Dein Gehirn braucht positiv formulierte Anweisungen

Selbsterkenntnis Experiment: Hier erfährst du warum du deine Ziele und Wünsche positiv formulieren solltest wenn du sie erreichen willst.

Dein Gehirn braucht positiv formulierte Anweisungen
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Verneinungen kann dein Gehirn nicht verarbeiten. Wenn du etwas (erreichen) willst, musst du dein Ziel positiv formulieren. Diese Tatsache will das folgende Experiment verdeutlichen. 

So führst du das Experiment durch: Setze dich bequem auf einen Stuhl und denke bitte nicht an einen blauen Eisbären. Einfach nicht an einen blauen Eisbären denken, das ist alles.

Welche Selbsterkenntnis hast du gewonnen?

Welches Bild ist in deinem Kopf als erstes aufgetaucht? Vermutlich das eines blauen Eisbären und das, obwohl du doch nicht an einen blauen Eisbären denken solltest. Richtig? Erst nachdem das Bild eines blauen Eisbärs in deiner Vorstellung aufgetaucht ist, hast du überlegt, an was du sonst denken könntest. Du hast vielleicht an einen roten Eisbären gedacht und dieser ist dann in deiner Vorstellung aufgetaucht.

Merke: Dein Gehirn kann das Wort "nicht" nicht verarbeiten und tut so, als gäbe es dieses Wort nicht!

Welche Bedeutung hat diese Selbsterkenntnis für deinen Alltag?

Du sagst dir "Ich will nicht mehr rauchen". Dein Gehirn verarbeitet nur die Anweisung "Ich will mehr rauchen" und du siehst dich vielleicht rauchen. Du sagst dir "Ich darf nicht unsicher sein". Dein Gehirn verarbeitet nur "Ich darf unsicher sein". Du sagst dir "Ich will mich nicht ärgern" und was hört dein Gehirn? "Ich will mich ärgern". Da dein Gehirn immer das ausführt, was du ihm suggerierst, erreichst du durch den Gebrauch des Wortes "nicht" gerade das Gegenteil von dem, was du möchtest.

Streiche also das Wort "Nicht" aus deinem Wortschatz. Fomuliere stattdessen deine Ziele positiv.

Sage dir genau, was du möchtest, also z.B. "Ich möchte ruhig bleiben", "Ich möchte selbstsicher auftreten", usw. Diese Selbsterkenntnis ist besonders wichtig beim gezielten Einsatz von Autosuggestionen. Diese wirken nur, wenn sie positiv formuliert sind.

Das Gleiche trifft auch auf das Wort "kein" zu. Wenn du dir sagst "Ich möchte keine Angst haben", dann sagst du dir "Ich möchte Angst haben" und genau das wirst du erleben und spüren. Achte zukünftig also auf deine Wortwahl und formuliere deine Wünsche und Ziele positiv. Nur so kann dich dein Gehirn bei der Erreichung deiner Ziele wirkungsvoll unterstützen.

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Marcel Brosin schreibt am 27.07.2020

Ich kann es so nur unterschreiben! Wenn ich meine Seele von allen negativen Dingen unbeeinflusst lasse , dann kann ich sukzessive spüren, wie Freude & Liebe , Hoffnung & Glück & Glauben in mein Leben einkehrt !

Frank Westmeier schreibt am 31.08.2019

Die online Seiten des PAL-Verlages sind für mich seit Jahren ein immer hilfreiches Tool zum Nachschlagen, runterkommen, mal wieder erden aber auch stets Arbeit des Erlebte wieder gerade zu rücken und neu justieren!Vielen Dank Dr. Merkle und Kollegen/-innen

Annelise schreibt am 31.01.2019

Hallo,ich finde den Beitrag sehr interessant und auch sinnvoll.Was ist aber mit Sätzen wie "Ich schaffe das nicht"?Warum "übersieht" das Gehirn hier nicht das "nicht"?

Hartmut Reese schreibt am 10.08.2018

Ich freue mich die Webseite gefunden zu haben!

Eis schreibt am 01.08.2018

Nicht und kein, das werde ich mir merken. Es klingt lustig, ich werde es versuchen.

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 Welche Selbsterkenntnis hast du gewonnen?
 Welche Bedeutung hat diese Selbsterkenntnis für deinen Alltag?
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