Burnout Hilfe und Behandlung

burnout prävention und behandlung

Wenn Sie unter einem Burnoutsyndrom leiden, suchen Sie Hilfe in einer auf Burnout spezialisierten Kurklinik. Bei der Arbeit einen Gang zurückschalten, reicht dann nicht mehr, um der Burnout Falle zu entkommen.

, Psychotherapeut

Bevor wir uns mit der Behandlung von Burnout befassen, möchten Sie vielleicht wissen, ob Sie burnoutgefährdet sind oder ob und wie stark Sie bereits unter einem Burnout-Syndrom leiden.

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Wie sieht die Behandlung eines Burnoutsyndroms aus?

Es gibt keine Standardtherapie für das Ausgebranntsein, da die Entwicklung des Burnout immer eine persönliche (!) Reaktion auf die Anforderungen am Arbeitsplatz ist und somit die Ansatzpunkte für eine Behandlung individuell verschieden sind.

Nicht Ihre Arbeit macht Sie krank, sondern Ihr Umgang mit ihr. Wäre es Ihre Arbeit, die krank macht, müssten alle Menschen, die einer Arbeit wie der Ihrigen nachgehen, einen Burnout bekommen. Dem ist nicht so.

Ihr Burnout ist etwas Gutes!

Körper und Seele wollen Ihnen mit dem Burnout eine letzte und eindringliche Warnung geben: Halt ein. Du bist zu lange einen Weg gegangen, der dir nicht gut tut. Du musst etwas in deinem (Berufs)Leben ändern, jetzt & sofort (!), sonst fährst du deine Gesundheit völlig gegen die Wand.

Nehmen Sie also die Symptome ernst. Betrachten Sie den Burnout als Chance, mit etwas aufzuhören, das Ihnen - und vermutlich Ihrer Familie auch - schadet.

Forschen Sie nach den persönlichen (!) Ursachen für Ihr Ausgebranntsein und beseitigen diese alleine oder mit Hilfe eines Therapeuten oder Coaches.

Wenn Sie einen Psychotherapeuten suchen, dann schauen Sie in die Psychotherapeutensuche: Kassenpsychologen für eine Behandlung.

Im Anfangsstadium eines Burnout-Syndroms können ein paar Coachingstunden ausreichen, um die Ursachen für das Ausgebranntsein zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Im Endstadium eines Burnout bedarf es eines mehrwöchigen stationären Aufenthalts in einer psychosomatischen Kurklinik oder einer auf Burnout spezialisierten Fachklinik.

Der erste und schwierigste Schritt vor einer Burnout Therapie ist der, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht.

Dieser Schritt ist deshalb so schwer, weil die meisten Betroffenen das Eingeständnis, nicht weiterzuwissen und hilflos zu sein, als ein persönliches Versagen und eine Schwäche ansehen.

Gerade Menschen, die perfektionistisch veranlagt und sehr ehrgeizig sind, schmerzt es besonders, sich und anderen eingestehen zu müssen, etwas nicht im Griff zu haben und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

9 Strategien und Hilfen, um einem Burnout vorzubeugen - Tipps für die Burnout Prävention

TIPP 1: Machen Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse Ihrer momentanen Situation. Nehmen Sie ein Blatt Papier zur Hand und teilen es in zwei Spalten.

In der linken Spalte notieren Sie die Beschäftigungen, die Sie ungern machen und für die Sie nichts zurückbekommen.

In der rechten Spalte listen Sie Beschäftigungen auf, die Ihnen Spaß machen und Ihnen eine Befriedigung geben.

Überlegen Sie: Was hat mir früher gutgetan? Was hat mir früher Spaß gemacht?

Am Ende müsste im Augenblick ein krasses Ungleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen zu erkennen sein.

TIPP 2: Überlegen Sie, wie Sie in Zukunft die Nutzenseite verstärken und einen Ausgleich für die Arbeit finden können.

Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn Sie durch Ihre Arbeit eine Unzufriedenheit, etwa mit Ihrer familiären oder persönlichen Situation, kompensieren wollen.

