Ursachen von Depressionen

Depressive junge Frau

Warum bekommt man eine Depression? Was kann eine Depression auslösen? Darum geht es in diesem Beitrag. Bild © Mitarart - Fotolia.com

, Psychotherapeut

Bei der Entstehung einer Depression spielen meist mehrere Ursachen eine Rolle.

1. Verluste, Belastungen und Überforderung als Auslöser einer Depression

Schwerwiegende Verlusterlebnisse können sein

Entscheidend für die Entstehung einer Depression ist, wie gut Betroffene seelisch mit Verlusten und Belastungen umgehen können.

Wie gut Betroffene mit Verlusten fertig werden, hängt von deren innerer Widerstandskraft (Resilienz) ab.

Machen Sie den Resilienz Test und schauen, wie es um Ihre Belastbarkeit steht.

Ist die Resilienz gering, dann zerstören Verluste bei vielen Menschen das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit.

Es macht sich in ihnen eine Leere, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit breit.

2. Seelische Verletzbarkeit

Es gibt Persönlichkeitseigenschaften, die es Menschen, die anfällig für Depressionen sind, schwermachen, mit Belastungen und Krisen umzugehen.

Menschen, die zu Depressionen neigen, sind häufig sehr sensibel und empfindsam.

Sie leiden mit anderen, gehen Konflikten und Ärger aus dem Weg, neigen dazu, sehr selbstkritisch zu sein und verurteilen sich für Fehler und Missgeschicke.

Sie sind perfektionistisch und pflichtbewusst veranlagt und fühlen sich für vieles, was passiert, verantwortlich. Die Anerkennung der anderen ist ihnen sehr wichtig.

Sie können deshalb schlecht Nein sagen, fühlen sich dadurch schnell ausgenutzt und als Opfer, wenn die Anerkennung ausbleibt.

Und zu Depressionen veranlagte Menschen haben ein großes Harmoniebedürfnis.

3. Biochemische Veränderungen im Gehirn

Chemische Botenstoffe wie z.B. Serotonin und Noradrenalin, die die Stimmung positiv beeinflussen, sind im Ungleichgewicht.

Es ist jedoch nicht klar, ob diese Veränderungen Ursache oder Folge einer Depression sind!

Im Blut und Urin ist eine hohe Konzentration des Stresshormons Kortisol zu finden.

Ratgeber Depressionen

4. Traumatische (Kindheits-) Erlebnisse und daraus resultierende depressionsfördernde Einstellungen

So kann z.B. eine frühe Verlusterfahrung oder eine Ablehnung durch die Eltern dazu führen, dass Menschen negative Einstellungen zu sich, ihrer Umgebung und dem Leben entwickeln.

Sie zeigen eine hohe Anspruchshaltung oder ein geringes Selbstwertgefühl.

Sie können im elterlichen Umfeld bestimmte Fähigkeiten für den Umgang mit belastenden Erlebnissen und Problemen nicht aufbauen.

Sie entwickeln starke Ängste, verbunden mit Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen.


Depressionen-Ursachen.html

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5. Medikamente

Durch die Einnahme oder das Absetzen von Medikamenten kann eine Depression ausgelöst werden - beispielsweise durch Sexualhormone, Beta-Blocker, Antibiotika, Neuroleptika und Benzodiazepine.

Welche Faktoren genau Ihre Depression ausgelöst haben, ob Sie etwa unter einem Burnout leiden, können Sie wahrscheinlich nur mit einem Therapeuten in einer Psychotherapie herausfinden.

Wichtig zu wissen: Depressionen sind immer ein Signal, dass Sie einen Verlust erlitten haben, über den Sie nicht hinwegkommen.

Es gibt Hilfe - machen Sie davon Gebrauch

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Sie müssen nicht mit einer depressiver Erkrankung leben.

Es gibt Hilfe für Sie, wirkungsvolle Hilfe - auch wenn Sie vielleicht die Hoffnung aufgegeben haben, weil Sie schon viele Jahre an Depressionen leiden.

Ihre Hoffnungslosigkeit ist ein Symptom Ihrer Depression.

Das Gefühl der Hoffnungslosigkeit ist kein (!) Beweis, dass Sie ein hoffnungsloser Fall sind und Ihnen nicht zu helfen ist.

