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Burnout Hilfe und Behandlung

burnout prävention und behandlung

Wenn Sie unter einem Burnoutsyndrom leiden, suchen Sie Hilfe in einer auf Burnout spezialisierten Kurklinik. Bei der Arbeit einen Gang zurückschalten, reicht dann nicht mehr, um der Burnout Falle zu entkommen.

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Bevor wir uns mit der Behandlung von Burnout befassen, möchten Sie vielleicht wissen, ob Sie burnoutgefährdet sind oder ob und wie stark Sie bereits unter einem Burnout-Syndrom leiden.

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Wie sieht die Behandlung eines Burnoutsyndroms aus?

Es gibt keine Standardtherapie für das Ausgebranntsein, da die Entwicklung des Burnout immer eine persönliche (!) Reaktion auf die Anforderungen am Arbeitsplatz ist und somit die Ansatzpunkte für eine Behandlung individuell verschieden sind.

Nicht Ihre Arbeit macht Sie krank, sondern Ihr Umgang mit ihr. Wäre es Ihre Arbeit, die krank macht, müssten alle Menschen, die einer Arbeit wie der Ihrigen nachgehen, einen Burnout bekommen. Dem ist nicht so.

Ihr Burnout ist etwas Gutes!

Körper und Seele wollen Ihnen mit dem Burnout eine letzte und eindringliche Warnung geben: Halt ein. Du bist zu lange einen Weg gegangen, der dir nicht gut tut. Du musst etwas in deinem (Berufs)Leben ändern, jetzt & sofort (!), sonst fährst du deine Gesundheit völlig gegen die Wand und stirbst.

Nehmen Sie also die Symptome ernst. Betrachten Sie den Burnout als Chance, mit etwas aufzuhören, das Ihnen - und vermutlich Ihrer Familie auch - schadet.

Forschen Sie nach den persönlichen (!) Ursachen für Ihr Ausgebranntsein und beseitigen diese alleine oder mit Hilfe eines Therapeuten oder Coaches.

Wenn Sie einen Psychotherapeuten suchen, dann schauen Sie in die Psychotherapeutensuche: Kassenpsychologen für eine Behandlung.

Im Anfangsstadium eines Burnout-Syndroms können ein paar Coachingstunden ausreichen, um die Ursachen für das Ausgebranntsein zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Im Endstadium eines Burnout bedarf es eines mehrwöchigen stationären Aufenthalts in einer psychosomatischen Kurklinik oder einer auf Burnout spezialisierten Fachklinik.

Der erste und schwierigste Schritt vor einer Burnout Therapie ist der, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht.

Dieser Schritt ist deshalb so schwer, weil die meisten Betroffenen das Eingeständnis, nicht weiterzuwissen und hilflos zu sein, als ein persönliches Versagen und eine Schwäche ansehen.

Gerade Menschen, die perfektionistisch veranlagt und sehr ehrgeizig sind, schmerzt es besonders, sich und anderen eingestehen zu müssen, etwas nicht im Griff zu haben und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

9 Strategien und Hilfen, um einem Burnout vorzubeugen - Tipps für die Burnout Prävention

TIPP 1: Machen Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse Ihrer momentanen Situation. Nehmen Sie ein Blatt Papier zur Hand und teilen es in zwei Spalten.

In der linken Spalte notieren Sie die Beschäftigungen, die Sie ungern machen und für die Sie nichts zurückbekommen.

In der rechten Spalte listen Sie Beschäftigungen auf, die Ihnen Spaß machen und Ihnen eine Befriedigung geben.

Überlegen Sie: Was hat mir früher gutgetan? Was hat mir früher Spaß gemacht?

Am Ende müsste im Augenblick ein krasses Ungleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen zu erkennen sein.

TIPP 2: Überlegen Sie, wie Sie in Zukunft die Nutzenseite verstärken und einen Ausgleich für die Arbeit finden können.

Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Sie durch Ihre Arbeit eine Unzufriedenheit, etwa mit Ihrer familiären oder persönlichen Situation, kompensieren wollen.

Planen Sie Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen, bewusst ein - auch wenn Sie sich erschöpft, müde und lustlos fühlen.

Beispielsweise könnten Sie regelmäßig (!) Aktivitäten einplanen, die ein Ausgleich zu Ihrer Arbeit sind und Sie auf andere Gedanken bringen, etwa ins Kino gehen, Spaziergänge machen, Sport treiben, Konzerte besuchen, etc.

Einwänden wie etwa "Ich habe keine Zeit." "Auch das noch, ich habe ohnehin keine Energie" sollten Sie kein Gehör schenken.

Sie werden durch die Beschäftigung mit Dingen, die Ihnen Spaß machen, Ihre Batterie wieder aufladen und so mit der Zeit mehr Energie gewinnen.

