Abhängigkeit von Medikamenten - wie kommt es dazu?

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Eine Abhängigkeit von Medikamenten kann, je nach Art des Medikaments, sehr schnell eintreten. Deshalb ist bei der Einnahme von Medikamenten immer Vorsicht geboten. Bild © EvgenyRannev-Fotolia

, Psychotherapeutin

Die meisten Menschen denken bei Sucht an Alkoholabhängigkeit oder Drogenabhängigkeit.

Doch auch Medikamente können zu einer psychischen Abhängigkeit, bei längerer Einnahme auch zu einer körperlichen Abhängigkeit führen.

Diese Abhängigkeiten kommen schleichend!

Etwa 2 Millionen Deutsche schlucken täglich Psychopharmaka.

Frauen und ältere Menschen sind die Hauptkonsumenten insbesondere von Benzodiazepinen.

Viele der medikamentenabhängigen Frauen konsumiert zusätzlich noch Alkohol.

Auch Schulkinder setzen bereits Medikamente ein, um ihre Schulangst und damit einhergehende Kopf- und Bauchschmerzen zu reduzieren. 

Weibliche Jugendliche nutzen zudem Schmerzmittel, um ihre Regelschmerzen zu lindern.

Die vom Arzt am häufigsten verordneten Psychopharmaka sind die Benzodiazepine (Tranquilizer) wie z.B. Valium und Lexotanil.

Sie werden hauptsächlich zur Dämpfung von Angst- und Spannungszuständen eingesetzt und führen bereits nach 2-4 Wochen(!) Einnahme zu einer körperlichen Abhängigkeit!

Stark im Ansteigen ist die Abhängigkeit von Schlafmitteln. Mehr als 2 Millionen Menschen sind von Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln abhängig, Tendenz stark steigend.

Ursachen von Einschlafstörungen und Behandlung von Schlafstörungen.

In den letzten Jahren werden zunehmend Antidepressiva, Neuroleptika (die erheblich mehr Nebenwirkungen haben: Bewegungsstörungen, Mundkrämpfe, Zittern) und pflanzliche Therapeutika verschrieben.

Medikamentenabhängigkeit - wie entsteht sie?

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Gefahren bei der Einnahme von Medikamenten

Wie lange darf man Psychopharmaka einnehmen, ohne abhängig zu werden?

Dazu kann man keine allgemeingültigen Angaben machen, da dies von persönlichen körperlichen und seelischen Merkmalen sowie der Zusammensetzung der Medikamente mitbestimmt wird.

Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch der Hirnstoffwechsel und die Suchtgefahr nimmt zu.

Als kritische Grenze gilt für Benzodiazepine die Einnahme von über 3 Monaten.

Manche Psychopharmaka machen jedoch auch schon nach vierwöchiger Einnahme süchtig.

Alarmsignale, dass Sie medikamentenabhängig sind

Wie einer Medikamentenabhängigkeit vorbeugen?

Wir sollten kritisch mit der Einnahme von Medikamenten umgehen. Wir sollten unseren Arzt fragen, was es an anderen Möglichkeiten als der Tabletteneinnahme gibt.

Beispielsweise können wir ein Entspannungsverfahren erlernen oder unsere seelischen Probleme in Beratungsgesprächen bei einem Psychologen bearbeiten.

Geben Sie Ihre Selbstverantwortung nicht an der Praxistür des Arztes ab.

Nach Ansicht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm werden sehr viele Patienten von ihren Ärzten regelrecht in die Sucht getrieben, da die Ärzte Medikamente zu lange verordnen.

Außerdem sollten wir den Arzt informieren, wenn unsere Schlafstörungen oder die Kopfschmerzen im Zusammenhang mit einer momentanen seelischen Krise (einer Trennung, einem drohenden Arbeitsplatzverlust, Konflikten in der Partnerschaft, dem Tod eines Angehörigen etc.) stehen.

Wir sollten uns in Erinnerung rufen, dass Psychopharmaka nicht heilen und uns mehr auf unsere Fähigkeiten, selbst für das körperliche und seelische Gleichgewicht etwas tun zu können, besinnen.

Was tun, wenn Sie medikamentenabhängig sind?

Es ist bereits ein wichtiger Schritt, dass Sie die Erkenntnis zulassen, möglicherweise ein Problem mit Tabletten zu haben. Machen Sie sich deshalb keine Selbstvorwürfe.

