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Suchtprobleme

Es gibt zwei Arten von Suchtproblemen, stoffliche und nichtstoffliche Süchte.

Zu den stofflichen Süchten zählen z.B. die Alkoholsucht, die Medikamentensucht (Abhängigkeit von Medikamenten), etwa von Beruhigungs- und Schlafmitteln, die Nikotinsucht oder die Rauschmittelsüchte.

Zu den nichtstofflichen Süchten zählen etwa

Während es bei den stofflichen Suchtproblemen zu einer mehr oder weniger großen körperlichen Abhängigkeit kommt, ist dies bei den nichtstofflichen Süchten natürlich nicht der Fall.

Gemeinsam ist allen Suchtproblemen der Kontrollverlust und eine psychische Abhängigkeit von der "Droge".

Psychische Abhängigkeit bedeutet, dass die Betroffenen das stoffliche oder nichtstoffliche Suchtmittel (miss)brauchen, um sich gute Gefühle zu machen, um negative Gefühle zu vermeiden bzw. zu betäuben oder um mit Belastungen und Problemen besser umgehen zu können.

Suchtprobleme deuten immer auf persönliche Defizite hin, die es zu überwinden gilt, wenn Betroffene sich aus ihrer Sucht befreien wollen.

Kontrollverlust bedeutet, dass die Betroffenen ihr Suchtverhalten nicht mehr kontrollieren können.

Sie werden von einem inneren Zwang beherrscht, der sie nicht mehr loslässt.

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Die Droge ist Freund und Feind

Eine Sucht ist immer eine Sehnsucht - eine Sehnsucht nach Leben und Zuwendung und eine Flucht vor der Realität.

Betroffene flüchten vor negativen Gefühlen, vor Problemen, vor ihrer Hilflosigkeit.

Die Droge, ob es nun Alkohol oder Kokain ist, ist anfänglich ein Freund. Dieser Freund tröstet, lässt vergessen, schützt, macht das Leben erträglich, gibt das Gefühl, geborgen zu sein.

Die Droge ist Freund, Mutter/Vater und Seelsorger. Sie ist immer da, nimmt alle Probleme ab und hilft zuverlässig.

Die Droge hat auch ihre dunkle Seite, die sie jedoch erst offenbart, wenn man ihr verfallen und von ihr abhängig ist.

Dann wird aus dem Freund ein Feind, der versklavt, statt zu befreien.

Die Droge verändert den Betroffenen, sein soziales Leben und das der Angehörigen. Sie regiert über ihn, sein Denken und Fühlen, sein Leben.

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Alkoholsucht

Eine Alkoholsucht liegt dann vor, wenn ein Mensch sowohl körperlich als auch seelisch vom Alkohol abhängig ist.

Die Alkoholsucht entwickelt sich meist aus dem Problemtrinken heraus. D.h. Betroffene trinken, um Probleme zu lösen oder zu vergessen, weil sie anders nicht entspannen können oder weil sie ohne Alkohol nicht aus uns herausgehen können.

Die seelische Abhängigkeit wird dann zu einem Suchtproblem, wenn eine körperliche Abhängigkeit vom Alkohol entstanden ist.

Der Betroffene muss dann trinken, da er sonst sehr unangenehme Entzugserscheinungen verspürt.

Die körperliche Abhängigkeit entwickelt sich schleichend.

Der Weg aus der Alkoholsucht beginnt mit einer stationären körperlichen Entgiftung, in der der Körper vom Alkohol entwöhnt wird.

Die körperliche Entgiftung ist die Voraussetzung für die 2. und entscheidene Phase der Behandlung.

In einer mehrwöchigen stationären Psychotherapie lernen die Betroffenen, sich mit ihren Problemen und Konflikten, wegen derer sie zum Alkohol gegriffen haben, auseinanderzusetzen.

Sie lernen psychologische Strategien der Stress- und Problembewältigung.

Der Besuch einer Selbsthilfegruppe wie der Anonymen Alkoholiker (AA), Guttempler oder dem Blauen Kreuz ist ein wichtiger Baustein in der Alkoholsucht Therapie.

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Autorin des Beitrags:

Psychotherapeutin
Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf ist Expertin für:

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