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Warum vergeht die Liebe zum Partner?

liebe die verblasst

Wenn wir zu Beginn einer Beziehung über beide Ohren verliebt sind, können wir uns nicht vorstellen, dass unsere Liebesgefühle jemals nachlassen.

Wir sind uns der Liebe unseres Partners 1000%ig sicher. Dennoch trennt sich etwa die Hälfte der Paare.

Warum? Was lässt die Liebesgefühle abkühlen oder gar sterben? Bild © puckillustrations - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Liebesgefühle sind flüchtige Gefährten. Sie benötigen Aufmerksamkeit und Pflege, um dauerhaft lebendig zu bleiben.

Nur am Anfang scheinen sie sich ganz automatisch einzustellen und von alleine zu gedeihen.

Wie kommt es, dass wir irgendwann keine Liebe mehr für unseren Partner empfinden? Wer stellt den Fluss unserer Liebesgefühle ab?

Insbesondere dann, wenn wir gerade vom Partner verlassen werden, quält uns die Frage: „Warum liebt mich mein Partner nicht mehr?“

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Wie Liebesgefühle verblassen

Bevor wir uns anschauen, warum unsere Liebe erkaltet, müssen wir kurz einen Blick darauf werfen, wie sie entsteht.

Liebesgefühle entstehen in uns, wenn unser Partner sich so verhält, wie wir es uns wünschen.

Er gibt uns etwas, wonach wir uns sehnen. Manchmal entstehen Liebesgefühle auch, wenn wir nur davon träumen, dass unser Partner uns eines Tages geben wird, was wir uns ersehnen.

Nur wenn wir unseren Partner positiv sehen, kommen die Liebesgefühle zum Sprudeln.

Wir fühlen uns dann wohl in seiner Nähe, fühlen uns geliebt und vollkommen.

Umgekehrt kann ein anderer Mensch uns nicht dazu bringen, uns in ihn zu verlieben, wenn wir nicht dazu bereit sind.

Entlieben ist gewöhnlich ein Prozess, der sich über Wochen, Monate oder Jahre hinzieht.

Viele unterschiedliche Ursachen können dazu führen, dass die Liebe nachlässt oder ganz versiegt.

Ratgeber Gefühle verstehen

Ursachen, die dazu führen, dass unsere Liebesgefühle abnehmen.

Falsche Partnerwahl: Die Partner passen nicht zusammen.

Ein Mensch, der vollkommen anders ist, als wir selbst es sind, kann am Anfang einer Beziehung für sehr attraktiv erscheinen.

Wir bewundern ihn z.B. dafür, dass er immer etwas zu erzählen hat, immer selbstbewusst seine Meinung vertritt oder zurückhaltend und ruhig ist.

Leben wir mit einem solchen Menschen zusammen, kann die Bewunderung in Ablehnung umschlagen.

Wir sehen ihn plötzlich als geschwätzig, rücksichtslos oder langweilig - obwohl er sich nicht verändert hat.

Außerdem versuchen wir am Anfang einer Beziehung unserem Partner gegenüber gewöhnlich, uns besser bzw. anders darzustellen, als wir es in Wirklichkeit sind.

Wir tun alles, um ihm zu gefallen. Wir tun Dinge, nur um mit ihm zusammen zu sein, auch wenn sie uns keinen Spaß machen.

Mit der Zeit stellen wir dann fest, dass unser Partner in vielen Punkten anders tickt, als wir den Eindruck hatten.

Falsche Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft

Wir beginnen eine Partnerschaft mit der Vorstellung, dass unser Verliebtsein und die sexuelle Anziehungskraft von alleine am Leben bleiben.

Lassen sie nach, dann glauben wir, nicht den richtigen Partner gewählt zu haben.

Verliebtsein und Liebe sind jedoch ganz unterschiedliche Gefühle!

Verliebtsein ist ein vorübergehendes Hochgefühl, das entsteht, weil wir den Partner idealisieren, nur seine positiven Seiten sehen und ihn gewöhnlich als sexuell anziehend empfinden.

Liebe hingegen ist ein eher stilles Gefühl, das sich darin zeigt, dass wir unseren Partner mit Stärken und Schwächen akzeptieren und ihn unterstützen.

Einer der beiden Partner oder beide verändern sich.

Im Laufe der Partnerschaft werden wir mit Veränderungen konfrontiert.

Z.B. verändert sich unser Körper, beginnen wir unsere Berufstätigkeit, wechseln wir die Stelle, werden arbeitslos, machen Schulden, heiraten, bekommen ein Kind, das Kind geht aus dem Haus, gehen wir in Rente, ein Familienmitglied erkrankt oder unsere Eltern sterben.

