühl zu empfinden. Dieser Beitrag zeigt, wie dir das gelingen kann. 

Die Magie der eigenen Hände: Vom Glück des Selbermachens
© Annie Spratt, unsplash.com

Wir leben in einer Welt, die immer stärker von Technologie, Digitalisierung und Automatisierung geprägt ist. Da kann es sehr befreiend sein, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen. Hast du selbst schon erlebt, wie gut du abschalten kannst und wie sich ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit in dir ausbreitet, wenn du etwas mit den Händen tust? Malen, Stricken, Kochen oder ähnliche Tätigkeiten können dir dabei helfen, zu entspannen, deine Kreativität zu entfalten und dein Wohlbefinden zu steigern.

Finde den Flow bei der “Handarbeit”

Einer der größten Vorteile handwerklicher Tätigkeiten ist, dass sie uns in einen Zustand der Entspannung und des Wohlbefindens versetzen können. Wenn wir etwas mit den Händen tun und uns ganz darauf konzentrieren, können wir uns von unserem hektischen Alltag lösen. Wir lassen unsere Gedanken und Sorgen los und tauchen in eine Art meditativen Zustand ein, den sogenannten Flow. Das kann helfen, Stress abzubauen und unseren Geist zu beruhigen. Tatsächlich ist die Verbindung zwischen Händen und Gehirn entscheidend, um sich gesund zu entwickeln und handwerkliche Tätigkeiten können als eine Form der meditativen Praxis betrachtet werden.

Unsere Kreativität und unsere Fähigkeit zur Problemlösung verbessern sich durch handwerkliche Projekte – und sie geben uns ein Gefühl der Erfüllung. Wenn wir etwas mit unseren eigenen Händen erschaffen, können wir stolz auf unsere Leistung sein. Eine selbst getöpferte Tasse oder ein selbst gemaltes Bild machen die eigene Schöpferkraft sichtbar – viel mehr, als viele digitale oder virtuelle Aktivitäten es tun. Etwas Selbstgemachtes, das man anfassen, fühlen, riechen, spüren kann, vermittelt ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit und des Wohlbefindens.

Gemeinsam etwa zu kreieren, macht doppelt Spaß

Handwerkliche Tätigkeiten können eine großartige Möglichkeit sein, um soziale Verbindungen aufzubauen. Beispielsweise können das gemeinsame Stricken in einer Gruppe oder das Töpfern in einem Kurs dazu beitragen, neue Freundschaften und soziale Bindungen zu knüpfen. Wir teilen Erfahrungen, Kenntnisse und Ideen und finden gemeinsam Lösungen bei Problemen. Das sorgt für ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Sinnhaftigkeit. Wenn du dich einsam fühlst, kann so eine Gemeinschaft wahre Wunder bewirken! Insgesamt machen handwerkliche Tätigkeiten in einer Gruppe besonders viel Freude, sorgen für gute Laune bei allen Beteiligten und können unser Wohlbefinden nachhaltig steigern.

Finde deine Leidenschaft

Hast du Spaß daran, ein aufwändiges Essen zu kochen? Backst du gerne und träumst davon, Torten zu zaubern, die Konditor:innen vor Neid erblassen lassen? Konntest du schon als Kind gut zeichnen und würdest gerne wieder dein Skizzenbuch füllen? Möchtest du einen Strick-Club gründen und im Winter Freundeskreis und Verwandtschaft mit Schals und Socken versorgen? Oder findest du es großartig, Möbel zu restaurieren, zu streichen und eigene Wohn- oder Gartenprojekte zu verwirklichen? Suche dir genau die Tätigkeit, die dich wirklich erfüllt und glücklich macht. Und wenn du nicht sicher bist, was dich am meisten interessiert, probiere einfach verschiedene Dinge aus.

Wenn du beruflich die meiste Zeit vor einem Bildschirm sitzt, ist es umso schöner und bereichernder, in der Freizeit “mit den Händen” aktiv zu werden und diese Tätigkeiten kennen und lieben zu lernen. In vielen Ländern werden handwerkliche und soziale Hobbys sogar von Ärztinnen und Ärzten bei psychischen Erkrankungen verschrieben, weil der positive Effekt so groß ist. Probiere es doch mal aus und bringe deine Schöpferkraft zum Leuchten!

Übung: So startest du dein Projekt

Du hast Lust, kreativ zu werden? Es gibt nichts Besseres, als etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen und ein Gefühl der Erfüllung und des Stolzes zu erleben. Doch vielen von uns fällt es schwer, anzufangen und im Alltag Platz für handwerkliche Tätigkeiten zu finden. Deshalb überlege dir zuerst, welches Projekt du gerne angehen würdest. Ein großes Makramee als Wandbehang? Ein neues Hochbeet für den Garten? Die Esstischstühle streichen? Einen Pullover stricken? Was auch immer es ist – lege dich jetzt fest und setze dir dieses Ziel.

Als nächstes überlegst du dir, wann du Zeit für dieses Projekt einplanen kannst. Du kannst dir ein ganzes Wochenende im Kalender blocken, mehrere Nachmittage oder einen Abend pro Woche – hier kommt es ganz auf dein Projekt und deine zeitliche Verfügbarkeit an. Wichtig ist, dass du wirklich einen Zeitrahmen findest, in dem du dich ganz auf deine Tätigkeit konzentrieren kannst und nicht gestört wirst.
Überlege dir nun, welche Schritte nötig sind. Sei realistisch und plane Pausen mit ein! Nur so wirst du auch auf lange Sicht Leidenschaft und Begeisterung bewahren können. Stelle zudem sicher, dass du alle Materialien und Werkzeuge greifbar hast, die du brauchst.

Und los geht’s! Nimm dir Zeit, das Handwerk zu genießen. Konzentriere dich auf die Prozesse und die Erfahrungen, die du während des Projekts machst. Nimm ganz bewusst wahr, wie es sich anfühlt, wenn du etwas mit deinen eigenen Händen erschaffst.
Wenn das Projekt abgeschlossen ist, lege es nicht einfach weg, sondern nimm dir Zeit, um es zu bewundern. Sei stolz auf deine Arbeit und genieße deinen Erfolg!

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 Gemeinsam etwa zu kreieren, macht doppelt Spaß
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