Planen Sie Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen, bewusst ein - auch wenn Sie sich erschöpft, müde und lustlos fühlen.

Beispielsweise könnten Sie regelmäßig (!) Aktivitäten einplanen, die ein Ausgleich zu Ihrer Arbeit sind und Sie auf andere Gedanken bringen, etwa ins Kino gehen, Spaziergänge machen, Sport treiben, Konzerte besuchen, etc.

Einwänden wie etwa "Ich habe keine Zeit." "Auch das noch, ich habe ohnehin keine Energie" sollten Sie kein Gehör schenken.

Sie werden durch die Beschäftigung mit Dingen, die Ihnen Spaß machen, Ihre Batterie wieder aufladen und so mit der Zeit mehr Energie gewinnen.

Ratgeber Gefühle verstehen

TIPP 3: Setzen Sie sich in Bewegung, d.h. treiben Sie regelmäßig (!) Sport. Körperliche Tätigkeit in Form von Walken, Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen macht den Kopf frei, baut Stress ab und entspannt.

TIPP 4: Arbeiten delegieren können ist wichtig, um einem Burnout vorzubeugen. Wie gehen Sie damit um? Können Sie Arbeiten delegieren und sich so entlasten? Prüfen Sie, welche Arbeiten Sie anderen übertragen können und tun dies.

Das Delegieren ist umso wichtiger für Sie, wenn Sie perfektionistisch veranlagt sind!

TIPP 5: Nehmen Sie sich täglich Zeit für Ruhepausen und Entspannungsübungen in Form von Spazierengehen, Yoga, autogenes Training oder eine Muskelentspannung, wie etwa das Entspannungs-Programm Tiefenentspannung nach Jacobson.

Timeout statt Burnout heißt die Devise!

Planen Sie diese Phasen der Entspannung ebenso in Ihren Tagesablauf ein wie Sie eine berufliche Verpflichtung in Ihrem Terminkalender einplanen.

Geregelte (!) Pausen und ausreichend Zeit für Essen sind Pflicht am Arbeitsplatz - erst recht, wenn man burnout-gefährdet ist oder unter Burnout leidet!

TIPP 6: Suchen und erkennen Sie die Mechanismen der Selbstsabotage. Womit setzen Sie sich immer wieder unter Druck und Stress? Welche Selbstgespräche lassen in Ihnen ständig das Gefühl hochkommen, nicht genug zu tun oder noch mehr tun zu müssen?

Achten Sie auf Selbstgespräche wie: Ich muss immer für andere da sein. Ohne mich geht es nicht. Ich darf keine Fehler machen. Ich darf mir keine Schwäche erlauben.

Solche persönlichen Antreiber führen auf Dauer zur Überlastung und einem Burnout.

Wenn Sie Ihre persönlichen Antreiber gefunden haben, setzen Sie sich mit diesen auseinander, hinterfragen und ändern diese.

Wählen Sie also einen anderen Umgang mit diesen inneren Stressoren.

Strategien hierfür finden Sie in meinen Tipps zum Stressabbau.

An diesem Punkt kann es sinnvoll sein, einen externen Berater in Form eines Therapeuten oder Coaches in Anspruch zu nehmen.

Sie bekommen wahrscheinlich nur mit Hilfe einer anderen Person den nötigen Abstand zu sich und Ihren Einstellungen, um Ihre inneren Antreiber in Frage zu stellen.

Auch eine auf Burnout spezialisierte Beratung, etwa beim Fürstenberg Institut, kann Auswege zeigen.

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TIPP 7: Überprüfen Sie Ihr Denken auf unrealistische Erwartungen an sich und andere: Sie können es nicht jedem Recht machen und sind auch nicht für alles und jeden verantwortlich.

Sie werden ab und zu Fehler machen. Andere Menschen können Sie nicht ändern.

Wenn Sie nicht zurückbekommen, was Sie möchten, müssen Sie etwas in Ihrem Leben verändern, damit die Rechnung wieder stimmt.