Dies bedeutet, dass wir selbst und unser Partner uns immer wieder aufs Neue auf veränderte Situationen einstellen müssen.

Krisen haben immer Auswirkungen auf unsere Gefühle und unser Verhalten.

Wir sind gereizt, ungerecht und vorwurfsvoll unserem Partner gegenüber.

Vielleicht nutzen wir auch Tabletten, übermäßiges Essen oder Alkohohl, weil wir so die Krise besser ertragen können.

So kann es natürlich auch zu Konflikten mit dem Partner kommen.

Die Pflege der Partnerschaft wird vernachlässigt.

Nach Ende der Verliebtheitsphase werden andere Bereiche als unser Partner wichtiger für uns.

Wir kümmern uns um unsere Karriere, bauen ein Haus, bekommen ein Kind, investieren Zeit in unser Hobby, usw.

Viele Partner übersehen dabei, dass auch unsere Partnerschaft der Pflege bedarf.

Wir müssen uns Zeit für unseren Partner nehmen, ihn an unseren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen, über Enttäuschungen sprechen und uns für seine interessieren.

Wir müssen Liebes-Rituale entwickeln, in denen wir mit unserem Partner gemeinsam etwas tun und erleben.

Es gibt keine gemeinsamen Ziele mehr.

Eine gute Partnerschaft ist wie ein Team, bei dem beide Teammitglieder gemeinsame Ziele verfolgen.

Wenn beide Partner dieselben Ziele anstreben, dann trägt dies zum Zusammenhalt der Partnerschaft bei.

Wir können uns gegenseitig motivieren, unterstützen und Fortschritte feiern.

Allerdings können unvorgesehene Hürden auch Anlass für Konflikte sein.

Ändert ein Partner z.B. seine Wertvorstellungen, Bedürfnisse und Ziele, gibt es nichts Verbindendes mehr.

Unrealistische Erwartungen an den Partner

Manche Menschen beginnen die Partnerschaft mit der Hoffnung, dass ihr Partner sich in dem einen oder anderen Punkt ändert bzw. dass sie ihn ändern können.

Veränderungen sind zwar prinzipiell jederzeit möglich, aber eine Partnerschaft sollte nicht auf einer solchen Basis aufgebaut werden.

Es sollte so sein, dass man den Partner grundsätzlich so akzeptiert, wie er ist - wenngleich man manches an ihm lieber anders haben möchte.

In dem Augenblick, in dem man von ihm fordert, sich zu ändern, fühlt er sich nicht geliebt und unter Druck gesetzt.

Es kommt zu Streitereien und vielleicht auch dazu, dass er uns ablehnt.

Ein Partner ist nicht in der Lage zu lieben.

Manche Eigenheiten und Verhaltensmuster unseres Partners, die unserer Liebe im Weg stehen, entdecken wir erst im Laufe der Partnerschaft.

So genießen wir es am Anfang unserer Partnerschaft z.B., von unserem Partner mit Aufmerksamkeiten und Komplimenten überschüttet zu werden.

Doch mit der Zeit stellt sich heraus, dass sich dahinter ganz andere Motive als die Liebe für uns verbergen: Z.B. hat unser Partner ein geringes Selbstwertgefühl und klammert.

Er schränkt unser Leben ein und kontrolliert uns. Richten wir uns nicht nach seinen Forderungen, wird er möglicherweise aggressiv.

Liebe ist ein Duett. Schwindet sie bei einem, verstummt das Lied.Adelbert von Camisso

Vielleicht entdecken wir mit der Zeit auch, dass unser Partner nur mit uns zusammen ist, weil er Angst vor Einsamkeit hat.

Oder unser Partner hat Angst vor Nähe und einer engen Bindung. Deshalb spricht er nicht über seine Gefühle und geht Konflikten aus dem Weg.

Oder unser Partner hat eine negative Lebenseinstellung, verachtet andere Menschen und tyrannisiert sie.

So werden wir zum Opfer seiner Verbitterung.

Unser Partner ist abhängig von Suchtmitteln oder leidet unter einer anderen Form von Sucht (z.B. Spielsucht, Sexsucht).

Seine Gedanken und sein Verhalten kreisen um seine Sucht und nicht um uns und unsere Partnerschaft.

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Was tun, wenn unsere Liebe nachlässt?

Wenn Sie spüren, dass Ihre Liebe für Ihren Partner nachlässt, dann sollten Sie sich als Allererstes einige Fragen stellen:

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner. Ziehen Sie mit ihm gemeinsam Bilanz.

