Loslassen

Loslassen können ist wichtig für das seelische und körperliche Wohlbefinden. Warum fällt Loslassen so schwer? Folgen wenn wir nicht loslassen können.

Loslassen

Wenn Menschen nicht loslassen können, dann verharren sie emotional in einer Situation, die ihrer seelischen und/oder körperlichen Gesundheit schadet.

Wir können verharren

  • in einer Partnerschaft (Partner schlägt, missachtet, tyrannisiert, ist lieblos, trinkt),
  • an einem Arbeitsplatz, an dem man unter- oder überfordert ist,
  • in einer Wohnung umgeben von schikanierenden Nachbarn,
  • in der Trauer um den verstorbenen Partner,
  • in Schuldgefühlen wegen eines Fehlers,
  • in Forderungen anderen gegenüber, die sich nicht ändern,
  • im Hadern um nicht wahrgenommene Chancen,
  • im Hadern, dass die Welt ungerecht ist,
  • im Hadern wegen einer chronischen Erkrankung,
  • in krankmachenden Verhaltensweisen wie z.B. Sich-Aufopfern, Sich Kleinmachen oder in Suchtverhalten.

Warum fällt Loslassen so schwer?

Ob wir loslassen können oder nicht, hängt von unseren Lebenseinstellungen und Ängsten ab. Beispielsweise von

  • der Einstellung, nichts Besseres verdient zu haben. (z.B. keinen liebevollen Partner)
  • der Einstellung, keine bessere Alternative zu finden. (z.B. keinen geeigneteren Arbeitsplatz)
  • der Angst, nicht in der Lage zu sein, uns zu wehren. (z.B. gegen die Nachbarn)
  • der Befürchtung, wenn wir nicht an den verstorbenen Partner denken, ihn ganz aus unserem Leben zu verlieren
  • der Forderung, dass wir alles richtig machen müssen und uns deshalb Fehler nicht verzeihen können
  • der Vorstellung, dass wir andere oder die Umstände verändern können, wenn wir nur genügend lange dagegen ankämpfen
  • der Einstellung, dass es Ereignisse gibt, die wir einfach nicht akzeptieren können
  • der Befürchtung, dass wir unangenehme Ereignisse gutheißen, wenn wir sie akzeptieren und loslassen
  • der Überzeugung, dass loslassen bedeutet, sich selbst aufzugeben
  • der Überzeugung, dass manche Menschen sich nach unseren Vorstellungen verhalten sollten
  • der Überzeugung, dass wir Kontrolle benötigen und durch das Nicht-Loslassen Kontrolle ausüben können. („Wenn ich sonst nichts tun kann, dann habe ich zumindest meine Wut.“)
  • der Überzeugung, dass wir ein besseres oder leichteres Leben verdient haben und das Leben auf keinen Fall so akzeptieren können, wie es ist.

Emotionale und körperliche Folgen des Nicht-Loslassens

Haben Sie Probleme mit dem Loslassen?

Je mehr der folgenden Fragen Sie mit Ja beantworten können, umso wahrscheinlicher tun Sie sich schwer, etwas zu beenden und loszulassen.

  1. Grübeln Sie häufig über die Vergangenheit nach?
  2. Sind Sie nachtragend?
  3. Neigen Sie dazu, eigene Bedürfnisse immer hinter die anderer zu stellen?
  4. Gehen Sie seit langem nur noch mit Widerwillen zur Arbeit?
  5. Fühlen Sie sich für alles und jeden verantwortlich?
  6. Warten Sie seit langem darauf, dass Ihr Partner sich ändert?
  7. Haben Sie den Eindruck, persönlich auf der Strecke zu bleiben?
  8. Haben Sie den Eindruck, in der Partnerschaft mehr zu geben, als zu bekommen?
  9. Können Sie sich Fehler nur schwer oder gar nicht verzeihen?

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