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Experiment: Du findest nur, wonach du suchst

wurfpfeil

Du findest nur das, wonach du bewusst suchst. Für alles andere bist du quasi blind. Bild © spiral - Fotolia.com

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

So führst du das Experiment durch:

Lass deinen Blick in deinem Zimmer umherschweifen.

Merke dir alle Gegenstände, die gelb sind oder in denen die Farbe Gelb vorkommt.

Mache das nun. Lies erst weiter, wenn du dir die gelben Gegenstände gemerkt hast!


Hast du dir alle gelben Gegenstände gemerkt?


Dann schließe jetzt die Augen und überlege dir, welche roten Gegenstände sich in deinem Zimmer befinden und wie viele es sind.

Welche Selbsterkenntnis hast du gewonnen?

Wenn du nicht gerade dein Zimmer in- und auswendig kennst, wirst du große Probleme haben, auch nur einen roten Gegenstand zu benennen.

Du hast dein Augenmerk so sehr auf alles Gelbe gerichtet, dass du quasi blind warst für alle andersfarbigen Gegenstände.

Dein Gehirn hat sehr wohl die andersfarbigen Gegenstände gesehen. Da du ihm aber gesagt hast, es solle sich nur auf die gelben Gegenstände konzentrieren, hat es sich nur diese gemerkt.

Du kennst dieses Phänomen. Wenn du dich für etwas besonders interessierst, dann wirst du plötzlich feststellen, dass dir das dich Interessierende ganz oft begegnet.

Wenn du dich z.B. für Moderne Kunst interessierst, dann sind deine Sinnesantennen auf dieses Thema ausgerichtet und dein Gehrin meldet dir alles, was ihm die Sinne, deine Augen und Ohren, zutragen.

Wann immer etwas über Moderne Kunst in der Zeitung steht, wann immer deine Augen ein Plakat mit der Auschrift "Moderne Kunst" sehen, wann immer in einem Gespräch das Wort "Moderne Kunst" fällt, dein Gehirn macht dich darauf aufmerksam.

Wenn irgendwo etwas über alte Kunst steht, die dich nicht die Bohne interessiert, dein Gehirn überliest das und meldet dir nichts.

Merke: Du findest nur das, wonach du bewusst suchst. Für alles andere bist du quasi blind.

Welche Bedeutung hat diese Selbsterkenntnis für deinen Alltag?

Suchst du nach Gründen, warum eine Sache nicht funktionieren kann, dann wirst du nur Argumente finden, die belegen, dass diese Sache nicht funktionieren wird.

Suchst du dagegen nach Lösungsmöglichkeiten, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du welche findest.

Bist du überzeugt, alle Menschen wollen dich nur hereinlegen, dann gibst du deinem Gehirn den Auftrag, sich nur solche Begebenheiten zu merken, bei denen du hereingelegt worden bist.

Positive Erfahrungen blendet dein Gehirn automatisch aus, wenn du es trainiert hast, nach negativen Dingen Ausschau zu halten.

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Wofür möchtest du diese Selbsterkenntnis nutzen?

Machst du immer wieder die gleichen negativen Erfahrungen in bestimmten Bereichen?

Dann liegt das sehr wahrscheinlich daran, dass du dein Gehirn darauf programmiert hast, danach zu suchen.

Du erlebst und siehst immer nur das, wonach du suchst.

Möchtest du in Zukunft positive Dinge finden, dann musst du bewusst nach ihnen Ausschau halten.

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Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Peter Friedrich schreibt am 12.04.2016, 11.44 Uhr

    Wie nun, wenn meine positiven Gedanken täglich mit einem Bild, oder einem Geschehen welches noch nicht eingetreten ist, verbunden sind? Wie verhält es sich, wenn das regelmäßig in Gedanken gesehene, oder gesprochene, dann auch tatsächlich ereignet? Ist es dann nicht mehr, als "nur" Windeln zu sehen, oder einen neuen Autotyp, oder sonstige Dinge? Erschaffe ich dann nicht das in meinem Geist kreierte Ereignis selbst? Bin ich dann der Schöpfer meines Lebens? DER MENSCH DENKT und Geist lenkt. Es scheint mir viel mächtiger zu sein, als mancher glauben möchte. Und für die Christin in dieser Kommentarliste: Sagte Yeshua nicht: Dein Glaube versetzt Berge. Ich bin sicher, ER meinte damit unsere Denkkraft, die im griechischen WORT LOGOS enthaltene. Viel Spaß beim erschaffen ;)

