Ratgeber Depressionen

Ursachen von Depressionen

Depressive junge Frau

Warum bekommt man eine Depression? Was kann eine Depression auslösen? Darum geht es in diesem Beitrag. Bild © Mitarart - Fotolia.com

Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Bei der Entstehung einer Depression spielen meist mehrere Ursachen eine Rolle.

1. Verluste, Belastungen und Überforderung als Auslöser einer Depression

Schwerwiegende Verlusterlebnisse können sein

Entscheidend für die Entstehung einer Depression ist, wie gut Betroffene seelisch mit Verlusten und Belastungen umgehen können.

Wie gut Betroffene mit Verlusten fertig werden, hängt von deren innerer Widerstandskraft (Resilienz) ab.

Machen Sie den Resilienz Test und schauen, wie es um Ihre Belastbarkeit steht.

Ist die Resilienz gering, dann zerstören Verluste bei vielen Menschen das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit.

Es macht sich in ihnen eine Leere, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit breit.

2. Seelische Verletzbarkeit

Es gibt Persönlichkeitseigenschaften, die es Menschen, die anfällig für Depressionen sind, schwermachen, mit Belastungen und Krisen umzugehen.

Menschen, die zu Depressionen neigen, sind häufig sehr sensibel und empfindsam.

Sie leiden mit anderen, gehen Konflikten und Ärger aus dem Weg, neigen dazu, sehr selbstkritisch zu sein und verurteilen sich für Fehler und Missgeschicke.

Sie sind perfektionistisch und pflichtbewusst veranlagt und fühlen sich für vieles, was passiert, verantwortlich. Die Anerkennung der anderen ist ihnen sehr wichtig.

Sie können deshalb schlecht Nein sagen, fühlen sich dadurch schnell ausgenutzt und als Opfer, wenn die Anerkennung ausbleibt.

Und zu Depressionen veranlagte Menschen haben ein großes Harmoniebedürfnis.

3. Biochemische Veränderungen im Gehirn

Chemische Botenstoffe wie z.B. Serotonin und Noradrenalin, die die Stimmung positiv beeinflussen, sind im Ungleichgewicht.

Es ist jedoch nicht klar, ob diese Veränderungen Ursache oder Folge einer Depression sind!

Im Blut und Urin ist eine hohe Konzentration des Stresshormons Kortisol zu finden.

4. Traumatische (Kindheits-) Erlebnisse und daraus resultierende depressionsfördernde Einstellungen

So kann z.B. eine frühe Verlusterfahrung oder eine Ablehnung durch die Eltern dazu führen, dass Menschen negative Einstellungen zu sich, ihrer Umgebung und dem Leben entwickeln.

Sie zeigen eine hohe Anspruchshaltung oder ein geringes Selbstwertgefühl.

Sie können im elterlichen Umfeld bestimmte Fähigkeiten für den Umgang mit belastenden Erlebnissen und Problemen nicht aufbauen.

Sie entwickeln starke Ängste, verbunden mit Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen.


Depressionen-Ursachen.html

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5. Medikamente

Durch die Einnahme oder das Absetzen von Medikamenten kann eine Depression ausgelöst werden - beispielsweise durch Sexualhormone, Beta-Blocker, Antibiotika, Neuroleptika und Benzodiazepine.

Welche Faktoren genau Ihre Depression ausgelöst haben, ob Sie etwa unter einem Burnout leiden, können Sie wahrscheinlich nur mit einem Therapeuten in einer Psychotherapie herausfinden.

Wichtig zu wissen: Depressionen sind immer ein Signal, dass Sie einen Verlust erlitten haben, über den Sie nicht hinwegkommen.

Es gibt Hilfe - machen Sie davon Gebrauch

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Sie müssen nicht mit einer depressiver Erkrankung leben.

Es gibt Hilfe für Sie, wirkungsvolle Hilfe - auch wenn Sie vielleicht die Hoffnung aufgegeben haben, weil Sie schon viele Jahre an Depressionen leiden.

Ihre Hoffnungslosigkeit ist ein Symptom Ihrer Depression.

Das Gefühl der Hoffnungslosigkeit ist kein (!) Beweis, dass Sie ein hoffnungsloser Fall sind und Ihnen nicht zu helfen ist.


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Sehr wirksam bei der Behandlung von Depressionen ist die kognitive Verhaltenstherapie.

Sie können Ihre Depressionen überwinden und wieder gesund werden.