TIPP 3: Setzen Sie sich in Bewegung, d.h. treiben Sie regelmäßig (!) Sport. Körperliche Tätigkeit in Form von Walken, Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen macht den Kopf frei, baut Stress ab und entspannt.

TIPP 4: Arbeiten delegieren können ist wichtig, um einem Burnout vorzubeugen. Wie gehen Sie damit um? Können Sie Arbeiten delegieren und sich so entlasten? Prüfen Sie, welche Arbeiten Sie anderen übertragen können und tun dies.

Das Delegieren ist umso wichtiger für Sie, wenn Sie perfektionistisch veranlagt sind!

TIPP 5: Nehmen Sie sich täglich Zeit für Ruhepausen und Entspannungsübungen in Form von Spazierengehen, Yoga, autogenes Training oder eine Muskelentspannung, wie etwa das Entspannungs-Programm Tiefenentspannung nach Jacobson.

Timeout statt Burnout heißt die Devise!

Planen Sie diese Phasen der Entspannung ebenso in Ihren Tagesablauf ein wie Sie eine berufliche Verpflichtung in Ihrem Terminkalender einplanen.

Geregelte (!) Pausen und ausreichend Zeit für Essen sind Pflicht am Arbeitsplatz - erst recht, wenn man burnout-gefährdet ist oder unter Burnout leidet!

TIPP 6: Suchen und erkennen Sie die Mechanismen der Selbstsabotage. Womit setzen Sie sich immer wieder unter Druck und Stress? Welche Selbstgespräche lassen in Ihnen ständig das Gefühl hochkommen, nicht genug zu tun oder noch mehr tun zu müssen?

Achten Sie auf Selbstgespräche wie: Ich muss immer für andere da sein. Ohne mich geht es nicht. Ich darf keine Fehler machen. Ich darf mir keine Schwäche erlauben. Solche persönlichen Antreiber führen auf Dauer zur Überlastung und einem Burnout.

Wenn Sie Ihre persönlichen Antreiber gefunden haben, setzen Sie sich mit diesen auseinander, hinterfragen und ändern diese.

Wählen Sie also einen anderen Umgang mit diesen inneren Stressoren.

Strategien hierfür finden Sie in meinen Tipps zum Stressabbau.

An diesem Punkt kann es sinnvoll sein, einen externen Berater in Form eines Therapeuten oder Coaches in Anspruch zu nehmen.

Sie bekommen wahrscheinlich nur mit Hilfe einer anderen Person den nötigen Abstand zu sich und Ihren Einstellungen, um Ihre inneren Antreiber in Frage zu stellen.

Auch eine auf Burnout spezialisierte Beratung, etwa beim Fürstenberg Institut, kann Auswege zeigen.

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TIPP 7: Überprüfen Sie Ihr Denken auf unrealistische Erwartungen an sich und andere: Sie können es nicht jedem Recht machen und sind auch nicht für alles und jeden verantwortlich.

Sie werden ab und zu Fehler machen. Andere Menschen können Sie nicht ändern.

Wenn Sie nicht zurückbekommen, was Sie möchten, müssen Sie etwas in Ihrem Leben verändern, damit die Rechnung wieder stimmt.

Wenn der andere enttäuscht oder verärgert ist, weil Sie Ihr Verhalten geändert haben, dann ist das nicht Ihre Schuld.

Wenn er sich auf Ihre Kosten ein schönes Leben macht, brauchen Sie auf seine Gefühle keine Rücksicht zu nehmen.

Sie haben alles getan, ihm gesagt, was Sie sich wünschen, jetzt bleibt für Sie nur noch die Möglichkeit, Ihr eigenes Verhalten zu ändern.


Burnout-Therapie.html

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Wenn Sie sich dafür interessieren, wie man sich behaupten und Nein sagen kann, dann schauen Sie einmal in den Ratgeber zur Stärkung des Selbstbewusstseins.

Für Menschen, die unter dem Helfersyndrom leiden oder nicht Nein sagen können, ist es sehr wichtig, ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Solange ihr Selbstwertgefühl vom Helfen oder der Anerkennung der anderen abhängig ist, solange verstärken Sie die Burnout Symptome.

Wie steht es um Ihr Selbstwertgefühl? Der Selbstwertgefühl-Test gibt Auskunft. Weitere Informationen zum Selbstwertgefühl.

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TIPP 8: Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte bzw. nehmen Sie wieder Kontakt zu Freunden und Bekannten auf. Unternehmen Sie regelmäßig etwas mit diesen.

Gesellige Treffen und Gespräche über nichtberufliche Themen lassen Sie von der Arbeit abschalten. Ein funktionierendes privates Netzwerk in Form realer sozialer Kontakte ist außerordentlich wichtig, wenn man der Burnout-Falle entkommen will.

