Schlafstörungen - häufige Fragen

Wann liegt eine Schlafstörung vor? Welche Schlafstörungen gibt es? Führen Schlafstörungen zu gesundheitlichen Schäden? Antwort finden Sie hier.

Schlafstörungen - häufige Fragen
© David Clode, unspalsh.com

Wann spricht man von einer Schlafstörung? Beeinträchtigen Schlafstörungen unsere Gesundheit? Um diese und andere Fragen geht es hier.

Wann liegt eine Schlafstörung vor?

Um von einer Schlafstörung sprechen zu können, muss diese 4 und mehr Wochen andauern und zu einer deutlichen seelischen und körperlichen Beeinträchtigung führen.

Wenn man gelegentlich schlecht schläft, dann ist das völlig normal, da dies bei den meisten Menschen so ist. Gelegentliche Schlafstörungen bedürfen keiner Behandlung. Gewiss, es ist lästig, sich im Bett schlaflos umherzuwälzen, länger wach zu liegen oder morgens unausgeschlafen zu sein. So wie man auch nicht jeden Tag seelisch gleich „gut drauf ist“, so gibt es auch völlig normale Schwankungen in unserem Schlaf.

Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Schlafstörungen:

  1. Einschlafstörungen
  2. Durchschlafstörungen
  3. Ausschlafstörungen

Führen Schlafstörungen zu gesundheitlichen Schäden?

Viele Menschen befürchten gesundheitliche Schäden und machen sich große Sorgen, wenn sie mehrere Nächte schlecht geschlafen haben. Dem ist jedoch nicht so.

Aus Untersuchungen, in denen man Menschen über mehrere Tage und Nächte hinweg nicht schlafen ließ, weiß man, dass selbst völliger Schlafentzug zu keinen körperlichen Schädigungen führt und die seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen wieder verschwinden, wenn sich der Schlaf normalisiert.

Wie Sie ja bereits wissen, bedeutet eine kürzere Schlafdauer nicht, dass die Qualität Ihres Schlafes schlechter ist. Ihr Körper holt sich den für ihn wichtigen Tiefschlaf in ausreichender Menge. Je kürzer Sie schlafen, um so länger sind die Tiefschlafphasen. Außerdem überschätzen Sie sehr wahrscheinlich die Zeiten, in denen Sie wach liegen.

Sie haben subjektiv das Gefühl, viel weniger zu schlafen, als es tatsächlich der Fall ist. Das ist zumindest das Ergebnis sehr vieler Untersuchungen:

Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, überschätzen die Zeiten, in denen sie wach liegen.

Dies liegt an der bereits besprochenen Tatsache, dass wir uns in den Phasen leichten Schlafes bewusst sind, wenn uns etwas durch den Kopf geht, und wir daraus folgern, wach sein zu müssen. Natürlich mag es sein, dass Sie sich tagsüber, vor allem in den Morgenstunden, etwas schlapp und energielos fühlen und einige Zeit brauchen, um auf Touren zu kommen.

Ernsthafte gesundheitliche Auswirkungen oder Leistungseinbußen haben Schlafprobleme jedoch nicht.

Um es ganz deutlich zu sagen: Es ist praktisch unmöglich, so lange nicht zu schlafen, dass Sie aufgrund von Schlafdefiziten gesundheitliche Probleme bekommen können.

Ein Amerikaner hat einmal etwas mehr als 11 Nächte überhaupt nicht geschlafen, keine einzige Minute. Danach fiel er in einen tiefen Schlaf, wachte nach ca. 12 Stunden wieder auf und es waren keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen bei ihm feststellbar.

Woraus schließen Sie, dass Sie eine Schlafstörung haben?

Wenn Sie direkt nach dem Aufwachen oder Aufstehen beurteilen, ob Sie in der vorangegangenen Nacht schlecht geschlafen haben, dann schätzen Sie mit ziemlich großer Sicherheit die Qualität und Menge Ihres Schlafes falsch ein. Warum ist das so?

Je nachdem, in welcher Schlafphase (im leichten, tiefen oder Traumschlaf) Sie durch Ihren Wecker aus dem Schlaf gerissen werden, ist Ihr Befinden verschieden.

Werden Sie gerade aus dem Tiefschlaf geweckt, dann ist es völlig normal, dass Sie einige Zeit noch schlaftrunken sind und etwas Zeit brauchen, bis Sie geistig und körperlich voll da sind. Werden Sie aus einem Traum gerissen, dann fühlen Sie sich zunächst matt und müde, da im Traumschlaf die Muskulatur Ihres Körpers erschlafft ist.

Wenn Sie am Abend zuvor Schlafmedikamente genommen haben, dann fühlen Sie sich morgens wahrscheinlich wie benebelt und brauchen längere Zeit, bis Sie wach sind.

Aus diesen Gründen sollten Sie erst zwei oder drei Stunden nach dem Aufstehen darüber urteilen, ob Sie vergangene Nacht schlecht oder gut geschlafen haben.

Wenn Sie sich also 2 bis 3 Stunden nach dem Aufstehen ausgeruht und leistungsfähig fühlen, dann hatten Sie genügend Schlaf! Machen Sie den Schlafstörung Test und schauen, ob Sie unter einer Schlafstörung leiden. Außerdem können Beschwerden wie Müdigkeit, Schlappheit und Unkonzentriertheit auch andere Ursachen haben, etwa eine Virusinfektion oder einen niedrigen Blutdruck.

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Dietmar Matthes schreibt am 11.01.2021

Ich kann keine Nacht mehr schlafen,weder einschlafen,noch durchschlafen.
Habe ständig zu schnellen Puls und oft Angstzustände und Panikattacken
Ich nehme Blutdrucksenker ein und bekomme meinen Blutdruck trotzdem nicht in den Griff.
Der Zustand ist für mich schwer auszuhalten
Ich hatte diese Angstzustände mit13 Jahren bekommen,aber irgentwie habe ich sie im Laufe des Lebens verdrängen können.
Jetzt bin ich Rentner aber die Angstzustände sind massiv zurückgekommen.


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 Wann liegt eine Schlafstörung vor?
 Führen Schlafstörungen zu gesundheitlichen Schäden?
 Woraus schließen Sie, dass Sie eine Schlafstörung haben?
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