Psychologische und medikamentöse Behandlung einer Depression

Depressive Frau beim Psychotherapeuten

Wenn Sie unter einer Depression leiden, dann nehmen Sie die Therapieangebote in Anspruch. Sie können wieder völlig gesund werden. Depressionen lassen sich behandeln und heilen. Bild © emiliau - Fotolia.com

Autor: Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe

Wenn Sie unter einer schweren Depression leiden und schon mehrere Wochen depressiv sind, dann sollten Sie sich psychotherapeutische Hilfe bei einem psychologischen Psychotherapeuten holen.

Sie benötigen keine Überweisung von Ihrem Hausarzt.

Sie können direkt einen Behandlungstermin mit einem psychologischen Psychotherapeuten vereinbaren.

Psychotherapeutensuche: Kassenpsychologen für eine Behandlung und Informationen zum Ablauf einer Psychotherapie.

Hilfe bei Depressionen: Therapieverfahren bei der Behandlung von Depressionen

Die kognitive Verhaltenstherapie
Die kognitive Verhaltenstherapie (ohne medikamentöse Behandlung) wird hauptsächlich in der Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Die Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie sind wirksame Mittel, um Ihre negativen Gedanken und Gefühle in den Griff zu bekommen.

Mit Hilfe kognitiver Therapiemethoden können Sie lernen, Schritt für Schritt Ihre negativen und belastenden Gedanken und Gefühle zu überwinden und so wieder gesund werden.

Antidepressiva für die Behandlung einer Depression

Die medikamentöse Behandlung
Bei einer schweren Depression werden gewöhnlich zusätzlich zur Psychotherapie Antidepressiva als Stimmungsaufheller verordnet.

Diese machen nicht abhängig und die Antidepressiva wirken gezielt auf die Veränderungen des Hirnstoffwechsels ein, die mit der Depression einhergehen.

Die Einnahme von Antidepressiva führt anfangs zu Nebenwirkungen, wie etwa zu Sehstörungen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen oder ständigem Harndrang.

Mit der Zeit nehmen diese Nebenwirkungen meist ab. Bis eine Besserung der Depression aufgrund der Einnahme von Antidepressiva eintritt, vergehen meist 2 bis 4 Wochen!

Manchmal ist es sinnvoll, Antidepressiva zu Beginn einer Psychotherapie zu nehmen. Medikamente können es depressiven Menschen erleichtern, in einer Psychotherapie mitzuarbeiten, da ihre Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme aufgrund der Einnahme eines Antidepressivums geringer sind.

Auf keinen Fall jedoch sollten Sie sich damit abfinden, wenn Ihr Arzt Ihnen nur Medikamente verschreibt.

In einem solchen Fall sollten Sie sich zusätzlich unbedingt an einen Psychotherapeuten wenden. Medikamente alleine können eine Depression nicht heilen, da die Medikamente nicht an den (psychischen) Ursachen ansetzen. Medikamente können lediglich die Symptome lindern, indem sie z.B. antriebssteigernd, stimmungsaufhellend oder angstdämpfend wirken.

Sehr wichtig bei der medikamentösen Behandlung einer Depression: Die medikamentöse Behandlung einer Depression gehört in die Hand eines Facharztes, d.h. eines Psychiaters bzw. Nervenarztes. Er hat die meisten Erfahrungen mit der Verordnung und Wirkung von Psychopharmaka. Hausärzte haben in der Regel zu wenig Erfahrung mit der Verabreichung von Antidepressiva.

Die psychotherapeutische Behandlung einer Depression gehört in die Hände eines psychologischen Psychotherapeuten, der mit den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie arbeitet.

Bei schwersten Depressionen, bei denen weder Medikamente noch eine Psychotherapie Erfolg haben, setzt man auch die Elektrokrampftherapie und die transkranielle Magnetstimulation ein, bei denen bestimmte Bereiche des Gehirns mit elektrischem Wechselstrom bzw. starken Magnetfeldern beeinflusst werden.

