Systematische Desensibilisierung

Dieser ABC-Beitrag gibt Informationen zu den verschiedenen Arten der systematischen Desensibilisierung und ihrer Anwendung in der Verhaltenstherapie.

Systematische Desensibilisierung
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotomotivs von unsplash.com

Desensibilisierung - auch Desensitivierung genannt - bedeuten dasselbe: Sich unempfindlich machen. Während wir uns bei einem Heuschnupfen desensibilisieren, indem der Arzt unserem Körper die Allergie auslösenden Substanzen gezielt spritzt und unser Körper sich daran gewöhnt, wird die Desensibilisierung auch in der Psychotherapie verwendet, insbesondere der Verhaltenstherapie. Behandelt werden mit der systematischen Desensibilisierung vor allem Ängste und Phobien.

Die Desensibilisierung wird in verschiedenen Varianten eingesetzt. Die bekannteste Form ist die Systematische Desensibilisierung in sensu (in der Vorstellung). Betroffene erstellen hierzu zunächst eine Angsthierarchie, d.h. ordnen die Situationen, auf die sie mit Angst reagieren, nach Schwierigkeit.

Darüber hinaus lernen sie eine Entspannung. Im entspannten Zustand, zu dessen Erreichung meist die Progressive Muskelentspannung verwendet wird, malen sie sich dann zunächst die Situation aus, die in ihnen noch am wenigsten Angst auslöst.

Schaffen sie es, sich diese Situation entspannt vorzustellen, malen sie sich die nächst schwierigere Situation aus. Sie trainieren die Vorstellungen solange, bis sie sich auch die schwierigste Situation ohne Anspannung vorstellen können. Die Erfolgsraten für die Behandlung von Phobien mit Hilfe der Systematischen Desensibilisierung liegen zwischen 60 und 90%.

Daneben gibt es noch die Systematische Desensibilisierung in vivo (in der Realität). Hier nähern sich Betroffene in der Realität schrittweise den Angst auslösenden Situationen. Sie beginnen dabei wieder mit der leichtesten Situation und üben, bis sie auch die schwierigste Situation gut bewältigen können.

Automatische Desensibilisierung: Anstelle eines Therapeuten erhalten Betroffene die Instruktionen für die Desensibilisierung über ein Tonband oder eine CD.

Wie hilfreich war der Beitrag für dich?
2.24 Sterne (68 Leserurteile)

Ein Angstanfall ist sehr beunruhigend. 11 Erste-Hilfe-Tipps für den Umgang mit einer drohenden Panikattacke.

Hast du das Gefühl, von einer bestimmten Angst betroffen zu sein? Dieser Test hilft bei der (Selbst-)Diagnose, wenn du erste Anzeichen bei dir wahrnimmst, etwa für Höhenangst, Angst vor dem Erbrechen oder Angst vor Ablehnung.

Muss ich zum Psychologen oder Psychiater? Wäre eine Psychotherapie für mich hilfreich? Bin ich psychisch krank und brauche Hilfe? Dieser Test gibt Ihnen Auskunft.

Passend zum Thema
Dein Kommentar / Erfahrungsbericht

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht, dann berichte davon und hilf so auch anderen auf dem Weg in ein zufriedenes Leben. Bitte beachte dabei unsere PAL- Nettiquette, die sich an der allgemeinen Internet-Nettiquette orientiert: Alle Inhalte, auch Kommentare und Beiträge von Leserinnen und Lesern, sollten in respektvollem und wertschätzendem Ton verfasst sein und dem Zweck dienen, andere weiterzubringen. Wir lehnen es ab, dass Menschen vorsätzlich verbal verletzt sowie Falschaussagen oder versteckte Werbungen verbreitet werden. Deshalb werden wir dahingehende Beiträge streichen.

Bitte die zwei gleichen Bilder auswählen:

Captcha 1
Captcha 1 Overlay
Captcha 2
Captcha 2 Overlay
Captcha 3
Captcha 3 Overlay
Captcha 4
Captcha 4 Overlay
Newsletter: Vitamine für die Seele

Lust auf mehr positive Impulse und Inspirationen in Beiträgen, Podcasts, Videos? Dann bestelle unseren kostenlosen redaktionellen PAL-Newsletter.

  
Inhalt des Beitrags 
Weitere Beiträge
 Psychotest Phobien: Leide ich unter einer spezifischen Angst?
 Psychotest Psychotherapie: Brauche ich psychologische Hilfe?
 11 Tipps, wie Sie mit einem Panikanfall umgehen
Lust auf mehr Themen zu mentaler Gesundheit?
Der PAL-Newsletter