Rücksicht - Rücksichtslosigkeit

Unter Rücksicht oder Rücksichtnahme verstehen wir, dass uns die Bedürfnisse eines anderen Menschen bewusst sind und wir ihn deshalb wohlwollend behandeln. Wir verzichten freiwillig auf die Umsetzung (eines Teils) unserer Wünsche.

Beispielsweise nehmen wir Rücksicht auf Kinder, alte oder behinderte Menschen, auf Nachbarn, Kollegen, Mitspieler oder unseren Partner. Neben der Rücksicht auf Menschen können wir auch Rücksicht auf die Natur nehmen.

Rücksichtslosigkeit bedeutet hingegen, dass wir nur an unsere Interessen und deren Durchsetzung denken. Rücksichtslosigkeit wird oft mit Kaltherzigkeit und Gefühlslosigkeit gleichgesetzt.

Auf andere Rücksicht zu nehmen, erlernen wir in unserer Kindheit. Dabei sind uns unsere Eltern zum Beispiel ein Vorbild. Zum anderen vermitteln sie uns auch, wann man Rücksicht auf andere nimmt.

Dies fängt z.B. damit an, dass es abwarten muss, bis man ausgeredet hat, oder am Tisch sitzen bleibt, bis alle gegessen haben.

Um Rücksicht nehmen zu können, benötigen wir die Fähigkeit, uns in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Situation zu verstehen.

Manchmal ist im Umgang mit anderen gar nicht so klar, wer Rücksicht benötigt bzw. wann wir Rücksicht nehmen sollten. Es gibt in unserer Gesellschaft nämlich keine klaren Regeln dazu.

Eine allgemein akzeptierte Regel ist die, dass die Stärkeren auf die Schwachen Rücksicht nehmen sollten.

Nur selten führt rücksichtsloses Verhalten jedoch zu einer staatlichen Strafe (z.B. wenn wir Giftstoffe in die Natur werfen oder die Nachbarn mit Lärm belästigen).

Diejenigen, die wir ihrer Meinung nach rücksichtslos behandeln, lassen uns das gewöhnlich aber sehr wohl merken. Sie reagieren ärgerlich, sind sauer oder verletzt.

Den Vorwurf „Du bist rücksichtslos“ nutzen wir manchmal auch, um Mitmenschen oder unseren Partner zu manipulieren, indem wir diesen durch eine solche Bemerkung Schuldgefühle machen und diese so bewegen wollen, das zu tun, was wir möchten.

D.h. aus rein egoistischen Gründen machen wir den Vorwurf der Rücksichtslosigkeit.

Es gibt einerseits skrupellose Menschen, die keine Rücksicht nehmen, andererseits aber auch Menschen, die zu viel Rücksicht nehmen.

Sie sind immer nur für andere da und vernachlässigen dadurch ihre eigenen Bedürfnisse, d.h. kommen selbst zu kurz.

Ihre Uneigennützigkeit hat oft Unzufriedenheit zu Folge und das Gefühl, ausgenutzt zu werden.

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Autorin des Beitrags:

Psychotherapeutin
Dr. Doris Wolf

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Dr. Doris Wolf ist Expertin für:

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