(Selbst)Hilfe bei Depressionen und depressiven Verstimmungen

Depressionen lassen sich überwinden. Sie können wieder gesund werden. Es gibt allerdings keine schnelle Hilfe. So wie sich Ihre Depression über Wochen, Monate oder gar Jahre hinweg entwickelt hat, so braucht es Zeit, bis Ihre Depressionen heilen.

Bei einer leichten und mittelschweren Depression können Sie sich selbst helfen und therapieren, etwa mit Hilfe der nachfolgenden Tipps oder eines Selbsthilfe Ratgebers.

Eine Depression überwinden können Sie nur, wenn Sie aktiv werden.

Ihre Hoffnungslosigkeit und Energielosigkeit machen es Ihnen jedoch schwer, Schritte zu unternehmen, die Ihnen helfen können, sich besser zu fühlen. Schon sich zu einem kleinen Spaziergang aufzuraffen, scheint Ihnen unmenschliche Kräfte abzuverlangen.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Gipsverband am Bein und müssten auf Krücken laufen. Das ist zunächst beschwerlich und ermüdend. Doch Sie könnten - wenn auch anfänglich unsicher und langsam - damit laufen.

So geht es Ihnen mit Ihrer Depression. Mit jedem kleinen aktiven Schritt, den Sie machen, wird es Ihnen besser gehen.

eine depression überwinden ist möglichBei allen Aktivitäten ist eines wichtig: Hören Sie nicht auf Ihr Gefühl, das Ihnen sagt, dass Ihnen nicht danach ist, etwas zu schwierig oder unmöglich ist. Dieses Gefühl betrügt Sie! Jeder depressive Mensch empfindet so.

Tatsache ist: Kleine Schritte sind machbar und möglich, auch wenn diese Sie Anstrengung und Überwindung kosten.

>>> Beginnen Sie mit dem Anti-Depressionstraining

Die wichtigsten Selbsthilfe Tipps und Hilfestellungen für die Überwindung depressiver Verstimmungen.

TIPP 1: Haben Sie Nachsicht mit Ihrer schlechten seelischen und körperlichen Verfassung.

Sie sind momentan seelisch und körperlich nicht auf der Höhe. Ihre Leistungsfähigkeit hat nachgelassen. Vieles fällt Ihnen, im Vergleich zu früher, schwerer.

Vermutlich sagen Sie sich öfters: "Jetzt schaffst du noch nicht einmal mehr das. Du bist zu nichts mehr zu gebrauchen".

Verständlich, dass Sie von sich enttäuscht und deprimiert sind. Mit solch negativen und selbstabwertenden Gedanken verschlimmern Sie jedoch Ihre Depression.

Haben Sie Nachsicht und Geduld mit sich. Gestehen Sie sich viel Zeit zu, aus dieser schwierigen Phase Ihres Leben zu kommen.

Es gibt keinen Grund, sich wegen Ihrer Depression zu verurteilen. Kämpfen Sie nicht gegen Ihre Depression an!

Machen Sie sich klar, dass Ihre Depressionen vorrübergehen und Sie wieder völlig gesund werden.

Auch das geht vorbei.

4 einfache Worte, die Ihnen ein wenig Hoffnung und Zuversicht geben können, wenn Sie hoffnungslos und verzweifelt sind.

TIPP 2: Setzen Sie sich kleine(!) Ziele für den Tag

Hilfreich ist, sich kleine Tagesziele zu setzen, sich kleine(!) Aktivitäten vorzunehmen und sich dafür zu loben!

Würden Sie mit einem Gipsverband am Fuß von sich verlangen, genauso schnell gehen können zu müssen, als hätten Sie keinen Gips? Wahrscheinlich nicht.

Ihre Depression behindert Sie im Moment wie ein Gipsverband. Ihre depressiven Gedanken und Gefühle verhindern, dass Sie wie früher denken, handeln und fühlen können.

Haben Sie Geduld mit sich! Es wird der Tag kommen, an dem Ihr Gipsverband abgenommen wird und Sie, wie früher, wieder frei und unbeschwert gehen und leben können.

Nutzen Sie den Tipp 3 und 4 in den Stunden, in denen es Ihnen stimmungsmäßig besser geht.

