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Amoklauf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Amok so: "Eine willkürliche, anscheinend nicht provozierte Episode mörderischen oder erheblich fremdzerstörerischen Verhaltens."

Der Amoklauf kann auch in Selbstverwundung oder Selbsttötung enden.

Die Amokläufe treten meist ohne Vorwarnung auf, aber dahinter steht ein langer Weg auf das Ereignis zu.

Alles beginnt häufig damit, dass der Betroffene so veranlagt ist, dass er eher ängstlich und schnell deprimiert, aber auch leicht reizbar oder aggressiv ist.

Häufig leidet er unter einer narzisstischen oder Borderline-Persönlichkeitsstörung oder Schizophrenie, hat keine konstanten sozialen Beziehungen und ist ein Waffennarr.

Er erlebt in seinem Umfeld Demütigungen und Kränkungen und/oder verliert sein persönliches Ansehen, seinen Arbeitsplatz oder Partner, was zu einem chronischen Anspannungszustand führt.

Eine neu aufkommende akute Belastungssituation, dies kann ein ganz belangloser Vorfall sein, führt dann entweder zunächst zum zwanghaften Grübeln über die Kränkung und einem Rückzug oder gleich zum Amoklauf.

Der Amoklauf ist eine ungesteuerte Überreaktion, ein Extremzustand, in dem der Betroffene alles tut, um möglichst viel zu zerstören oder möglichst viele Menschen zu töten.

Während der Tat ist seine Impulskontrolle ausgeschaltet und er ist kaum ansprechbar. Zum Abschluss richtet der Betroffene seine Aggression häufig gegen sich selbst.

Nach einer neueren Untersuchung steht bei 61 Prozent der Taten Rache als Motiv im Vordergrund.

Wenn der Amokläufer sich nicht umbringt, kann er sich meist nicht an den Tathergang erinnern und ist danach erschöpft und depressiv.

Autor des Beitrags:

Psychotherapeut
Dr. Rolf Merkle

Rolf Merkle

Dr. Rolf Merkle ist Experte für:

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