Suchen Sie mit ihm nach Möglichkeiten, wieder mehr Zufriedenheit in ihrer Partnerschaft zu verspüren.

Vielleicht können Sie das Ruder herumreißen und ihre Partnerschaft in eine neue Richtung lenken.

Schauen Sie meinen Beitrag 12 Dinge, die glückliche Paare nicht tun an.

Auch ein Besuch der Seite Das 1x1 der Liebe könnte für Sie ein Gewinn sein.


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Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.

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  1. Leserkommentar Petra schreibt am 07.08.2016, 15.49 Uhr

    Liebe

  2. Leserkommentar Annika schreibt am 02.08.2016, 09.49 Uhr

    Liebe Frau Wolf. Ich wollte Sie nur wissen lassen, dass mir ihre Texte zu vielen verschiedenen Themen sehr geholfen haben, ich war seit langem nicht mehr mit mir im Einklang , die Texte und Ihre verständnisvollen Worte haben mich wieder gestärkt und mir neues Vertrauen geschenkt. Danke

  3. Leserkommentar Tom1961 schreibt am 07.12.2015, 11.25 Uhr

    Phuu was soll ich als Mann jetzt dazu schreiben????? Das was Du von dir schreibst Claudia, lässt für mich im ersten Moment nicht erkennen woran das lieben könnte. Du schreibst Du bist gut aussehend und der Thematik Sexualität offen zugewandt. Auch das Dein Mann "eigentlich" ein ganz netter Kerl ist. Ich habe dieses Thema einmal so ähnlich erlebt, jedoch ist bei uns alles eingeschlafen, weshalb ich statt fremdgehen die Flucht in Bildbände und Internet wählte. Bei uns war bis vor einigen Monaten das Thema, dass wir nie offen über unsere Bedürfnisse gesprochen haben. Was gefällt mir, was gefällt meiner Partnerin. Was sind absolute no goes und womit kommt sinnliche Stimmung auf. Ich weiß nicht, ob Du und Dein Mann schon einmal ganz offen darüber gesprochen habt, warum und weshalb es ihn immer wieder dorthin treibt. Ich habe von meiner Partnerin zwischenzeitlich erfahren, dass es sie verletzt hat, als sie mitbekam, dass ich Bildbände anschaute und auch Frauen im Internet. Sie dachte immer ich würde Sie mit diesen Frauen vergleichen oder fände diese Frauen viel atratkiver als Sie. Das war es aber nicht. Für mich war es nur überhaupt mal wieder Frauen sehen zu können. Ich hatte Sie zu keinem Zeitpunkt verglichen. Zwischenzeitlich hat sich mein Verhalten in dieser Hinsicht verändert und ich brauche das nicht mehr, weil ich weiß, dass das nichts bringt und mir meine Partnerin viel lieber ist. Rückwirkend betrachtet, war es bei mir zum Schluss irgendwie, wie eine Sucht. Wie gesagt, ich habe für mich festgesteltt dass das für mich nicht die Erfüllung birngt, wie die Frau in meinen Armen zu halten, die ich auch liebe. Dass die Liebe, Sehnsucht zu einem Partner einmal einschlafen kann ist im Laufe der Zeit, (bei mir sind es jetzt 35 jahre die ich meine Frau kenne) bei vielen Paaren so. Jede Ehe, Partnerschaft und Beziehung benötigt eine gewisse Pflege und eine gewisse Bereitschaft den Partner so zu akzeptieren wie er ist. Du solltest Deinen Partner vieleicht einmal darauf ansprechen - wenn du es noch nicht getan hast - welche Gefühle es bei Dir bewirkt und dass es Dich traurig macht und auch verletztend ist. Nur im Gespräch könnt ihr Beide letztlich klären, was es für Euch beide bedeutet. LG Tom

  4. Leserkommentar Claudia schreibt am 15.11.2015, 08.39 Uhr

    Mein Mann schaut sich Bilder von nackten Frauen an (Bildbände, Internet ) wir hatten schon riesenzoff Ich selbst bin gutaussehend und beim Sex offen für alles Wir schlafen auch miteinander Trotzdem hat er die Dinger im Schrank stehen und das Gleitmittel ... Ansonsten ist er ein netter Kerl , solange das Gespräch nicht auf seine Vorliebe für diese Bilder kommt ... Ist das normal dass Männer das so sehr mögen ? Andere gehen fremd, da müsste ich doch froh sein dass er nur schaut Er würde sich eher scheiden lassen als das aufzugeben Wir haben eine 12jöhrige Tochter

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