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Scham

Haben Sie als Kind auch von Ihren Eltern öfters gehört: "Schäm dich", wenn Sie sich daneben benommen haben?

Schamgefühle entstehen, wenn wir etwas tun oder tun wollen, das wir als Schwäche, einen Fehler oder Makel bewerten und dies als peinlich und anstößig empfinden.

Wir haben Angst abgelehnt oder verurteilt zu werden. Was wir als peinlich bewerten, hängt von unserer ganz persönlichen Sichtweise ab.

Kommen Schamgefühle über uns, dann steigt uns die sprichwörtliche Schamröte ins Gesicht, man senkt den Blick und man würde am liebsten im Boden versinken oder unsichtbar werden.

Man fühlt sich bloßgestellt und schämt sich für das Erröten, weil man es als Schwäche ansieht.

Es gibt kaum etwas, für das wir uns nicht schämen können.

Wir können uns auch schämen, dass wir in unseren Augen

Und wir können uns für unsere Herkunft oder ethnische Zugehörigkeit schämen.

Ja, wir können uns sogar für andere schämen, wenn diese etwas tun, das wir für peinlich und beschämend halten. Man spricht dann von Fremdschämen.

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Schamempfinden Partnerschaft Sexualität

Besonders in Bezug auf das sexuelle Verhalten und Nacktheit haben viele Menschen Schamgefühle.

So schämen sich z.B. manche Menschen, wenn sie bei der Selbstbefriedigung ertappt werden, wenn andere sie nackt sehen oder bei etwas erschwischt werden, das sie für anstößig halten.

Schamgefühle können auch verhindern, dass wir uns in Gegenwart des Partners selbst befriedigen oder bei offener Klotür urinieren.

Manche Menschen schämen sich ihrem Partner gegenüber für ihr Aussehen und haben deshalb Probleme, sich nackt zu zeigen oder haben Angst, Nähe zuzulassen.

In einer Beziehung oder Partnerschaft akzeptieren beide Partner die Grenzen und Schamgefühle des anderen.

Sie machen sich nicht lustig über ihn und fordern auch nicht, dass er sich ändern muss.

Manchmal ist ein Partner dem anderen zuliebe auch bereit, die eigene Schamgrenze zu überspringen - aus Liebe und nicht infolge von Druck.

Was tun bei starken Schamgefühlen?

Wir können unsere Schamgrenzen verschieben, d.h. lernen, uns nicht mehr für etwas zu schämen.

Dies gelingt dann, wenn wir etwas, das wir vorher als peinlich und beschämend ansahen, nicht mehr als peinlich und demütigend ansehen.

Ob etwas peinlich ist oder nicht, ist nämlich eine Frage der Bewertung und diese können wir ändern.

TIPP: Haben Sie Selbstmitgefühl

Selbstmitgefühl haben, heißt, Verständnis haben für seine Fehler, Missgeschicke und Schwächen.

Statt sich dafür zu verurteilen, dass Sie sich schämen, reden Sie sich selbst gut zu, etwa in der Art: Kein Grund, dich dafür zu schämen. Du bist nicht perfekt. Du hast, wie jeder Mensch, Fehler und Schwächen. Du bist o.k., auch wenn du dich daneben benommen oder versagt hast.

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Autor des Beitrags:

Psychotherapeut
Dr. Rolf Merkle

Rolf Merkle

Dr. Rolf Merkle ist Experte für:

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