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Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben selbstbestimmt & erfüllt zu leben. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Alisa schreibt am 17.01.2018

    Halo leute wollte euch eine frge stellen seid drei monaten bin ich öfters traurig aufgrund partner ehe familijenkonflikte ,seid diesen monaten habe ich öft durchfall verstopfung gehabt und ich weine sehr oft weil mir alles zu viel ist und ich eibfach nicht mehr kann und mancham muss ich mich übergeben ist mir auch passiert (Bauchkrämpfe)ich kann mich auch nicht gut konzentrieren vergesse vieles,obwohl ich ausreichend schlaf habe bin trotzdem ganzen tag müde mein ganzer körper tuht weh rücken beine so als hette ich einen muskelkater,und ich habe mich immer angst auf entwas zu entscheiden manchaml will ich mich trenen von meiner ehe aber ich habe viel angst,angst es zu bereuen,nun zur meiner Frage ich frage mich öfters ob ich unter depressionen leide bitte hilfts mir

  2. Leserkommentar Guenther Haller schreibt am 14.01.2018

    Habe meine Frau verloren,ist am 15.03.2016 verstorben.Kann den Tod meiner Frau nicht verarbeiten.War mit mit meiner Frau 56 Jahre zusammen davon 54 Jahre verheiratet.War beim Neurologen und Psychiater,hat mir leider nicht geholfen und weiß nicht mehr was ich noch tun kann.Leide unter sehr starken Depressionen und brauche Hilfe.

  3. Leserkommentar J schreibt am 10.12.2017

    Was machen andere anders? Warum ruiniert diese Krankheit mich und mein Leben. Ich liebe das Leben nur es scheint mich zu hassen sonst würde es, dass alles nicht mit mir anstellen. Ich bin für jeglichen Rat dankbar. Ich würde mich nicht als Suizid gefährdet einstufen, dass würde ich mich gar nicht trauen. Und trotzdem sind Gedanken dazu da obwohl es gegen meine Werte geht. Wie krank ist das bitte? Ich bin ein Kopfmensch, denke

  4. Leserkommentar J schreibt am 10.12.2017

    Andere Glücklich machen ist so einfach, warum jedoch sich selbst nicht? Ich lege keinen großen Wert auf Materielles, sondern fokussiere mich auf die kleinen Dinge im Leben und sehe vieles was andere Menschen übersehen. Für eine stationäre Behandlung fühle ich mich viel zu fit und ich bin auch glücklich. Zusätzlich könnte ich auch nicht gehen, da ich Job und Wohnung verlieren würde. Eigentlich. Wenn diese Phasen der grundlosen Hoffnungslosigkeit nicht kommen und bleiben würden. Ich habe Träume und Visionen und kann diese nicht so wie ich gerne möchte nachgehen. Diese sind nicht hochgesteckt oder unerreichbar. Ich verstehe mich selbst einfach nicht und mein Leben ist teilweise die Hölle ohne dass ich nachvollziehen kann warum überhaupt.

  5. Leserkommentar J schreibt am 10.12.2017

    Ich leide bereits seitdem ich selbstständig denken kann an Depressionen. Mit Mitte 20 bereits seit über zehn Jahren. Drehe mich im Kreis, bin eigentlich glücklich hatte eine tolle und hinterfrage viel, was ich selbst allerdings als stärke ansehe, da ich kritisch Nachfrage und wirklich verstehen möchte. Ich hasse diese Gefühllosigkeit, Hilfslosigkeit, dass scheinbar niemand wirklich helfen kann, selbst ich mir selbst nicht. Die Welt ist so toll und gleichzeitig schottet es mich ab. Kindheit, habe einen Job der mir Spaß macht und trotzdem kämpfe ich jeden Tag ums Überleben und gegen mich selber. Wenn ich selbst nicht in Selbstzweifel verfalle habe ich körperliche Beschwerden die mich mein Leben nicht lebenswert erscheinen lassen. Trotz Medikation und Therapie weiß ich nicht mehr was ich noch ändern und tun soll damit ich einfach ganz normal glücklich und ein zufriedenes Leben führen kann.

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Rolf Merkle begleitet einen Schritt für Schritt und sehr einfühlsam auf dem Weg aus der Depression.

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Dr. med. Kai Born
Facharzt für Psychosomatische Medizin, Wiesbaden

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