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Warum ehrenamtlich tätig sein und anderen Gutes tun?

geschenk für einen bedürftigen

Für Mitmenschen da sein, anderen helfen und etwas Gutes tun, das hilft den Bedürftigen und den freiwilligen ehrenamtlichen Helfern. Bild © pojoslaw - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

"Täglich eine gute Tat" lautet der Leitspruch der Pfadfinder. Aber nicht nur Pfadfinder sollten nach dieser Devise leben.

Anderen Menschen zu helfen und diese zu unterstützen ist nicht nur für die Hilfebedürftigen, sondern auch für die ehrenamtlich Tätigen ein Gewinn.

Was sind die Motive für die Hilfsbereitschaft?

10 bis 20 Millionen Menschen sollen in Deutschland regelmäßig ehrenamtlich tätig sein.

Die Motive für ehrenamtliche Tätigkeiten sind ganz unterschiedlich.

Was bringt uns die Hilfsbereitschaft?

Gleichgültig, welche Motive sich hinter unserer Hilfsbereitschaft verbergen, sie hat vielfältige positive Auswirkungen auf unser seelisches und körperliches Befinden.

Ja, anderen zu helfen, wirkt sogar lebensverlängernd. Wenn wir uns für andere einsetzen, dann sind wir zufriedener.

Man könnte sogar sagen: Helfen macht glücklich.

Lebensverlängernd ist das freiwillige Helfen, wenn wir

Eine amerikanische Studie an 1700 Frauen ergab: Wer anderen hilft, wird ruhiger, ausgeglichener und erlebt im Augenblick der Hilfeleistung ein Stimmungshoch.

Dieses Hochgefühl kommt dadurch zustande, dass in unserem Körper Endorphine, körpereigene Schmerzkiller und Stimmungsmacher freigesetzt werden.

Bei einem Drittel der Frauen, die sich regelmäßig um das Wohl anderer Menschen kümmerten, gingen streßbedingte Magen- und Kopfschmerzen zurück.

Das Selbstwertgefühl stieg an und Einsamkeitsgefühle sowie Depressionen nahmen ab.

Selbst die Erinnerung an eine gute Tat führt dazu, dass man sich besser fühlt. Das Hochgefühl entsteht allerdings nicht, wenn man nur Geld spendet oder anonym Hilfe leistet!

Das mit der guten Tat verknüpfte gute Gefühl trägt auch dazu bei, dass unsere Abwehrkräfte steigen und wir eine zufriedene Ausstrahlung bekommen.

Was hindert uns daran, anderen zu helfen?

Bereits als kleine Kinder lernen wir, wie wichtig andere Menschen für uns sind und ob wir uns für andere Menschen einsetzen. Wir lernen, Ziele im Leben zu setzen und sie zu verfolgen.

Krisen und Erfahrungen in unserem Leben können unser Verhalten jedoch verändern. Manche Menschen fühlen sich von anderen Menschen so enttäuscht, dass sie entscheiden, nur noch an sich selbst zu denken.

Sie haben Angst, ausgenutzt zu werden und wieder den Kürzeren zu ziehen. Andere wiederum erleben beispielsweise durch eine schwere Erkrankung, wie wichtig und hilfreich die Umwelt ist, sodass sie sich von nun an für andere einsetzen.

Auch die Ängste, sich zu überfordern, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein oder für immer verpflichtet zu sein, wenn man einmal beginnt, hemmen unsere Hilfsbereitschaft.

Wir sollten diese Gefühle ernst nehmen, aber auch überprüfen, ob es wirklich so ist. Wir sollten uns bei unseren Hilfeleistungen nicht überfordern, sondern unsere eigenen Grenzen berücksichtigen.

Doch geht es nicht um ein Alles-oder-Nichts-Prinzip. Schon mit einer Stunde in der Woche oder im Monat ist vielen Menschen geholfen.

Manche Hilfeleistungen müssen gar nicht regelmäßig sein, sondern beispielsweise nur dann, wenn die Nachbarin mal krank ist oder der Babysitter unerwartet ausfällt.

Jede kleine Hilfeleistung zählt, jeder Beitrag ist wichtig - auch wenn wir nicht garantieren können oder wollen, jede Woche gesund und aktiv zur Verfügung zu stehen.


helfen-ehrenamt.html

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Wo sich engagieren und andere unterstützen?

Überlegen Sie sich zunächst, was Sie anzubieten haben und was Sie gerne beitragen würden. Was würde Ihnen Spaß machen?

Sind Sie gut bei Fuß und können für einen behinderten Menschen in Ihrer Nachbarschaft einkaufen?

Verstehen Sie viel von der Bürokratie und können einem ausländischen Nachbarn bei Behördengängen und dem Ausfüllen der Formulare helfen?

Können Sie gut zuhören und wollen sich einer Bekannten annehmen, die gerade ihren Partner verloren hat?

Könnten Sie den Hund der kranken Nachbarin Gassi führen oder für diese Einkäufe tätigen?

Sind Sie gerne mit Kindern zusammen und würden Kinder gerne als Mietopa oder Mietoma betreuen?

Im Internet finden Sie unter dem Stichwort Mietopa/Mietoma bzw. Wunschgroßeltern Gruppen und Angebote.