Wenn der andere enttäuscht oder verärgert ist, weil Sie Ihr Verhalten geändert haben, dann ist das nicht Ihre Schuld.

Wenn er sich auf Ihre Kosten ein schönes Leben macht, brauchen Sie auf seine Gefühle keine Rücksicht zu nehmen.

Sie haben alles getan, ihm gesagt, was Sie sich wünschen, jetzt bleibt für Sie nur noch die Möglichkeit, Ihr eigenes Verhalten zu ändern.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie man sich behaupten und Nein sagen kann, dann schauen Sie einmal in den Ratgeber zur Stärkung des Selbstbewusstseins.

Für Menschen, die unter dem Helfersyndrom leiden oder nicht Nein sagen können, ist es sehr wichtig, ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Solange ihr Selbstwertgefühl vom Helfen oder der Anerkennung der anderen abhängig ist, solange verstärken Sie die Burnout Symptome.

Wie steht es um Ihr Selbstwertgefühl? Der Selbstwertgefühl-Test gibt Auskunft. Weitere Informationen zum Selbstwertgefühl.

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TIPP 8: Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte bzw. nehmen Sie wieder Kontakt zu Freunden und Bekannten auf. Unternehmen Sie regelmäßig etwas mit diesen.

Gesellige Treffen und Gespräche über nichtberufliche Themen lassen Sie von der Arbeit abschalten. Ein funktionierendes privates Netzwerk in Form realer sozialer Kontakte ist außerordentlich wichtig, wenn man der Burnout-Falle entkommen will.

TIPP 9: Wenn Sie abends nicht abschalten, entspannen und einschlafen können - dann lesen Sie den Psychotipp Abends Entspannung finden und abschalten können


Burnout-Therapie.html

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Dr. Rolf Merkle
Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen, besser mit sich und dem Leben klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne und spiele Squash.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben selbstbestimmt & erfüllt zu leben. Denn nur wer mit sich im Reinen ist, kann mit anderen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Hartmut schreibt am 23.08.2019

    Mitte der 80er Jahre ging es mir körperlich und psychisch so schlecht, dass ich von einem Arzt und Psychotherapeuten gerannt bin, und KEINER konnte eine Diagnose stellen. Da wurde nicht einmal von Depressionsverdacht gesprochen!! Nach heutigen Erkenntnissen hatte ich eine Depression und Burn-Out. - Mein Bruder gab mir den wertvollen Tipp eine gewisse buddhistische Meditation konsequent zu praktizieren - das hat mir womöglich das Leben gerettet?! Erst als ich berufsbedingt in Frankfurt/Main arbeitete erkannte ein dort ansässiger Psychotherapeut die Depression... Jetzt versteht man, warum es plötzlich so viele Fälle von Depression und Burn-Out gibt, weil die Symptome veröffentlicht/erkannt wurden! Fazit: Mein Lebensbuch war noch nicht zu Ende!

  2. Leserkommentar Kein Name schreibt am 12.05.2019

    Wieso bezieht sich BurnOut eigentlich hauptsächlich auf das Berufsleben? Zu pflegende Angehörige + Studium, das selbst finanziert sein will, weil man in die falsche Familie geboren wurde, machen einen schon lange vorher kaputt. Und gerade diese Angehörige kann man nicht mit "einer Umstellung der Gewohnheiten" loswerden. Es ist einfach Fakt, dass die eigenen Bedürfnisse keinen Platz haben. Man kann nur auf ein schnelles, ultimatives Ende hoffen.

  3. Leserkommentar Eli schreibt am 23.03.2019

    Ich schlaffe

  4. Leserkommentar Andrea schreibt am 21.02.2019

    Alles schön und gut, nur was macht man, wenn man selbstständig ist, ein Jahrzehnt gekämpft hat und außer der eigenen noch andere Existenzen an dem Betrieb hängen ? Aufhören ist keine Option ... Wenn der Berg an Papier und unerledigter Arbeit Tag für Tag größer wird, weil man sich gerade in diesem Loch befindet, wo man sich nicht aufraffen kann. Wenn man das Gefühl hat, dass einem alles über den Kopf wächst. Der Staat macht es einem mit ständig neuen Regelungen, Vorschriften und Bürokratismus als kleiner Handwerksbetrieb nicht gerade leichter. Wie kommt man raus aus diesem Loch ??? Da gibt es nur den alten Spruch "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott" oder "Augen zu und durch" Wenn ich nur den Schalter zum Umlegen oder den Einschaltknopf finden würde :(