TIPP 3: Lenken Sie Ihren Blick bewusst auf Positives
Wenn Sie depressiv sind, dann saugen Sie alles Negative wie ein Schwamm auf. Sie nehmen mehr als andere negative und traurige Dinge wahr.

Ihre Gedanken drehen sich immer wieder darum, wie schlimm und belastend Ihre Situation ist und dass Sie so nicht weiterleben können.

Sie stellen immer wieder Fragen wie etwa: Warum musste das mir passieren? Wie soll ich so weiterleben? Wie soll ich das aushalten?

Um von diesen Grübeleien wegzukommen, ist es hilfreich, wenn Sie sich Fragen stellen, die Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf Positives lenken.

Fragen, die Sie auf andere - positive - Gedanken bringen, könnten sein:

Finden Sie auf jede dieser Fragen 2-3 Antworten.

TIPP 4: Setzen Sie sich in Bewegung - besonders hilfreich in der Behandlung einer Depression (!)

Ein hochwirksames Anti-Depressivum ist Bewegung. Untersuchungen zeigen, dass wir allein durch regelmäßige körperliche Bewegung Depressionen lindern und die Stimmung verbessern können.

Körperliche Bewegung verschafft Ihnen das Gefühl, etwas bewirken zu können. Sie haben vielleicht nach langer Zeit wieder mal ein Erfolgserlebnis - auch wenn die ersten Schritte beschwerlich waren und Ihnen schon nach kurzer Zeit die Puste ausging.

Sie erleben, dass Sie etwas schaffen können, was Sie sich vorher nicht zugetraut haben. Mit jedem Schritt bekommen Sie mehr Selbstvertrauen und neuen Mut.

Sie kommen auf andere Gedanken. Ihre Gedanken kreisen nicht mehr um Ihre Probleme und Ihre Freudlosigkeit, sondern darum, was in Ihrem Körper passiert.

Und schließlich tanken Sie im Freien auch Licht, was Ihre Stimmung aufhellt.

Besonders geeignet sind leichte und regelmäßige Tätigkeiten wie z.B. Gartenarbeiten, Schwimmen, Treppensteigen, Spaziergänge, Radfahren oder Walken (am besten täglich, jeweils mindestens 30 Minuten!).

Regelmäßige körperliche Bewegung ist ein sehr wirksamer Stimmungsaufheller. Machen Sie davon unbedingt Gebrauch.

TIPP 5: Nehmen Sie ein Johanniskrautpräparat - sehr zu empfehlen (!)

Rezeptfreie pflanzliche Naturheilmittel wie das Johanniskraut sind bei leichten bis mittelschweren Depressionen wirksam und haben weniger Nebenwirkungen wie klassische verschreibungspflichtige Antidepressiva.

Bereits nach zwei bis drei Wochen nach der Einnahme eines Johanniskrautpräparats ist in der Regel eine Besserung der depressiven Verstimmung und Symptomatik zu spüren.

Kaufen Sie das Johanniskraut-Präparat nicht in der Drogerie oder im Internet.

In den Johanniskraut-Präparaten, die man im Supermarkt erhält, ist die Konzentration meist zu gering. Lassen Sie sich deshalb von einem Arzt ein Johanniskraut Präparat mit hoher Dosierung (!) verschreiben.

TIPP 6: Sorgen Sie für eine gesunde Ernährung

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich eine eiweißarme, kohlenhydratreiche Ernährung mit viel Fisch und Olivenöl positiv auf die Stimmung auswirkt.

TIPP 7: Verzichten Sie darauf, tagsüber zu schlafen

Wenn Sie abends schlecht einschlafen können, dann sollten Sie tagsüber nicht schlafen. Gehen Sie abends erst ins Bett, wenn Sie müde sind - also nicht, weil es dafür "Zeit ist" oder weil Sie nichts mit sich anzufangen wissen.

Begrenzen Sie Ihre Schlafenszeit auf insgesamt etwa 7 Stunden pro Tag. Mehr zu Schlafstörungen.

Auf keinen Fall sollten Sie ausschließlich Medikamente zur Überwindung Ihrer Depression nehmen. Medikamente können unterstützend helfen, setzen jedoch nicht an den Ursachen Ihrer Depression an.