Sie sind mehr oder weniger unbewusst und unverschuldet in dieses Problem hineingeraten: vermutlich, weil Sie Ihrem Arzt vertraut haben, der offensichtlich fahrlässig gehandelt hat und inkompetent war.

Sie können sich aus der Abhängigkeit befreien. Dies geschieht meist durch eine schrittweise Senkung der Medikamentendosis und sollte immer unter ärztlicher Aufsicht bzw. in einer Klinik geschehen.

Notieren Sie sich zunächst ehrlich und offen, welche Tabletten in welcher Menge Sie täglich nehmen und seit wann Sie Tabletten einnehmen.

Dann nehmen Sie schnellstmöglich Kontakt mit einem Arzt (nicht dem, der Ihnen die abhängig machenden Medikamente verschrieben hat!), einem Psychiater oder einer Suchtberatungsstelle auf.

Befinden Sie sich in einer aktuellen Krisensituation, sollten Sie einen Psychotherapeuten kontaktieren. Auch eine Selbsthilfegruppe kann Ihnen weiterhelfen.

Selbsthilfegruppen gegen Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit bei Nakos

Geben Sie sich die Chance, zu lernen, Ihr Leben ohne Tabletten zu meistern.

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen bei der Bewältigung persönlicher Probleme. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, der Meditation, dem Jin Shin Jyutsu und dem Backen von leckeren Kuchen & Gebäck.

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  1. Leserkommentar Rainer Jürgens schreibt am 03.11.2019

    Ich habe den abhängigkeitsbericht durchgelesen war sehr hilfreich

  2. Leserkommentar Nicole schreibt am 21.08.2019

    ausgerechnet von mir.....macht eine Therapie...glaubt mir die bereits zum zweiten Mal abhängig wurde.....wenn die Ursache nur ausgeblendet wird....kommt Sie zurück und zwar mit doppelter Wucht...Balance fast unmöglich, erst recht, wenn man ärztliche Hilfen ablehnt....ich wünsch euch die Kraft und Gesundheit ...kämpft...bitte kämpft......

  3. Leserkommentar Nicole schreibt am 21.08.2019

    daher....ich weis nicht, ob ich es schaffe.....ich bin gezwungen zu Hause zu bleiben...familäre Probleme, Behördenprobleme, Existenzängste....auf jeden Fall ins Krankenhaus, kalte Enzüge sind fast unmöglich, unbeschadet und zu Hause durchzumachen... bitte tut dies auf garkeinen Fall wenn euch euer Leben lieb ist...

  4. Leserkommentar Nicole schreibt am 21.08.2019

    ich bin von zweierlei Medikamenten abhängig....körperlich psychisch....ich habe massive körperliche Entzugserscheinungen,weil ich nur 3 Tilidin 200/16mg hatte.....ich nehme sonst6-8 Tilidin und 3 Lorazepam ein, minimum Schwitzen, zittern, körperliches brennen, herzrasen...kein Antrieb, bewegungsunfähig, Angst vor allem...bitte...an alle...Hände weg...Therapy anstatt Medikamente mit hohem Suchtpotienzial....

  5. Leserkommentar Krause schreibt am 29.06.2019

    Mein Mann ni.m Zolpidem seit ca.10 Jahren, er ist nicht mehr dr Mann der er mehr war,agressiv ,ihm ist alles egal ,will keinen Besuch und sagt es liegt an mir ,quatsch

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Leserstimme Amazon Kunde 27.3.2019

Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ein Buch so viel bewirken kann. Man sollte sich langsam durcharbeiten. Es ist sehr verständlich geschrieben. Man kann jeder Zeit nach blättern falls man wieder Probleme bekommt. Ich war noch nie von einem Buch so überzeugt wie von diesem Buch. Beide Daumen hoch.

Leserstimme Amazon Leser 19.1.2018

Ich habe dieses Buch von meinem Therapeuten empfohlen bekommen aufgrund der Thematiken Depressionen, Ängste, Perfektionismus und kann nur sagen - ich nenne es meine persönliche Bibel. Ich habe mich so oft in diesem Buch wiedererkannt und das allein hat mir schon weitergeholfen.

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Claudia Frey, Heidelberg
Diplom Psychologin

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