  5. Leserkommentar Ulrike schreibt am 07.08.2018

    Toller Artikel! Ergänzen möchte ich meine Erfahrungen, um aus dem BO-Syndrom wieder auszusteigen und vor allem nicht wieder darin zu landen: Meditation, um innere Ruhe zu erlangen. Achtsamkeitsübungen, um sich selbst bei schädlichem Verhalten besser zu "ertappen" und korrigieren zu können. Täglich körperliche Bewegung, um sich zu spüren und den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Blutanalyse von Vitalstoffen, um Mängel aufzudecken > fast immer fehlen Magnesium (innere Ruhe), B-Vitamine (Nervensystem), Eiweiß (für Dopaminsynthese), oft Eisen (Sauerstoffversorgung), Omega 3-Fettsäuren für den Hirnstoffwechsel.

  6. Leserkommentar Tom schreibt am 22.07.2018

    Was macht man wenn die Partnerin nicht sieht das sie ein BurnOut hat? Sie zieht sich immer mehr zurück trifft keine Freunde mehr. Hört nicht mehr zu und ist der Meinung sie muss nur ein bisschen raus und dann geht es wieder. Nebenbei arbeitet sie aber weiterhin Tag und Nacht. Ich weiß echt nicht mehr weiter. Die Frau die ich liebe zerstört sich gerade selber und ich kann nichts tun...?

  7. Leserkommentar Anita schreibt am 28.03.2018

    Toller Artikel :) . Danke!

  8. Leserkommentar Rena Simolke schreibt am 06.09.2017

    Ich weiß erst seit kurzem, dass es Burnout ist. Mein Körper ist einfach eingeschlafen. Ich muss mich zu fast allem zwingen. Ärgere mit komischen Äußerungen meinen Mann. Er macht mir noch am nächsten Tag Vorwürfe. Helfen denn die Tabletten? Ich möchte wieder unbeschwert und nett sein!

  9. Leserkommentar Klaus Werthelsmann schreibt am 21.06.2017

    Lieber Leser dieser Seite, formal gesehen gibt es keinen Burnout. Was wir damit bezeichnen ist eine Depression. Perfektionismus, Karrierestreben und Arbeitswut sind keine Depressionen sondern simple menschliche Eigenschaften.

  10. Leserkommentar Patrick Baby-Walz Groner schreibt am 07.06.2017

    Hi! Also ich finde man sollte immer bereit sein alles zu geben denn nur so lässt sich alles glätten und bügeln. Ich ziehe es immer vor alles hintenrum zu machen denn nur so kommt man im Leben zu etwas. Herzliche Grüße euer Patrick

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Leserstimme Amazon Kunde 27.3.2019

Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ein Buch so viel bewirken kann. Man sollte sich langsam durcharbeiten. Es ist sehr verständlich geschrieben. Man kann jeder Zeit nach blättern falls man wieder Probleme bekommt. Ich war noch nie von einem Buch so überzeugt wie von diesem Buch. Beide Daumen hoch.

Leserstimme Amazon Leser 19.1.2018

Ich habe dieses Buch von meinem Therapeuten empfohlen bekommen aufgrund der Thematiken Depressionen, Ängste, Perfektionismus und kann nur sagen - ich nenne es meine persönliche Bibel. Ich habe mich so oft in diesem Buch wiedererkannt und das allein hat mir schon weitergeholfen.

Expertenempfehlung

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Dr. med. Kai Born
Facharzt für Psychosomatische Medizin, Wiesbaden

Ich empfehle die Ratgeber aus dem PAL Verlag, weil sie lebenspraktisch und inhaltlich auf den Punkt gebracht sind.

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