Die Seite Aktivpaten vermittelt Kinderpaten und Lernpaten in Ihrer Nähe.

Wenn wir uns um das Wohl anderer kümmern, dann tun wir zwei Menschen etwas Gutes: dem anderen und uns.

Alle Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Dt. Paritätischer Wohlfahrtsverband, Dt. Rotes Kreuz, Diakonisches Werk) brauchen und suchen ehrenamtliche Helfer.

Die Telefonnummern dieser Verbände finden Sie in Ihrem örtlichen Telefonverzeichnis.

In vielen Städten gibt es Seniorengenossenschaften, in denen Sie sich für andere engagieren können und dafür auch Hilfe bekommen, wenn Sie selbst mal Hilfe benötigen.

Sie können sich auch an Ihre Kirchengemeinde, die Nachbarschaftshilfe oder an eine der vielen Selbsthilfegruppen wenden.

Auch Krankenhäuser und Sozialbehörden suchen ehrenamtliche Mitarbeiter.

In der Dachorganisation "Alt hilft jung" haben sich gemeinnützige Vereine zusammengeschlossen. Senioren bringen hier ihre Berufs- und Lebenserfahrung ein.

Beispielsweise bieten sie von Oma- und Opa-Diensten über handwerkliche Tätigkeiten bis hin zur Unternehmensberatung alles an. (Informationen dazu erhalten Sie im Internet, wenn Sie den Begriff "Alt hilft jung" eingeben.)

Schauen Sie auch mal beim Bundesverband für Freiwilligenagenturen vorbei.

Der Senior Experten Service bietet Menschen im Ruhestand die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und ihr Wissen an andere im Ausland und in Deutschland weiterzugeben.

Sie sehen: es gibt viele Möglichkeiten, als ehrenamtlicher Helfer ein Ehrenamt zu übernehmen.

Wichtig zu wissen: Nicht jedes Ehrenamt ist für jeden geeignet. Wenn Sie also feststellen, dass Ihnen eine ehrenamtliche Tätigkeit nicht zusagt, beenden Sie diese. Probieren eine andere Tätigkeit aus.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den für Sie passenden Weg finden, um sich sinnerfüllt, akzeptiert und zufrieden zu fühlen.

Ehrenamtlich tätig sein ist eine win-win-Situation - Gebender und Nehmender profitieren.

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Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.

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  1. Leserkommentar sarah schreibt am 17.06.2016, 11.08 Uhr

    Ich habe in meinen Land mit meine freundinnen die ärme leute geholfen. Vor Ramadan zum Beispiel machen wir lebensmittel Taschen und verteilen den zum verschidene ärme Regionen. Wir besuchen auch Organisationen für Alte Menschen und reden mit ihnen und so viel spass haben. Wir besuchen krankenhaüser und nehmen blumen und karten mit.

  2. Leserkommentar Ines schreibt am 09.12.2015, 13.22 Uhr

    Ich hätte gern ehrenamtlich geholfen. Bei der Anfrage in einem Hospitzverein wurde mir mitgeteilt, dass ich zunächst einen Lehrgang zu absolvieren hätte. kostenpunkt 200 Euro. Die Begründung kam im Telefonat. Man hätte auch ein Tagungszentrum! Unglaublich. Ich weis nicht was es in einem Kurs zu lernen gibt, um gelegentlich einem alternden Menschen ein Buch vor zu lesen oder bei einem Spaziergang und ähnlichen Dingen zur Seite zu stehen. So einfach helfen geht also nicht. Eigentlich Schade. Also meiner Meinung nach geht es hier nur um Spenden! Am besten möglichst viel und oft. Noch besser direkt Haus und Bankguthaben testamentarisch auf den entsprechenden Verein übergeben. Ich bin Reiki Meisterin, es wurde mir gesagt man hätte hunderte Freiwillige Mitarbeiter die das auch sind, auch Heilpraktiker. Man benötigt es nicht. Und schliesslich kann man auch nicht Jeden, Senioren und Kranken anvertrauen. Stimmt, mancher so uneigennützige Verein sollte sich den Spiegel vorhalten.

  3. Leserkommentar Dominique schreibt am 01.11.2015, 10.47 Uhr

    Ich würde gern depressiven Menschen helfen, weiß und finde aber nicht wie.

  4. Leserkommentar Maria schreibt am 19.09.2015, 05.15 Uhr

    ja ich habe ein Ehrenamt seit mehr als sechzehn Jahren und es erfüllt mich nachwievor noch immer mit großer Freude Witwen und Waisen in der ukraine zu helfen und diese mit dem nötigsten zu versorgen Es ist schön zu erleben,wie Kleinigkeiten große Freude bringt in oft so hoffnungslose Situationen Ich möchte Jens ermutigen "seinen" Platz zu finden😊 Die Freude die man Schenk kommt nämlich doppelt zurück!!

  5. Leserkommentar Hans schreibt am 10.09.2015, 11.12 Uhr

    Ich bin 3 bis 4 Mal die Woche ehrenamtlich in einer Suppenküche tätig. Wenn ich sehe, wie schlecht es vielen anderen geht, dann bin ich richtig dankbar, wie gut es mir geht. Ich bekomme sehr viel von den Bedürftigen zurück und erfahre viel Interessantes über die Schicksale dieser Menschen.

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