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Tanja schreibt am 21.01.2017, 07.58 Uhr

    Genau sagen wann es begonnen hat kann ich nicht sagen aber ich denke als mein Mann mich vor 15 Jahren betrog und zudem auch ein KI d aus dieser Beziehung entstand wir selber ha en 6 Kinder und ich fühle mich mit allem alleine gelassen habe das Gefühl niedergemacht zu werden fühlt mich nicht dazu gehörig somit ist mir vieles egal geworden mein Arzt hat bei mir Depressionen und Erschöpfumgszustand festgestellt .meine Familie habe ich das Gefühl nimmt mein Problem nicht ernst so habe ich mich dem gefügt und lebe so weiter da ich mich nicht aufraffen kann einen Therapeuten aufzusuchen. Meine Frage ist das normal .selbst die Medikamente die mir mein doc verschrieben hat nehme ich nicht ich hoffe es geht bald wieder aufwärts.

  2. Leserkommentar Amanda schreibt am 16.01.2017, 17.37 Uhr

    Ich habe studiert, einen 1A-Lebenslauf, war selbstständig und beruflich extrem erfolgreich, hatte ein erfülltes Leben und war glücklich. Seit mein Freund als Quereinsteiger mit mir zusammenarbeitet und wir die Inhalte unserer - zuvor meiner - Tätigkeit / die Leistungen auf ein Kernminimum runtergeschraubt haben (Arbeitszeiten, Dienstreisen und Weiterbildung radikal gekürzt), bleiben die Aufträge aus und ich bin arbeitslos. Ich war allein erfolgreicher als wir beide jetzt zusammen. Er verkraftet das nicht, wenn wir das Rad zurückdrehen und alles wie vorher machen, und das will ich ihm nicht zumuten. Aber ich halte die SItuation auch nicht aus. Ich habe das Gefühl, ich verschwende mein Leben: kein beruflicher Erfolg mehr, kein Lernen, keine Weiterentwicklung, kein Geld, sich nichts leisten können, zuhause rumsitzen und auf ein Wunder warten... Alle meine Ziele, die ich im Leben hatte, muss ich abschreiben. Das ist so bitter. Wofür habe ich studiert? Wofür habe ich mich angestrengt und weiterentwickelt? Das Leben ist so eindimensional geworden. Dauernd derselbe Tagesablauf. Frust.

  3. Leserkommentar Oliver schreibt am 11.01.2017, 06.56 Uhr

    Nach dem Absetzen der Medikamen haben ich wieder Depressionen bekomme.Bin unruhig, habe das Gefühl meine Arbeit nicht mehr zu schaffen,mir fällt es schwer Entscheidungen zu treffen .Ich brauche vielleicht eine Therapie.Ich quäle mich täglich irgendwie durch.

  4. Leserkommentar Bernd schreibt am 07.01.2017, 18.12 Uhr

    Genau vor 2 Jahren bekam ich die Diagnose mittelschwere Depressionen und dazu noch ADHS im Erwachsenenalter.Abtriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit u. v. mehr gehören zu meinem Alltag. Ständig muss man sich von Angehörigen anhören, man ist zu faul, man stellt sich nur an usw., dies nervt zusätzlich. Mittlerweile gelte ich mit 56 als erwerbsunfähig.

  5. Leserkommentar Katrin S. schreibt am 27.12.2016, 20.37 Uhr

    Mein Freund steckt offenbar in der größten Kriese seines Lebens. Er ist seit fast einem Jahr krank(Schulter). Er zieht sich von seinem Umfeld und mir zurück. Lässt keine Hilfe durch mich zu und stellt unsere Beziehung in Frage. Wir führen eine Fernbeziehung und ich komme verbal nicht an ihn heran und er gesteht es sich nicht ein, offenbar depressiv zu sein. Nehme gerne Tipps entgegen!!!

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Tobias R., 48 Jahre aus Frankfurt

Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben. Gottseidank habe ich mich aufgerafft und diesen Ratgeber bestellt.

Rolf Merkle begleitet einen Schritt für Schritt und sehr einfühlsam auf dem Weg aus der Depression.

Schon alleine durch das Lesen ging es mir besser.

Schritt für Schritt aus der Depression

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Dr. med. Kai Born
Facharzt für Psychosomatische Medizin, Wiesbaden

Ich empfehle die Ratgeber aus dem PAL Verlag, weil sie lebenspraktisch und inhaltlich auf den Punkt gebracht sind.

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