Ratgeber Selbstvertrauen

Wie deine Körperhaltung deine Gefühle beeinflusst

frau langweilt sich

Körper und Seele bilden eine Einheit. Das bedeutet, dass sie sich gegenseitig beeinflussen. In diesem Experiment erfährst du, wie du Gefühle ändern kannst, indem du deine Körperhaltung änderst. Bild © vladimirfloyd - Fotolia.com

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

So führst du das Experiment durch:

Setze dich so hin, als wärst du total gelangweilt und müde. Nimm eine gelangweilte Körperhaltung ein, setze einen gelangweilten Gesichtsausdruck auf, atme, als wärst du völlig müde und gelangweilt.

Und nun setze dich so hin, als wärst du voller Energie, total konzentriert, völlig wach und voller Neugierde.

Nimm die Körperhaltung eines total energiegeladenen Menschen ein.

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Welche Selbsterkenntnis hast du gewonnen?

Wie hast du dich gefühlt, als du eine total gelangweilte Körpersprache eingenommen hast? Vermutlich gelangweilt, richtig?

Und wie hast du dich gefühlt, als du eine energiegeladene Körperhaltung eingenommen hast? Du hast dich energiegeladen gefühlt, richtig?

Durch eine Änderung deiner Körpersprache kannst du dein körperliches und seelisches Befinden von einer Sekunde zur anderen verändern.

Du fühlst dich gelangweilt, wenn du eine gelangweilte Körperhaltung einnimmst.

Du fühlst dich energiegeladen, wenn du die Körperhaltung eines vor Energie strotzenden Menschen einnimmst.

Du ekelst dich, wenn du einen Gesichtsausdruck machst, als ob du dich ekeln würdest.

Welche Bedeutung hat diese Selbsterkenntnis für deinen Alltag?

Wenn du dich so bewegst und verhältst, als wärst du selbstsicher und voller Selbstvertrauen, dann fühlst du dich auch so.

Wenn du die Körperhaltung eines selbstbewussten Menschen einnimmst (aufrechte Haltung, Schultern zurück, Blick nach vorne), dann fühlst du dich selbstsicherer.

Mach folgendes: Lehne dich lässig in einem Stuhl zurück, falte die Hände hinter dem Kopf und lächle. Wie fühlst du dich? Selbstbewusst, überlegen, richtig?

Wenn du dich wie jemand bewegst, der voller Energie und Begeisterung ist, dann verspürst du diese Energie und Begeisterung.

Deine Körperhaltung hat einen Einfluss auf deine Gefühle.

Wenn du deprimiert und traurig bist, dann nimmst du automatisch eine deprimierte Körperhaltung ein (dein Kopf und dein Blick sind gesenkt, die Schultern hängen schlaff nach vorne, deine Mimik ist eher ausdruckslos, usw).

Wenn du deine Stimmung ändern willst, wenn du dich optimistischer und positiver fühlen willst, dann musst du nur die Körperhaltung eines positiv gestimmten Menschen einnehmen.

Lächle, straffe deine Schultern, richte deinen Blick nach vorne, steh gerade und aufrecht.

Probier es aus und du wirst überrascht sein, wie einfach und schnell du negative Gefühle vertreiben kannst, wenn du deine Körpersprache änderst.

Wenn du mehrere Stunden am Tag dein Smartphone nutzst, dann kann sich das negativ auf deine Gefühle auswirken. Schau dir den Beitrag über die Gefahren der intensiven Nutzung von Smartphones an.

Wenn du lächelst, dann geht es dir augenblicklich besser. Wenn du eine traurige Miene aufsetzst, dann fühlst du dich traurig.

Probier einmal folgendes aus: wenn ein Kind weint, dann sag ihm, es soll dir in die Augen schauen. Um dir in die Augen zu schauen, wird es den Kopf zu dir aufrichten, d.h. nach oben schauen.

Du wirst feststellen, dass das Kind augenblicklich mit dem Weinen aufhört.

Gut zu wissen: Man kann nicht weinen und traurig sein, wenn man die Kopfhaltung eines zuversichtlichen Menschen einnimmt.

