Dein Gehirn braucht positiv formulierte Anweisungen

eisbär

Verneinungen kann dein Gehirn nicht verarbeiten. Wenn du etwas (erreichen) willst, musst du dein Ziel positiv formulieren. Diese Tatsache will das folgende Experiment verdeutlichen. Bild © elizalebedewa Fotolia.com

, Psychotherapeut

So führst du das Experiment durch:

Setze dich bequem auf einen Stuhl und denke bitte nicht an einen blauen Eisbären. Einfach nicht an einen blauen Eisbären denken, das ist alles.

Welche Selbsterkenntnis hast du gewonnen?

Welches Bild ist in deinem Kopf als erstes aufgetaucht? Vermutlich das eines blauen Eisbären und das, obwohl du doch nicht an einen blauen Eisbären denken solltest. Richtig?

Erst nachdem das Bild eines blauen Eisbärs in deiner Vorstellung aufgetaucht ist, hast du überlegt, an was du sonst denken könntest.

Du hast vielleicht an einen roten Eisbären gedacht und dieser ist dann in deiner Vorstellung aufgetaucht.

Merke: Dein Gehirn kann das Wort "nicht" nicht verarbeiten und tut so, als gäbe es dieses Wort nicht!

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Welche Bedeutung hat diese Selbsterkenntnis für deinen Alltag?

Du sagst dir "Ich will nicht mehr rauchen". Dein Gehirn verarbeitet nur die Anweisung "Ich will mehr rauchen" und du siehst dich vielleicht rauchen.

Du sagst dir "Ich darf nicht unsicher sein". Dein Gehirn verarbeitet nur "Ich darf unsicher sein".

Du sagst dir "Ich will mich nicht ärgern" und was hört dein Gehirn? "Ich will mich ärgern".

Da dein Gehirn immer das ausführt, was du ihm suggerierst, erreichst du durch den Gebrauch des Wortes "nicht" gerade das Gegenteil von dem, was du möchtest.

Streiche also das Wort "Nicht" aus deinem Wortschatz. Fomuliere stattdessen deine Ziele positiv.

Sage dir genau, was du möchtest, also z.B. "Ich möchte ruhig bleiben", "Ich möchte selbstsicher auftreten", usw.

Diese Selbsterkenntnis ist besonders wichtig beim gezielten Einsatz von Autosuggestionen. Diese wirken nur, wenn sie positiv formuliert sind.

Das Gleiche trifft auch auf das Wort "kein" zu. Wenn du dir sagst "Ich möchte keine Angst haben", dann sagst du dir "Ich möchte Angst haben" und genau das wirst du erleben und spüren.

Achte zukünftig also auf deine Wortwahl und formuliere deine Wünsche und Ziele positiv.

Nur so kann dich dein Gehirn bei der Erreichung deiner Ziele wirkungsvoll unterstützen.

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Dr. Rolf Merkle
Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen, besser mit sich und dem Leben klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne und spiele Squash.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben selbstbestimmt & erfüllt zu leben. Denn nur wer mit sich im Reinen ist, kann mit anderen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Frank Westmeier schreibt am 31.08.2019

    Die online Seiten des PAL-Verlages sind für mich seit Jahren ein immer hilfreiches Tool zum Nachschlagen, runterkommen, mal wieder erden aber auch stets Arbeit des Erlebte wieder gerade zu rücken und neu justieren! Vielen Dank Dr. Merkle und Kollegen/-innen

  2. Leserkommentar Annelise schreibt am 31.01.2019

    Hallo, ich finde den Beitrag sehr interessant und auch sinnvoll. Was ist aber mit Sätzen wie "Ich schaffe das nicht"? Warum "übersieht" das Gehirn hier nicht das "nicht"?

  3. Leserkommentar Hartmut Reese schreibt am 10.08.2018

    Ich freue mich die Webseite gefunden zu haben!

  4. Leserkommentar Eis schreibt am 01.08.2018

    Nicht und kein, das werde ich mir merken. Es klingt lustig, ich werde es versuchen.

  5. Leserkommentar nesch52 schreibt am 09.02.2018

    bei Angst: Vorschlag zB: "Ich bin selbstbewußt, aufrecht, angstfrei und stark! Im Übrigen findet sich einiges dazu unter dem Such-Schlagwort: "PARALIMINIALS" o. "SUBLIMINALS" in Verbindung mit HemiSync (BinauralenTönen) o.zb hier auf englisch: paraliminal(dot)com

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Leserstimme Amazon Kunde 27.3.2019

Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ein Buch so viel bewirken kann. Man sollte sich langsam durcharbeiten. Es ist sehr verständlich geschrieben. Man kann jeder Zeit nach blättern falls man wieder Probleme bekommt. Ich war noch nie von einem Buch so überzeugt wie von diesem Buch. Beide Daumen hoch.

Leserstimme Amazon Leser 19.1.2018

Ich habe dieses Buch von meinem Therapeuten empfohlen bekommen aufgrund der Thematiken Depressionen, Ängste, Perfektionismus und kann nur sagen - ich nenne es meine persönliche Bibel. Ich habe mich so oft in diesem Buch wiedererkannt und das allein hat mir schon weitergeholfen.

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