Rolle - Rollenkonflikt

Eine Rolle beschreibt, welche Verhaltensweisen von uns innerhalb einer bestimmten Gruppe oder in einer bestimmten Position erwartet werden.

Die Erwartungen gelten für alle Menschen dieser Gruppe oder in dieser Position und nicht nur für uns.

Beispielsweise wird von uns als Vater/Mutter oder als Arbeitnehmer ein bestimmtes Verhalten erwartet.

Die Erwartungen können sich auf viele unterschiedliche Bereiche beziehen: wie wir uns kleiden, sprachlich ausdrücken, welche Gefühle wir zeigen, wie wir mit unserem Kind umgehen, wie wir unsere Aufgaben erfüllen.

Verhalten wir uns nicht entsprechend unserer Rolle, müssen wir mit negativen Konsequenzen rechnen: Kritik, Ablehnung, Abmahnung, Entlassung.

Umgekehrt können wir auch mit positiven Konsequenzen rechnen, wenn wir unsere Rollenfunktion erfüllen - z.B. Lob, Anerkennung, Lohnerhöhung, Beförderung.

Letztendlich haben wir uns immer gemäß einer bestimmten Rolle zu verhalten.

Schon als Kleinkind gibt es Erwartungen, wie wir uns als Kleinkind verhalten sollten.

Es gibt die Rolle einer Frau, eines Mannes, eines Jugendlichen, eines alten Menschen, eines Nachbarn, eines Freundes, usw.

Rollen können uns den Alltag erleichtern. Wir wissen, wenn wir von uns in der von uns erwarteten Weise verhalten, ist uns Akzeptanz ziemlich sicher.

Andererseits schränkt uns aber eine Rolle in unseren Entscheidungsmöglichkeiten auch ein.

Ganz schwierig wird es, wenn wir einen Konflikt zwischen verschiedenen von uns erwarteten Rollen haben, da jeder Mensch mehrere Rollen hat.

Beispielsweise kann eine Frau gleichzeitig Ehefrau, sexuelle Partnerin, Mutter, Angestellte, Tochter und Freundin sein.

Höchstwahrscheinlich ist es für sie schwer, die Erwartungen, die mit jeder Rolle verknüpft sind, gleichzeitig vollkommen zu erfüllen.

Erschwerend kommt hinzu, dass häufig nicht ganz klar ist, wie die einzelnen Rollen genau aussehen sollen.

Erst an der Reaktion der anderen können wir dann erkennen, ob wir uns gemäß der Rollenerwartung verhalten haben.

Nicht immer entspricht das, was andere von uns erwarten, unseren Wünschen und Vorstellungen. Dann müssen wir entscheiden, ob wir die Rolle „spielen“ oder einen Konflikt mit anderen riskieren.

Mit einem Rollenkonflikt bezeichnen wir den Widerspruch zwischen verschiedenen Rollen. Man unterscheidet unterschiedliche Rollenkonflikte.

Die häufigsten sind:

1. der Intra-Rollenkonflikt
Der Konflikt entsteht, weil an eine Rolle widersprüchliche Erwartungen gestellt werden. Z.B. stellen Chef und Kollegen unterschiedliche Erwartungen an uns.

2. der Inter-Rollenkonflikt
Der Konflikt entsteht, weil wir unterschiedliche Rollen innehaben, an die unvereinbare Erwartungen gekoppelt sind. Z.B. sind die Rolle als Mutter und die Rolle als Frau, die beruflich vorankommen will, schwer unter einen Hut zu bringen.

Autorin des Beitrags:

Psychotherapeutin
Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf ist Expertin für:

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