Kopf hoch! Das wird wieder.

Dieser Rat, den wir anderen geben, wenn diese deprimiert und verzweifelt sind, ist nicht nur eine verbale Aufmunterung.

Beherzigen wir den Rat wortwörtlich, dann geht es uns alleine dadurch besser, dass wir den Kopf heben, statt bedrückt auf den Boden zu schauen.

In Amerika gibt es eine Klinik für depressive Menschen, in denen diese eine Halskrause tragen, die sie zwingt, geradeaus zu schauen, statt auf den Boden (depressive Menschen schauen meist bedrückt nach unten).

Alleine dadurch hebt sich die Stimmung der Betroffenen.

Charles M. Schulz lässt in seiner Comicserie seinen Helden Charlie Brown an einer Stelle sagen:

Wenn du depressiv bist, dann macht es einen großen Unterschied, wie du dastehst. Das Schlimmste, was du tun kannst, ist aufrecht zu stehen und den Kopf hochzuhalten, weil dann fühlst du dich sofort besser.

Wenn du deine Depression so richtig genießen willst, dann musst du Schultern und Kopf nach vorne hängen lassen.

Mann nimmt selbstbewusste Körpersprache ein

Nutze deine Körpersprache, um deine Gefühle in bestimmten Situationen zu beeinflussen. Es funktioniert und ist so einfach.

Wenn du vor einem wichtigen Gespräch - etwa einem Bewerbungsgespräch - stehst, wenn du einen Vortrag halten sollst, dann nimm kurz davor die Haltung eines selbstsicheren Menschen ein.

Danach wirst du selbstbewusster in das Gespräch gehen.

Ein weiterer Psychotipp zum Thema Körpersprache

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Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Jutta Lüddemann schreibt am 11.06.2016, 08.07 Uhr

    Stimmt,auch ich schaue meistens nach unten.Nur wen es mir gut geht strahl ich es auch aus.Das wurde mir jetzt sehr bewusst

  2. Leserkommentar Marita schreibt am 05.05.2016, 13.57 Uhr

    Es ist nicht immer leicht,meine Gefühle in die richtigen Bahnen zu lenken,sprich zu mir.Wenn man es denn doch geschafft hat,von Ich unheimlich dankbar,das ich diese Erfahrung gemacht hab.

  3. Leserkommentar Klaus schreibt am 13.03.2016, 12.06 Uhr

    Ich habe es probiert. Bei mir funktioniert es teilweise. Von Depressiv auf Optimistisch umschalten zu können, ist wohl etwas vermessen. Sehr wohl kann es unterstützend wirken, wenn man sich seiner Körperhaltung bewußt ist und sanft korrigiert. Körperliches Training wie Muskelaufbau oder Gymnastik helfen auch ungemein, eine gesunde Körperspannung aufzubauen.

  4. Leserkommentar NoName schreibt am 24.02.2016, 15.15 Uhr

    Schon mal überlegt, dass Depressionen was Gutes haben und vielleicht garnicht selbstbewusst und überlegen sein will. Ich tue alles dafür niemanden nah sein zu wollen. Und das ist auch gut so!

  5. Leserkommentar Stefanie schreibt am 13.02.2016, 20.44 Uhr

    Ich habe schon immer damit zu kämpfen dass Leute denken ich sei traurig wenn ich ganz normal gucke und mich normal fühle.. oft genug wird mir gesagt ich solle lächeln.. aber man hat einfach auch nicht immer lust zu lächeln.. wie kann ich es schaffen das nicht jeder immer denkt ich würde traurig gucken??

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Leserstimme Luciana schreibt am 8.11.2015

Ich habe nie gedacht, dass ein Buch mein Leben so positiv ändern könnte. Dank des Buchs "Gefühle verstehen, Probleme bewältigen" kann ich heute mein Leben positiv und glücklich gestalten.

Das wichtigste für mich ist zu wissen, dass ich selber meine negativen Gefühle losbekommen kann. Diese ist die Botschaft, die mein Leben geändert hat.

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