Machen Sie begleitend zur medikamentösen Therapie auf jeden Fall eine Psychotherapie bei einem psychologischen Psychotherapeuten.

Achten Sie bei der Wahl eines psychologischen Psychotherapeuten darauf, dass dieser mit den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie arbeitet!

Die verhaltenstherapeutische Behandlung von depressiven Störungen mit Hilfe der kognitiven Verhaltenstherapie(KVT) ist äußert wirksam.

Bei schweren Depressionen ist eine Behandlung mit Antidepressiva und Psychotherapie am wirksamsten!

Bei leichten und mittelschweren Depressionen ist eine psychotherapeutische Behandlung in der Regel ausreichend.

Dies ist das Ergebnis mehrerer Studien.

Machen Sie von einer Psychotherapie Gebrauch, wenn Sie das Gefühl haben, nicht alleine mit Ihrer depressiven Stimmung fertig zu werden. Es gibt wirkungsvolle Hilfe.

Wenn Sie daran zweifeln, dass Ihnen zu helfen ist, dann denken Sie daran: Ihre Zweifel sind ein Symptom Ihrer Krankheit. Ihre Zweifel sind kein Beweis dafür, dass es keine Hilfe für Sie gibt.

Kein Grund, sich zu schämen, wenn Sie Hilfe suchen. Es ist keine Schande, sich und anderen einzugestehen, wenn man Hilfe braucht.

Es ist bei einer Depression normal, dass sich Hoffnungslosigkeit und Zuversicht abwechseln.

Depressionen sind heilbar und können überwunden werden. Sie können wieder gesund werden.

Peter, ein Betroffener sagt:
Mehr als 5 Jahre litt ich an einer Depression. Ich war 3 Mal in der Klinik, verlor meine Arbeit, vertrug die Medikamente nicht. Ich kämpfte jeden Tag und sah oft die Sonne nicht mehr.

Das liegt hinter mir. Ich lebe wieder mit Freude und bin glücklich. Habt Geduld. Nicht nachgeben, in kleinen Schritten immer weiter.

Was lernen Sie in einer Therapie?

In einer Therapie lernen Sie, mit beruflichen, familiären und persönlichen Belastungen umzugehen. Sie werden seelisch belastbarer, lernen Probleme zu lösen und mit negativen Gefühlen umzugehen.

Mehr darüber erfahren Sie in Depressionen als Folge ungenügender Bewältigungsstrategien.

Eine Depression ist kein Zeichen mangelnder Intelligenz oder eines schwachen Charakters. Es ist keine Schande, Hilfe zu suchen.


Depressionen-Behandlung.html

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Hilfe bei Depressionen und depressiven Verstimmungen für Angehörige

Leserfrage eines Angehörigen:
Wie kann ich meiner depressiven Frau helfen?
Meine Frau leidet seit 3 Monaten unter einer schweren Depression. Sie liegt fast nur im Bett und vernachlässigt den Haushalt. Sie isst kaum noch und starrt nur die Wand an. Wie kann ich ihr helfen?

Antwort von Dr. Rolf Merkle
Ihre Frau benötigt dringend eine psychotherapeutische Behandlung. Von Ihnen braucht Sie viel Verständnis und Geduld. Sie hat Angst, nie mehr Freude empfinden und glücklich sein zu können.

frau tröstet depressiven PartnerMehr darüber, wie Sie als Angehöriger einem Depressiven helfen können, in:

Mein Partner ist depressiv - wie kann ich ihm helfen?

Sprechen Sie ihr immer wieder Mut zu, dass sie ihre Depressionen überwinden wird. Stellen Sie ihr immer wieder kleine Aufgaben, die sie erfüllen kann. Denken Sie daran, schon das Aufstehen oder Zähneputzen kostet sie viel Kraft.

Ihre Frau braucht Erfolgserlebnisse und das Gefühl, nützlich zu sein und gemocht zu werden. Ermutigen Sie Ihre Frau immer wieder, eine Therapie zu machen und machen ihr klar, dass es Hilfe gibt und sie wieder gesund werden kann, auch wenn sie äußert, dass doch alles sinnlos sei und ihr nicht zu helfen sei.

