Selbstdisziplin kann man lernen

Selbstdisziplin ist wichtig für die Erreichung von Zielen. Seine Selbstdisziplin kann man ebenso stärken und trainieren wie seine Muskeln.

Selbstdisziplin kann man lernen

Selbstdisziplin bedeutet, wie der Begriff schon sagt, dass wir uns selbst disziplinieren. Wir halten uns, unabhängig davon, wie wir uns fühlen, in der Spur, unsere Ziele zu erreichen. Ablenkungen gegenüber bleiben wir standhaft und Rückschläge und Niederlagen sehen wir als Teil des Lernprozesses.

Unsere Aufmerksamkeit liegt auf unseren langfristigen Zielen und nicht auf einer kurzfristigen Zufriedenheit. Insbesondere dann, wenn wir unser von alten, schädlichen Gewohnheiten wie dem Rauchen, Überessen oder zu wenig Bewegung befreien wollen, benötigen wir Selbstdisziplin. Gewöhnlich haben wir an diesem Punkt blockierende und fördernde Stimmen in unserem Kopf.

Die Selbstdisziplin blockierende Gedanken sind z.B.:

  • Das schaffst du doch nicht. Das ist zu schwierig.
  • Ich bin einfach nicht stark genug.
  • Das hältst du nicht aus.
  • Das ist das Einzige, was ich mir gönne.
  • Mein Großvater ist auch uralt geworden, obwohl er geraucht hat.
  • Ich brauche das, um mich zu entspannen.
  • Wenn ich nicht mehr rauche, werde ich dick.
  • Das liegt in den Genen, dagegen kann ich nichts tun.

Die Selbstdisziplin fördernde Gedanken sind z.B.:

  • Ich will meinem Körper etwas Gutes tun.
  • Ich will stolz auf mich sein.
  • Es wird mir mit zunehmender Übung leichter fallen.
  • Nur für diesen Tag tue ich, was ich für richtig und wichtig halte.
  • Diesen einen Tag kann ich durchhalten. Morgen entscheide ich neu.

Je mehr blockierende Stimmen wir haben, desto schwerer fällt es, uns zu beherrschen und unsere Selbstdisziplin aufrecht zu erhalten. Die Folge: unser Durchhaltevermögen ist gering, wir gehen den Weg des geringsten Widerstandes und unser innerer Schweinehund siegt.

Wie Selbstdisziplin lernen und trainieren?

Menschen mit großer Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung führen positive Selbstgespräche und halten sich die Vorteile ihres Handeln und die Belohnung vor Augen, die sie erhalten werden, wenn sie durchhalten.

  • Sie formulieren für sich wichtige und lohnenswerte Ziele.
  • Sie lenken ihren Blick auf das, was sie erreichen möchten.
  • Sie räumen vorhersehbare Hindernisse aus dem Weg.
  • Sie malen sich aus, wie gut es ihnen seelisch und körperlich geht, wenn sie ihr Ziel erreicht haben.
  • Sie vertrauen darauf, dass sie die Kraft haben, ihr Ziel zu erreichen.
  • Sie konzentrieren sich auf den Augenblick, denn einen Augenblick, etwas zu tun, was ihnen nicht gefällt, können sie ertragen.
  • Sie akzeptieren, dass es Aufgaben gibt, die keinen oder keinen allzu großen Spaß machen.

Selbstdisziplin können wir ebenso trainieren wie unsere Muskeln.

Selbstdisziplin ist keine Frage von Willenskraft. Diese hilft nur in den seltensten Fällen, unsere Ziele zu erreichen. Viel wichtiger und motivierender ist es, wenn wir uns immer wieder die Vorteile und Annehmlichkeiten vor Augen halten, in deren Genuss wir kommen, wenn wir die nötige Selbstdisziplin aufbringen und durchhalten.

Und wenn bei der Diät oder einem anderen Vorhaben doch der innere Schweinehund siegt und man vorzeitig aufgibt? Dann heißt es Nachsicht mit uns und Verständnis für unsere Schwäche zu haben.

Selbstverurteilung schwächt unser Durchhaltevermögen, unser Selbstwertgefühl und unsere Selbstdisziplin.

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