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Dein Gehirn braucht positiv formulierte Anweisungen

eisbär

Verneinungen kann dein Gehirn nicht verarbeiten. Wenn du etwas (erreichen) willst, musst du dein Ziel positiv formulieren. Diese Tatsache will das folgende Experiment verdeutlichen. Bild © elizalebedewa Fotolia.com

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

So führst du das Experiment durch:

Setze dich bequem auf einen Stuhl und denke bitte nicht an einen blauen Eisbären. Einfach nicht an einen blauen Eisbären denken, das ist alles.

Welche Selbsterkenntnis hast du gewonnen?

Welches Bild ist in deinem Kopf als erstes aufgetaucht? Vermutlich das eines blauen Eisbären und das, obwohl du doch nicht an einen blauen Eisbären denken solltest. Richtig?

Erst nachdem das Bild eines blauen Eisbärs in deiner Vorstellung aufgetaucht ist, hast du überlegt, an was du sonst denken könntest.

Du hast vielleicht an einen roten Eisbären gedacht und dieser ist dann in deiner Vorstellung aufgetaucht.

Merke: Dein Gehirn kann das Wort "nicht" nicht verarbeiten und tut so, als gäbe es dieses Wort nicht!

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Welche Bedeutung hat diese Selbsterkenntnis für deinen Alltag?

Du sagst dir "Ich will nicht mehr rauchen". Dein Gehirn verarbeitet nur die Anweisung "Ich will mehr rauchen" und du siehst dich vielleicht rauchen.

Du sagst dir "Ich darf nicht unsicher sein". Dein Gehirn verarbeitet nur "Ich darf unsicher sein".

Du sagst dir "Ich will mich nicht ärgern" und was hört dein Gehirn? "Ich will mich ärgern".

Da dein Gehirn immer das ausführt, was du ihm suggerierst, erreichst du durch den Gebrauch des Wortes "nicht" gerade das Gegenteil von dem, was du möchtest.

Streiche also das Wort "Nicht" aus deinem Wortschatz. Fomuliere stattdessen deine Ziele positiv.

Sage dir genau, was du möchtest, also z.B. "Ich möchte ruhig bleiben", "Ich möchte selbstsicher auftreten", usw.

Diese Selbsterkenntnis ist besonders wichtig beim gezielten Einsatz von Autosuggestionen. Diese wirken nur, wenn sie positiv formuliert sind.

Das Gleiche trifft auch auf das Wort "kein" zu. Wenn du dir sagst "Ich möchte keine Angst haben", dann sagst du dir "Ich möchte Angst haben" und genau das wirst du erleben und spüren.

Achte zukünftig also auf deine Wortwahl und formuliere deine Wünsche und Ziele positiv.

Nur so kann dich dein Gehirn bei der Erreichung deiner Ziele wirkungsvoll unterstützen.

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Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Angela schreibt am 18.09.2016, 09.50 Uhr

    Danke, dass Sie mich wieder daran erinnert haben! In der letzten Zeit war ich genau auf dem Gegenkurs. Ich baue es gleich in meinen Alltag ein. Am besten mit einer Erinnerungsnotiz im Smartphone.

  2. Leserkommentar Christiane schreibt am 24.08.2016, 21.27 Uhr

    Ich kenne diese Aussage und die Wirkung und kann sie nur bestätigen. Leider fällt es mir oft schwer meine ungewollten Eigenschaften anders, ins Positive zu Formulieren. Selbst dann, wenn ich eine komplett andere Aussage mache. Ich wünsche allen viel Erfolg und Durchhaltevermögen

  3. Leserkommentar Jutta Lüddemann schreibt am 11.06.2016, 08.01 Uhr

    Viele Gedanken haben mich in schwierigkeiten gebracht.Das ändere ich sofort ins Positive

  4. Leserkommentar Elke schreibt am 21.05.2016, 16.26 Uhr

    Lieber Herr Merkle, ich finde diesen Artikel sehr interessant. Können Sie mir eine Studie oder einen Kollegen von Ihnen nenne, der sich mit dieser Erkenntnis wissenschaftlich auseinandersetzt? Herzlichen Dank:-)

  5. Leserkommentar Ursula schreibt am 06.05.2016, 11.43 Uhr

    Liebe Stefanie, ich selbst habe damit schon positive Erfahrungen gemacht. Ich war schüchtern und unsicher. Und es funktioniert. Wichtig ist: Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung... Dazu gehört sich anzunehmen, sich im Spiegel anzuschauen und zu sagen: " Ich liebe mich, so wie ich bin. Ich bin wertvoll, so wie jedes Lebewesen." Ich bin jetzt fast 50 Jahre alt und meine Lebensgeschichte würde die Zeichen sprengen. Eine Feststellung habe ich gemacht. Menschen die andere wenig wertschätzen, versuchen oft damit über ihre eigenen Schwächen hinweg zu täuschen. Zu Anfang hat mir ein NLP Buch aus dem GU Verlag sehr gut geholfen. Den Titel weiß ich leider nicht auswendig und das Buch habe ich gerade verliehen. Du bist ein wertvoller Teil des Universums, so wie alle anderen auch. Und am Ende gehen alle in die "Kiste" auch die, die dich heute nicht wert schätzen. ;-)

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