Hoffnungslosigkeit ist ein Symptom von Depressionen.

Video Depressionen - Ursachen und Behandlung

Es werden die Symptome bei Depressionen beschrieben, wie das Gefühl, den Lebensumständen gegenüber hilflos zu sein, zu Depressionen führt und wie die Hilfe und Behandlung einer Depression aussehen kann.




Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Melissa schreibt am 24.01.2016, 18.49 Uhr

    Hi ich leide auch an Depression und nehme Citalopram und Olanzapin

  2. Leserkommentar Petra schreibt am 21.01.2016, 03.56 Uhr

    Ich bin 47 und ich glaube ich leide seit meiner Kindheit an Depressionen ... Von der Mutter verlassen im Heim und auf der Strasse gross geworden... Mit 16 erstes Kind ... War nur alleine ohne Unterstützung ... 7 Jahre später ein weiteres Kind sowie 4 Jahre das dritte ... Die Kinder wurden mir weggenommen und seitdem bin ich wie in Trance ... Ich habe vor 7 Jahren noch ein Kind geboren was 6 Monate später verstarb ...keiner hat mich verstanden mit meiner Trauer meine grossen Kinder wollen keinen rechten Kontakt zu mir ... Ich hatte meine Wohnung verloren und war über 2 Jahre in einem Obdachlosenheim ... Ich habe zwar mittlerweile eine Wohnung aber keine Freunde mehr ...ich bin nur alleine zu Hause auf der Couch oder Bett ...manchmal trinke ich oder Esse tagelang nichts weil ich nicht einkaufen gehe ... Bin nur noch am weinen ... Gehe nicht zum Arzt obwohl ich müsste... nicht mal wegen Mittelohrentzündung obwohl ich fast wahnsinnig werde vor schmerzen ... Ich möchte aber wieder mal glücklich sein ...kann mich aber zu nix aufraffen und weiss auch nicht wie und wo ... HILFE !!!!

  3. Leserkommentar Nina schreibt am 12.01.2016, 05.14 Uhr

    Ich habe seit 3 Jahren Depressionen. Bin antriebslos und weine jeden Tag. Seit 3 Jahren konnte ich nicht sehr gut schlafen. Bin morgens zu früh aufgewacht und dachte mir nur .. keine Lust auf den Tag. Werde von allen Seiten nur bedrängt. Von meiner Familie wird zu viel von mir erwartet. Mein Studium läuft nicht und meine Eltern würden mich aus dem Haus schmeißen wenn ich abbrechen würde. Finanziell habe ich nur Schulden kaum Geld. Bin körperlich nicht mehr fit. Mache kaum noch was. Sitze nur noch auf meinem Bett oder auf der Couch. Ich weiß einfach nicht mehr weiter :(.

  4. Leserkommentar Frank schreibt am 06.01.2016, 21.47 Uhr

    Hallo, Ich leide seid November 13 an Depressionen und Angst und Panikattacken. Bin seid 9 Monate in Behandlung, bei mir ist es ein ständiges auf und ab.Mal so mal so!Ich mache jetzt seid Wochen täglich Sport das hilft mir gut sehr gut zu gar.Radfahren jeden Tag 40 - 50 Minuten.Dadurch grübel ich auch weniger.Man muss den Innern Schweinehund überwinden. Habe bisher so viel ausgehalten,und versuche nun mein ich zu Leben.ich werde es schaffen.Vg.Frank

