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Problemlösetraining

Das Problemlösetraining ist ein Verfahren der kognitiven Verhaltenstherapie.

Wie der Name schon sagt, ist das Ziel des Trainings, dass Klienten lernen, ihre Probleme zu bearbeiten und zu lösen.

Die Probleme können sich z.B. auf die Partnerschaft, Familie, Freunde, Behörden, Gesundheit oder Haushaltsführung beziehen.

Das Problemlösetraining wird häufig in der Behandlung von Ängsten, Depressionen, Suchtmittelabhängigkeiten, zur Stressbewältigung und bei Familien- und Partnerschaftsproblemen eingesetzt.

In der Einzel- oder Gruppentherapie wird das Problemlösetraining zusammen mit dem Therapeuten durchgeführt.

Gewöhnlich besteht das Problemlösetraining aus 7 Schritten:

1. Das Problem wird genau in allen möglichen Aspekten beschrieben

Wie denke, fühle und verhalte ich mich, wie reagiert mein Körper, wie reagieren andere, wenn ich mein Problem habe?

2. Das Problem wird analysiert.

Folgende Fragen werden dazu gestellt:
Wie lange besteht das Problem schon?
Wie ist das Problem entstanden?
Welche Bedingungen halten das Problem aufrecht?
Welche Konsequenzen hat das Problem für mein Leben?
Welche Versuche habe ich bisher unternommen, mein Problem zu lösen?
Warum haben sie nicht funktioniert?

3. Das Ziel wird formuliert.

An diesem Punkt werden ganz konkrete realistische Teilziele formuliert und es wird ein Zeitplan festgelegt. Die Teilziele helfen, am Ball zu bleiben, und immer wieder das Gefühl zu bekommen, dass es Fortschritte gibt.

4. Lösung und Veränderung werden geplant.

Hier kommt die Methode des Brainstormings zum Einsatz. Zunächst einmal werden so viele Lösungsvorschläge wie möglich gesucht, ohne sie gleich zu bewerten, ob sie geeignet sind oder nicht.

Dann werden diese danach bewertet, ob sie durchführbar sind und welche kurz- und langfristigen Konsequenzen sie haben.

Manchmal wird für jeden Lösungsvorschlag schriftlich eine Gewinn-Verlust-Rechnung erstellt.

Zum Abschluss entscheiden wir uns für die Lösungsmöglichkeit, die für uns langfristig die meisten positiven Konsequenzen hat.

5. Die Lösung wird in der Realität ausprobiert.

Nun setzen wir den Lösungsvorschlag in die Realität um, manchmal üben wir ihn zuvor noch in Rollenspielen. Wir notieren uns dabei die positiven und negativen Folgen unseres Handelns.

6. Das Ergebnis der Probehandlung wird bewertet.

Anhand der schriftlichen Aufzeichnungen bewerten Therapeut und Klient den Problemlösungsversuch danach: Hat mir diese Lösungsmöglichkeit bei der Lösung meines Problems geholfen? Was genau davon? Was genau hat nicht geholfen? Welche Auswirkungen hat diese Lösungsmöglichkeit auf mein Leben und mein Zusammenleben mit anderen? Soll sie fortgesetzt oder aufgegeben werden?

7. Die Lösungsstrategie wird auf andere Probleme übertragen.

Wenn die Lösungsmöglichkeit zum Erfolg geführt hat, dann überlegen wir, für welche anderen Probleme sie noch geeignet ist und bei welchen Problemen sie am besten eingesetzt werden kann.

Probleme sind eine Gelegenheit in Arbeitskleidung.Henry Kaiser

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Autorin des Beitrags:

Psychotherapeutin
Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf ist Expertin für:

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