TIPP 9: Wenn Sie abends nicht abschalten, entspannen und einschlafen können - dann lesen Sie den Psychotipp Abends Entspannung finden und abschalten können


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Sven schreibt am 25.11.2016, 17.48 Uhr

    Habe noch keinen Burnout, aber die Anspannung ist spürbar. Und ich denke, es greift zu kurz, die Ursache beim immerbösen Chef zu suchen. Die wenigsten machen sich offenbar Gedanken, unter welchem Druck DER steht. Wir erleben gerade, wie das Kartenhaus der sozialen Gerechtigkeit per Zwangsaltruismus in sich zusammenfällt: 35 Mio. am Markt Erwerbstätige sollen 80 Mio. Menschen insgesamt in diesem Land finanzieren. Daß das Arbeitsverdichtung bedeuten MUSS und daß die Sklaven im Hamsterrad irgendwann zusammenbrechen, nur damit Alte, Nettosteuerprofiteure, Arbeitsverweigerer und Kranke rundumversorgt sind, ergibt sich zwangsläufig. Wir brauchen einen anderen gesellschaftlichen Weg und vor allem WENIGER Politik. Die vielen Wahlsiege per Versprechen auf Pump kosten uns noch die letzte Kaufkraft ... und wer sich trotz Anstrengung kaum noch etwas leisten kann, ist erst recht schnell am Ende.

  2. Leserkommentar Biggi schreibt am 22.11.2016, 01.13 Uhr

    Es ist seltsam, weil man sich Selbst nicht mehr erkennt. Fünf Schritte zurück gehen, objektiv beobachten und lernen Grenzen zu setzen, damit alles überschaubar wird.

  3. Leserkommentar Bonnie schreibt am 21.10.2016, 19.11 Uhr

    Burnout oder Mobbing? Mein Chef hat ganz eigene Vorstellungen, was die Mitarbeiter leisten sollen, unter anderem auch, was ich leisten soll. Und wenn dann gerade so richtig viel Arbeit da ist, fordert er einen Maßnahmenplan von mir, den ich erst erstellen soll, wie ich mir noch mehr Arbeit schaffe. Ich bin der Meinung, ich leide nicht unter Burn Out, sondern werde von meinem Chef gemobbt. Scheinbar bin ich aber kein Einzelfall, ich kann spontan 5 Kollegen benennen (von ca. 45 insgesamt) die innerhalb der letzten Jahre lange krank waren. Die meisten auf Grund psychischer Probleme, manche sprachen auch offen von Burn Out oder Depression. Ich halte die Entwicklung in unserer Gesellschaft für fatal: Kostendruck und wenig effiziente Prozsee werden auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen. Das unsere Firma auch noch excellente Bewertungen im Netz hat, finde ich entsetzlich. Ich bin nun krank geschrieben und werde mir einen neuen Job suchen. Ich hoffe dort ist es besser!

  4. Leserkommentar Matthias schreibt am 13.10.2016, 19.40 Uhr

    PS: so sehr ich Herrn Merkle und seine Frau schätze, hier muss ich mal widersprechen. Hab mir die Mühe gemacht im letzten halben Jahr, mit angestellten von friseur-, Bäckerei-, gehörgeräteakkustiker ketten und arztpraxen zu sprechen. Unglaublich, was da oft abgeht. Wenn Herr Merkle hier sagt, " nicht ihre Arbeit macht sie krank, sondern ihr Umgang mit ihr", dann ist das für viele der blanke hohn und obendrein schlichtweg falsch. Auch wenn Lebensberatung, Psychotherapie und Esoterik bisher Dienste geleistet haben, wir sind an einem Punkt, den Karl Marx so beschreibt : es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern das Sein, welches ihr Bewusstsein bestimmt.

  5. Leserkommentar Matthias schreibt am 13.10.2016, 18.46 Uhr

    Tja burn out. Warum kommt er ? Leider ist es mir zeitweise so ergangen, dass ich mich von zu intensiv betriebener Therapie habe schlauchen lassen. Nicht ganz unschuldig daran ist unser urvater der modernen positiven Psychotherapie Albert Ellis, der zwar sehr gut ist, aber sehr forsch die Probleme angeht,was in manchen Situationen nach hinten losgeht. Den Stier bei den Hörnern packen ist nicht immer die richtige Wahl.

