Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

Informationen zu den Ursachen Symptomen und der Therapie des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ADS und ADHS.

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

Man unterscheidet zwischen dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) und dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivität-Syndrom (ADHS). Diese beiden Formen zeigen sich bereits im Kindesalter. Jungen erkranken etwa drei- bis viermal so häufig daran, wie Mädchen.

Symptome des ADS & ADHS

Folgende Beschwerden treten beim ADS auf:

  • Das Kind kann sich nicht konzentrieren. Es träumt, lässt sich leicht ablenken, ist unaufmerksam. Es springt auf alles Neue an. Alles ist ihm zu laut und zu bunt.
  • Das Kind reagiert impulsiv. Man hat den Eindruck, es reagiert, ohne zu denken. Es zeigt starke Gefühlsschwankungen und Wutanfälle.

Beim ADHS kommt noch folgende Symptome hinzu:

  • Das Kind ist unruhig und hat einen übermäßigen Bewegungsdrang. Deshalb wird das ADHS auch als Zappelphilipp-Syndrom bezeichnet.
  • Das Kind redet mit Händen und Füßen. Es redet sehr viel, auffallend schnell und unterbricht andere.
  • Das Kind neigt zu Ungeduld.

Weitere Hinweise auf ADS bzw. ADHS können sein:

  • Distanzlosigkeit
  • geringe Frustrationstoleranz
  • Kaspern
  • Einschlafschwierigkeiten

Die Kinder bekommen infolge des ADHS in Schule und Kindergarten Probleme mit anderen Kindern und Geschwistern, es gibt viele Konflikte mit den Eltern, die Schulleistungen leiden. Andere psychische Störungen wie eine Depression können die Folge sein.

Ursachen des ADS & ADHS

Als Ursache vermutet man, dass die Informationsverarbeitung und Weiterleitung zwischen verschiedenen Hirnabschnitten nicht richtig funktioniert. Auch genetische Faktoren sowie das soziale Umfeld sollen eine Rolle spielen.

Therapie des ADS & ADHS

Wer bei seinem Kind mehrere der oben genannten Verhaltensmuster erkennt, der sollte sein Kind einem Kinderpsychiater oder einem auf ADS spezialisierten Kinderarzt bzw. bei einer auf ADHS spezialisierten Beratungsstelle vorstellen. Lautet die Diagnose ADS bzw. ADHS besteht die Therapie gewöhnlich aus vielen unterschiedlichen Bausteinen: Eltern, Erzieher, Lehrer und Geschwister werden mit einbezogen.

Der Tagesablauf wird strukturiert, äußere Reize werden reduziert, die Psychomotorik wird gefördert, die Kinder erhalten ein Selbstinstruktionstraining. Das Selbstinstruktionstraining ist eine Methode der Verhaltenstherapie. In diesem Training lernt das Kind, sich in Gedanken bei seinen Handlungen selbst anzuleiten.

Häufig wird die Behandlung durch Stimulanzien wie z.B. Ritalin oder Antidepressiva ergänzt, welche den Dopaminstoffwechsel im Gehirn beeinflussen. Zuckerhaltige Softdrinks wie Cola und Limo können bei manchen Kindern die Hyperaktivität verstärken.

ADS & ADSH bei Erwachsenen.

Etwa 30% bis 50% der ADS-/ADHS-Kinder leiden auch im Erwachsenenalter unter dieser Störung. Betroffene können sich schwer konzentrieren, sind zerstreut, chaotisch, unorganisiert, sprunghaft, reizbar, impulsiv, neigen zu Wutausbrüchen, haben eine geringe Frustrationstoleranz und leiden unter einer inneren und motorischen Unruhe.

Sie trommeln mit den Fingern, laufen eher schnell oder hektisch und tun sich schwer, über längere Zeit still zu sitzen. Die Symptome des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms führen oft zu Problemen am Arbeitsplatz, da die Betroffenen langsam arbeiten und ihnen Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Und auch die Partnerschaft ist durch die Beschwerden beeinträchtigt; es kommt zu Beziehungsproblemen.

Allerdings sind bei vielen Erwachsenen die Symptome leichter und deshalb kommen diese oft ohne Therapie oder Medikamente aus.

Wie hilfreich war der Beitrag für dich?
2.28 Sterne (95 Leserurteile)

In diesem ABC-Beitrag erhältst du Informationen zu Abhängigkeiten von stofflichen und nichtstofflichen Suchtmitteln und zur emotionalen Abhängigkeit.

Im Laufe unseres Lebens müssen wir von vielem Abschied nehmen. Die Verarbeitung eines jeden Abschieds braucht Zeit. In diesem Lebenshilfe-ABC-Beitrag erfährst du wissenswerte Zusammenhänge zwischen Abschied und Veränderung.

Absolute Beginners – damit gemeint sind Erwachsene über 20 Jahre ohne Beziehungserfahrung. In diesem Lebenshilfe-ABC-Beitrag erfährst du, mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben und wie sie diese meistern können.

Passend zum Thema

Weiterführende Links

Dein Kommentar/Erfahrungsbericht

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht, dann berichte davon und hilf so auch anderen auf dem Weg in ein zufriedenes Leben. Bitte beachte dabei unsere PAL- Nettiquette, die sich an der allgemeinen Internet-Nettiquette orientiert: Alle Inhalte, auch Kommentare und Beiträge von Leserinnen und Lesern, sollten in respektvollem und wertschätzendem Ton verfasst sein und dem Zweck dienen, andere weiterzubringen. Wir lehnen es ab, dass Menschen vorsätzlich verbal verletzt sowie Falschaussagen oder versteckte Werbungen verbreitet werden. Deshalb werden wir dahingehende Beiträge streichen.

Bitte die zwei gleichen Bilder auswählen:

Captcha 1
Captcha 1 Overlay
Captcha 2
Captcha 2 Overlay
Captcha 3
Captcha 3 Overlay
Captcha 4
Captcha 4 Overlay
Newsletter: Vitamine für die Seele

Lust auf mehr positive Impulse und Inspirationen in Beiträgen, Podcasts, Videos? Dann bestelle unseren kostenlosen redaktionellen PAL-Newsletter.

  
Inhalt des Beitrags 
 Symptome des ADS & ADHS  
 Ursachen des ADS & ADHS  
 Therapie des ADS & ADHS  
 ADS & ADSH bei Erwachsenen.  
Weitere Beiträge
 Abhängigkeit
 Abschied nehmen ist immer ein wenig sterben
 Absolute Beginners – erwachsene Menschen ohne Beziehungserfahrung
Lust auf mehr Themen zu mentaler Gesundheit?
Der PAL-Newsletter