Selbstwirksamkeit

Die Selbstwirksamkeitserwartung ist eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Leben. Sie ist erlernt. Deshalb können wir trainieren uns mehr zuzutrauen.

Selbstwirksamkeit

Unter Selbstwirksamkeit verstehen wir die Einstellung, die wir zu der Wirksamkeit unseres Handelns haben. Das Vertrauen in die eigene Stärke und das eigene Leistungsvermögen, ist ein wichtiges Merkmal der Resilienz.

Menschen mit niedriger Selbstwirksamkeitserwartung sind der Überzeugung, dass sie mit ihren Fähigkeiten und ihrem Verhalten nicht viel bewegen können. Sie glauben, dass ihr Leben eher vom Schicksal, anderen Personen oder äußeren Umständen bestimmt wird als von ihnen selbst. Sie fühlen sich eher als Opfer und hadern deshalb mit dem Schicksal.

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung glauben, dass sie durch ihr Handeln etwas bewirken und schwierige Situationen bewältigen können.

Die Selbstwirksamkeitserwartung ist ein gewisser Optimismus, eine positive geistige Haltung in Bezug auf die Möglichkeiten, mit Problemen, Niederlagen und Krisen umgehen zu können. Man ist optimistisch, den Anforderungen und Herausforderungen gewachsen zu sein und diese meistern zu können. Dieser Optimismus wirkt wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Einfluss der Selbstwirksamkeit auf unser Leben

Die Selbstwirksamkeitserwartung hat einen großen Einfluss auf unsere Gefühle, unser Verhalten und unseren Lebenserfolg. Wenn wir überzeugt sind, Einfluss auf uns und unser Leben zu haben, dann reagieren wir weniger ängstlich, verlieren seltener die Hoffnung und zeigen größeres Durchhaltevermögen. Wir trauen uns mehr zu, haben eine größere Ausdauer und erreichen deshalb mehr als Menschen mit geringer Selbstwirksamkeitserwartung.

Man muss daran glauben, dass man gewinnen kann.
Verena Bentele

Verena Bentele ist Sportlerin. Sie hat 12 Goldmedaillen bei den Paralympischen Spielen gewonnen. Sie ist von Geburt an blind.

Menschen mit geringer Erwartung an ihre Selbstwirksamkeit geben schnell bei Problemen, Niederlagen oder Rückschlägen auf, da sie überzeugt sind, hilflos zu sein. Oder sie wagen sich erst gar nicht an Aufgaben und Herausforderungen heran, weil sie sich nichts zutrauen. Da sie sich nicht zutrauen, etwas bewirken zu können, fühlen sie sich häufig hilflos und sind depressiv.

Der Überzeugung, etwas bewirken zu können, kann erlernt werden

Unsere Selbstwirksamkeitserwartung ist erlernt.

Sie zeigt sich in Einstellungen wie:

  • "Ich habe Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten."
  • "Ich kann die auf mich zukommenden Probleme bewältigen."
  • "Wenn ich mich bemühe, werde ich die vor mir stehenden Probleme lösen."
  • "Ich kann das, ich schaffe das".

Gestärkt wird unsere Selbstwirksamkeitserwartung dadurch, dass

  • wir erfahren, schwierige Situationen meistern zu können.
  • wir Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung beobachten, die wir uns als Vorbild nehmen. Solche Menschen sind oft Kämpfernaturen, die in ihrem Leben mit Schicksalsschlägen fertig werden mussten.
  • andere an uns glauben und von uns nur so viel erwarten, wie wir leisten können.
  • wir lernen, unsere Gefühle zu beeinflussen
  • wir uns eine optimistische Sichtweise aneignen
  • wir uns die Einstellung aneignen: Geht nicht, gibt´s nicht.
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