  6. Leserkommentar U.S. schreibt am 24.08.2016, 09.37 Uhr

    Bin leer, mein Tinnitus wird immer stärker, ich schlafe nur schlecht und bin ständig müde. Mein Kopf fühlt sich an wie Matsch, klare Gedanken fassen fällt mir schwer. Ich habe das Gefühl nichts mehr richtig auf die Reihe zu bekommen. Ganz ehrlich, ich bin nicht selbstmordgefährdet, aber es würde mich derzeit nicht stören tot zu sein und damit endlich frei von dem ganzen Stress, damit raus aus dem Hamsterrad. Ich bin ein absolut modern eingestellter Mensch, aber zurzeit würde ich ein Leben auf einer Alm ohne alles vorziehen. Derzeit macht mir nichts mehr spaß und wenn ich dann mal frei habe, brauche ich die Zeit zum schlafen. Alles zeiht nur noch an mir vorbei ... Aber da ist das Verantwortungsbewusstsein für meine Familie, für die ich sorgen muss, für meine Kinder, denen ich eine gute Ausbildung ermöglichen möchte und das kostet Geld ... Ein Teufelskreis aus dem ich nicht rauskomme und jetzt hier im Büro sitze und heule ... der gestandene Mann, der allen hilft, der Gas gibt wenn andere Hilfe brauchen. ICH BIN LEER

  7. Leserkommentar Lisa schreibt am 01.08.2016, 14.52 Uhr

    Ich fühle mich auch ausgebrannt, schon lange, war auch vor über zwei Jahren bei einer Psychologin, die mich fragte, ob ich mich nicht nur so verhalten würde, um mitleid zu bekommen, weil ich oft einfach ohne richtigen Grund losheule, wenn ich unter Stress gerate. Ich kann das nicht steuern, komme mir selbst total blöd vor, schlimm genug, dass andere das mitbekommen. Danach war ich total fertig. Bin also nicht mehr zu Arzt gegangen, aus Angst, weiter gedemütigt zu werden, hier heißt es immer, so wie überall, man solle sich Hilfe suchen, von Ärzten oder Externen, aber die sind diejenigen, die das alles bei mir noch schlimmer gemacht haben, also versuche ich, ohne Arzt, mit einer besseren Einstellung, einigen Veränderungen und positiven Ereignissen alles hinzukriegen. Ich glaube manchen hilft ein Arzt, aber dann braucht man auch einen, der Helfen will, jeder muss selbst entscheiden, wie er weiterkommt.

  8. Leserkommentar Jay Jay schreibt am 17.07.2016, 00.48 Uhr

    Top Artikel, hilft mir sehr weiter. Tipp an all die Langausgeführten ausgebrannten_ In den meisten Fällen hilft Euch : lasst es Euch ncht gefallen, hört auf bequem zu sein Euch dafür zu quälen, habt Mut und sucht den Job wo ihr so bhandelt werdet wie ihr wollt! Und ja ich bin 45+ und weiß wovon ch rede hab das sebst mehrfach durchgezogen. Und was hält die ausgebrannten Führungskräfte hier ab sich selbstständig zu machen? Ihr seid wertvoll, wer hat je diamenten in eine jauchegrube geschmissen und darauf gewartet das sie zurückfliegen? der beste tag zum ahdneln ist heute:-) Nur Mut, Plan und Tut es:-) Bringt Glück.

  9. Leserkommentar Phuong Vo schreibt am 18.04.2016, 18.17 Uhr

    Ich bin eine von dem Krankheit. Und Danke für die Ratgeber.

  10. Leserkommentar Elisabeth-Kerstin schreibt am 31.03.2016, 00.31 Uhr

    Habe alle Kommentare gelesen und könnte heulen.Mir geht es wie vielen hier...ich bin fast 48 arbeite seit vielen Jahren in der Systemgastronomie... Die letzten 3 Jahre waren der absolute Horror.Die Filialen wurden verkauft,der neue Eigentümer machte jedem,vom kleinen Mitarbeiter bis zum Restaurantleiter das Leben zur Qual.Dann kam der beinahe Bankrott,die Angst den Job zu verlieren war riesig.Aber ich als Leiter musste stark sein und meine Leute motivieren zusammen zu halten und nicht aufzugeben.Heute hab ich so viel Druck,muss für jeden Cent den ich ausgeben muss,3 Fach Rechenschaft ablegen.Personalkosten werden gekürzt,sodass ich täglich 8 Stunden Mitarbeiter ersetze und danach noch mehrere Stunden meiner eigentlichen Arbeit nachgehen.Wochenende und Feierabend gibt es nicht,Gäste erwarten,dass ich am besten 24 Stunden präsent bin.Auch die Schichtführer erwarten,dass ich 24 Stunden erreichbar bin und auch die Geschäftsleitung erwartet 24/7 vom Restaurantleiter. Ich kann nicht mehr,lebe aber in einer Gegend wo Stellen mit meiner Qualifizierung rar sind. Meine Familie hat nichts mehr von mir und ich hab nichts von ihnen,geschweige denn von meinem Leben.

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Leserstimme Luciana schreibt am 8.11.2015

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Facharzt für Psychosomatische Medizin, Wiesbaden

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