  5. Leserkommentar gedankenfalle schreibt am 05.01.2016, 12.26 Uhr

    Es ist super,das man weiß, nicht der einzige zu sein, der mit dem ollen Gedanken- und Gefühlstroll "einher" geht. Mich persönlich quälen seit Jahren dunkle und beängstigende Gedanken......ja....manchmal auch suizidale.....aber diese bekomme ich mit handwerklichen oder einfach nur kreativen Tätigkeiten in den griff....es ist unwahrscheinlich beruhigend, wenn man den Erfolg seiner "Ablenkung" bewundern darf.....sei es auch einfach nur eine kleine Geschichte, welche man zu Papier bringt... es hilft auch ungemein, wenn man sich die frage stellt: wiso denke ich an den Regen wenn ich im Herzen die Sonne scheinen lassen kann? Die Antwort ist (nach meiner persönlichen Erfahrung) meist die gleiche:weil es einfacher ist...... wenn alles im Leben einfach wäre, gäbe es keine Kriege, keine Missgunst..... lasst euch nicht hängen,jeder hat seinen Wert ! aussenstehende können oder wollen dies nicht sehen, aber jammern umso lauter, wenn denen selbst so etwas widerfährt. daher: Tschakka, ich schaffe das.....es scheint immer die sonne, manchmal spielt sie halt nur verstecken mit uns und will gefunden werden

  6. Leserkommentar Jens schreibt am 08.12.2015, 20.13 Uhr

    Mittlerweile geht es mir wesentlich besser. Die zurückliegende Zeit war schon sehr heftig. Zuerst eine Erschöpfungsdepression,nach anschließender Erholung eine Depressive Episode mit Ängsten. Was mir geholfen hat war ,wichtig,mehr Achtsamkeit , Sport,endlich mal wieder ( in kleinen Schritten) mit Freunden was unternehmen,Kino,Essen,Motorradfahren. Arbeite weiter an mir,mit Therapeutischer Hilfe. Es war und ist nicht leicht,wenn die Depression sich festgesetzt hat,aber es geht und nur das zählt. Mal eben so geht leider nicht,es ist halt mit Arbeit verbunden,aber es lohnt sich. Ob Tagebuch,oder andere Ziele setzen,das muss jeder für sich rausfinden. Ratschläge gibt es zuhauf,letztendlich ist aber jeder einzigartig ,so das jeder seinen Weg finden muss. Gruß Jens

  7. Leserkommentar Steckemittendrin schreibt am 04.12.2015, 11.46 Uhr

    Ich bin zur Zeit in Behandlung. Warum verstehe ich meine Freunde nicht mehr? Alles was sie sagen oder tun, empfinde ich als Angriff oder Zurückweisung. Mein Verstand weiß das es nicht stimmt, aber mein Gefühl redet mir was anderes ein. Ich erzähle nichts oder nur noch sehr wenig. Weil ich mich danach schlechter fühle als vorher.

  8. Leserkommentar sanja schreibt am 16.11.2015, 18.00 Uhr

    ich bin seit 5 jahren depressiv habe auch heftige angststörungen,seit 2 wochen bekomme ich tabletten,das problem ist das ich keine energie habe dieese anfälle zu ertragen,ich habe sehr viel durch gemacht die letzten 10 jahre und jetzt wo die velastungen nucht mehr so heftig sind geht es mir so schlecht das ich fast nicht arbeiten kann!aber ich möchte meinen job nicht verlieren weil ich mich so und so sehr zurück ziehe wenn es mir schlecht geht!was soll ich bloss tun?!

  9. Leserkommentar Ina schreibt am 13.11.2015, 19.21 Uhr

    ich bin 23 und leide seit 8 Jahren an einer schweren Angststörung mit phasenweiser Depression. Die depressiven Episoden tauchen ca alle 2 Jahre für ca 6 Monate auf und werden von Mal zu Mal stärker. Die Krankheit führt in vielen momenten zu unerträglichem Leiden, aber ich kämpfe weiter..

  10. Leserkommentar A schreibt am 31.10.2015, 23.00 Uhr

    Ein Buch schreiben hilft mir persönlich SEHR. Sogar wenn es sehr schlimm ist. Ich bin so mit der Handlung und den Charakteren beschäftigt, dass ich die Leere in mir vergesse. Ich entfliehe in der Zeit von mir selbst und meinem Leben. Je interessanter, origineller und überwältigender die Geschichte ist die man sich ausdenkt, desto größer ist auch das Ergebniss einer anhaltenden Depression. Doch leider bleibt es auch nur dabei. Nachdem man aufgehört hat ist alles wieder wie zuvor.

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