  2. Leserkommentar Hans schreibt am 23.02.2016, 10.34 Uhr

    Hmm schwer zu sagen: welches selbst hier gemeint ist. Das Subjekt im Sinne des Beobachters, Wille und des Wahrnehmenden, oder dem gespiegeltem Selbstbild was man in der Welt sieht, was sich mit seiner Geschichte und dessen Inhalt identifieziert. Normaler Weise als denkendes "Ich" anzutreffen, das gerne die Worte: Ich, mich und sehr oft "Meins" verwendet. Ihr hört einen Gedanken der sich Ich nennt? Wir unterliegem alle diesen Effekt das wir uns ein Objektives Ich erschaffen. Wer mich jetzt nicht versteht müsste sich mehr oder weniger in der Position befinden, das er glaubt dieses "Ich" zu sein. Beobachtet euch selbst wie dieses "Ich" euch ständig beeinflusst. Nur wenn es euch bewusst wird das solche Sachen wie Angst u.s.w. erst durch dieses Ich hervorgerufen werden, da es alles spiegelt, nur so erkennt Ihr erstmal das es noch ein anderes selbst gibt, was nicht das denken ist sondern das denken steuert und eine Antwort bekommt. Es kennt leider keine Worte, Namen gibts dafür viele. Wenn Ihr es allerdings leugnet, sperrt Ihr es ins Selbstbild ein und Ihr fühlt und erlebt immer mehr Dinge die dem sich ständig wiederholenden Gedanken entspringen. Erkenne dich erstmal selbst, würde ich erstmal vorschlagen.

  3. Leserkommentar Nicole schreibt am 05.02.2016, 12.12 Uhr

    Vor 20 Jahren habe ich nur Babys, Windeln, Babynahrung, Strampler, die Zeitschrift "Eltern" gesehen. Vorgestern sage ich zu meinem Mann: Du, ich glaub, die Menschheit stirbt aus, ich sehe keine Schwangeren mehr.

  4. Leserkommentar new perspective schreibt am 24.10.2015, 13.46 Uhr

    @ Leberfleck: Dein Beispiel mit der Oma zeigt an, dass Du den oberen Text nicht wirklich verstanden hast. Es geht nicht darum, die "Realität" zu leugnen, à la "Oma ist gar nicht tot - dann bin ich nicht mehr traurig". Sondern es geht darum, seinen Fokus auf die positive Seite eines Ereignisses zu richten, welche sogar der Tod hat. Vielleicht war Oma schwer krank und muss nun nach ihrem Tod nicht mehr leiden? Solch ein Gedanke kann -bei allem Schrecken des Todes- tröstlich sein und helfen, dieses Erlebnis zu verarbeiten. Es geht hier doch etwas um die "Das Glas ist halb leer vs. halb voll" Problematik, früher habe ich IMMER UND AUSNAHMSLOS das halb leere Glas gesehen, was mich mit den Jahren sehr kraftlos und unzufrieden gemacht hat. Seitdem ich den Mut gefunden habe, nicht zuletzt durch eine Therapie und diese Website, meinen Blick auf die andere, positive Seite zu richten, habe ich einen inneren Frieden gefunden und wieder Zuversicht geschöpft. Hätte früher niemals erwartet, dass es vor allem auf die Haltung ankommt, habe mich bislang immer als Opfer meiner Umstände gefühlt. Zum Glück weiß ich es heute besser, und ich bin dankbar für alles Positive, was mir täglich(!) begegnet. :-)

  5. Leserkommentar Harald schreibt am 08.10.2015, 14.50 Uhr

    Wie viele Gleichnisse hinkt auch dieses etwas bzw. lässt Teile außen vor. Es ist auch eine (Überlebens-)Gabe, dass das Gehirn nicht so wichtige Sachen ausblenden kann, um die Konzentration auf das Wesentliche zu steigern. Beispiel: man hört in einem lauten Lokal die Stimme des Gesprächspartners, weil man sich darauf konzentriert. Die anderen Geräusche werden rausgefiltert. Aber letztlich möchte das Beispiel was anderes sagen. Im täglichen Leben fallen einem tatsächlich vermehrt Sachen auf, wenn man sich dafür interessiert. Ist aber auch gut so. Stellen wir uns bloß mal vor, es wäre anders herum ;) Letztlich gilt es, wie immer, den goldenen Mittelweg finden. Die Vorteile der Konzentrationsfähigkeit des Gehirnes zu nutzen, aber gleichzeitig auch immer wieder einmal (vielleicht sogar bewusst und absichtlich) andere Blickwinkel einzunehmen. Man sollte auch immer ein kritisches Auge darauf werfen, wie man gerade in der Welt unterwegs ist.

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