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Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing bedeutet, dass eine Person am Arbeitsplatz oder in der Schule fortgesetzt schikaniert wird.

Der Betroffene wird direkt beschimpft, wird gemieden, ihm werden Informationen vorenthalten, er wird körperlich angegriffen.

Meist grenzt eine Gruppe einen Einzelnen aus. Mobbing am Arbeitsplatz kann von einem Vorgesetzten ausgehen, aber auch von den Kollegen.

Mobbingopfer sind meist unsicher und haben die Neigung, Konflikte zu vermeiden. Das macht es den Mobbern leichter, ihre Opfer zu schikanieren.

Mobbing kann zu massiven seelischen Problemen führen. Der Betroffene fühlt, sich in Frage gestellt, entwickelt Ängste, leidet unter Nervosität, Anspannung, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, seine Leistungsfähigkeit lässt nach.

Ungeeignete Strategien bei Mobbingversuchen sind, sich zurückzuziehen und still zu leiden. Dadurch wird der Mobber in der Regel eher ermuntert, weiterzumachen.

Hilfreiche Strategien bei Mobbingsversuchen sind, ein Mobbingtagebuch zu führen, den Mobber direkt zu konfrontieren, sich Hilfe von außen, z.B. durch den Personalrat zu holen.

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Ursachen für Mobbing

Ausgangspunkt für jedes Mobbing ist ein Konflikt zwischen dem Mobber und dem Opfer, in dessen Verlauf der Mobber aufgrund eigener persönlicher Schwächen und Probleme und/oder einem Mangel an sozialer Kompetenz zu "unfairen" und unangemessenen Maßnahmen greift, um mit dem Opfer den Konflikt auszutragen.

Sei es, dass der Mobber neidisch auf eine neue Position seines Opfers ist, sei es, dass ein Chef einen Mitarbeiter loswerden möchte, weil dieser ihm vielleicht nicht loyal genug ist, sei es, dass Mitarbeiter gegen einen Chef mobben, weil ihnen dieser in ihren Augen vor die Nase gesetzt wurde, obwohl doch ein Anwärter für diese Position in der Abteilung viel besser geeignet gewesen wäre.

Für einen Mobber reicht es aus, dass ihm die Nase eines Kollegen nicht passt und er diesen nicht riechen kann, um den Betreffenden zu mobben.

Aufgrund mangelnder Konfliktlösungsstrategien und persönlicher Schwächen weiß er sich nicht anders zu helfen, als den Konflikt mit unfairen Mitteln auszutragen.

D.h., dass keineswegs nur schwarze Schafe, Sonderlinge oder Querulanten zu Opfern von Mobbern werden.

Die Mobbingopfer müssen sich nichts zuschulden kommen lassen, um auf derart unfaire Weise zur Zielscheibe des Mobbers zu werden.

Welche Auswirkungen hat Mobbing auf die Opfer?

Vielleicht gab oder gibt es Kollegen, die Sie hinter Ihrem Rücken beim Chef schlecht machen, einen Chef, der Sie vor versammelter Mannschaft lächerlich macht oder "runterputzt" oder Ihre Wochenberichte regelmäßig abwertet.

Wenn solche Vorfälle nur von kurzer Dauer sind, dann verkraften wir das in der Regel und kommen darüber hinweg.

Wenn Menschen jedoch systematisch fertiggemacht werden, wenn die Intrigen und Feindseligkeiten über Monate hinweg anhalten, ohne dass das Opfer eine Chance sieht, diesem Spuk ein Ende zu bereiten, dann hat das in den meisten Fällen erhebliche negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit, das psychische und körperliche Wohlbefinden.

Insbesondere das Selbstwertgefühl wird durch das Aus-dem-Weg-Gehen und die ständigen Angriffe und Verletzungen stark in Mitleidenschaft gezogen, wodurch das Selbstbewusstsein sehr stark angeschlagen wird und sich das Opfer erst recht schwer tut, sich gegen die Gemeinheiten zur Wehr zu setzen.

- psychische Auswirkungen
Wir sind nicht mehr so leistungsfähig, unsere Konzentrations- und Merkfähigkeit lassen nach, wir haben morgens schon Angst, zur Arbeit zu fahren, sind weniger motiviert, werden depressiv, unsere psychische Belastbarkeit nimmt ab.

- körperliche Auswirkungen
Es treten bei vielen Betroffenen körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Rücken-, Magen- oder Kopfschmerzen, Herzrhythmus- und Ess-Störungen auf. Sie leiden unter chronischen Stress-Symptomen, die sie vielleicht durch Medikamente oder Alkohol zu lindern versuchen.

Auch in der Partnerschaft kann es zu Mobbing kommen, dann nämlich, wenn ein Partner fortgesetzt den anderen heruntersetzt, ihn vor Freunden und Bekannten demütigt und geringschätzig über ihn spricht.

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Cyber Mobbing

Darunter versteht man das Bedrohen, an den Pranger stellen, Bloßstellen, Lächerlich-machen und Beleidigen im Internet - sei es durch Emails oder Beiträge in sozialen Netzwerken.

Cyber-Mobbing geht bei Jugendlichen oft von Freunden und Bekannten aus dem Umfeld aus.

Ein Cyber-Mobbing Opfer berichtet in diesem Video.

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Autor des Beitrags:

Psychotherapeut
Dr. Rolf Merkle

Rolf Merkle

Dr. Rolf Merkle ist Experte für:

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