Warum vergeht die Liebe zum Partner?

liebe die verblasst

Wenn wir zu Beginn einer Beziehung über beide Ohren verliebt sind, können wir uns nicht vorstellen, dass unsere Liebesgefühle jemals nachlassen.

Wir sind uns der Liebe unseres Partners 1000%ig sicher. Dennoch trennt sich etwa die Hälfte der Paare.

Warum? Was lässt die Liebesgefühle abkühlen oder gar sterben? Bild © puckillustrations - Fotolia.com

, Psychotherapeutin

Liebesgefühle sind flüchtige Gefährten. Sie benötigen Aufmerksamkeit und Pflege, um dauerhaft lebendig zu bleiben.

Nur am Anfang scheinen sie sich ganz automatisch einzustellen und von alleine zu gedeihen.

Wie kommt es, dass wir irgendwann keine Liebe mehr für unseren Partner empfinden? Wer stellt den Fluss unserer Liebesgefühle ab?

Insbesondere dann, wenn wir gerade vom Partner verlassen werden, quält uns die Frage: „Warum liebt mich mein Partner nicht mehr?“

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Wie Liebesgefühle verblassen

Bevor wir uns anschauen, warum unsere Liebe erkaltet, müssen wir kurz einen Blick darauf werfen, wie sie entsteht.

Liebesgefühle entstehen in uns, wenn unser Partner sich so verhält, wie wir es uns wünschen.

Er gibt uns etwas, wonach wir uns sehnen. Manchmal entstehen Liebesgefühle auch, wenn wir nur davon träumen, dass unser Partner uns eines Tages geben wird, was wir uns ersehnen.

Nur wenn wir unseren Partner positiv sehen, kommen die Liebesgefühle zum Sprudeln.

Wir fühlen uns dann wohl in seiner Nähe, fühlen uns geliebt und vollkommen.

Umgekehrt kann ein anderer Mensch uns nicht dazu bringen, uns in ihn zu verlieben, wenn wir nicht dazu bereit sind.

Entlieben ist gewöhnlich ein Prozess, der sich über Wochen, Monate oder Jahre hinzieht.

Viele unterschiedliche Ursachen können dazu führen, dass die Liebe nachlässt oder ganz versiegt.

Ratgeber Gefühle verstehen

Ursachen, die dazu führen, dass unsere Liebesgefühle abnehmen.

Falsche Partnerwahl: Die Partner passen nicht zusammen.

Ein Mensch, der vollkommen anders ist, als wir selbst es sind, kann am Anfang einer Beziehung für sehr attraktiv erscheinen.

Wir bewundern ihn z.B. dafür, dass er immer etwas zu erzählen hat, immer selbstbewusst seine Meinung vertritt oder zurückhaltend und ruhig ist.

Leben wir mit einem solchen Menschen zusammen, kann die Bewunderung in Ablehnung umschlagen.

Wir sehen ihn plötzlich als geschwätzig, rücksichtslos oder langweilig - obwohl er sich nicht verändert hat.

Außerdem versuchen wir am Anfang einer Beziehung unserem Partner gegenüber gewöhnlich, uns besser bzw. anders darzustellen, als wir es in Wirklichkeit sind.

Wir tun alles, um ihm zu gefallen. Wir tun Dinge, nur um mit ihm zusammen zu sein, auch wenn sie uns keinen Spaß machen.

Mit der Zeit stellen wir dann fest, dass unser Partner in vielen Punkten anders tickt, als wir den Eindruck hatten.

Falsche Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft

Wir beginnen eine Partnerschaft mit der Vorstellung, dass unser Verliebtsein und die sexuelle Anziehungskraft von alleine am Leben bleiben.

Lassen sie nach, dann glauben wir, nicht den richtigen Partner gewählt zu haben.

Verliebtsein und Liebe sind jedoch ganz unterschiedliche Gefühle!

Verliebtsein ist ein vorübergehendes Hochgefühl, das entsteht, weil wir den Partner idealisieren, nur seine positiven Seiten sehen und ihn gewöhnlich als sexuell anziehend empfinden.

Liebe hingegen ist ein eher stilles Gefühl, das sich darin zeigt, dass wir unseren Partner mit Stärken und Schwächen akzeptieren und ihn unterstützen.

Einer der beiden Partner oder beide verändern sich.

Im Laufe der Partnerschaft werden wir mit Veränderungen konfrontiert.

Z.B. verändert sich unser Körper, beginnen wir unsere Berufstätigkeit, wechseln wir die Stelle, werden arbeitslos, machen Schulden, heiraten, bekommen ein Kind, das Kind geht aus dem Haus, gehen wir in Rente, ein Familienmitglied erkrankt oder unsere Eltern sterben.

Dies bedeutet, dass wir selbst und unser Partner uns immer wieder aufs Neue auf veränderte Situationen einstellen müssen.

Krisen haben immer Auswirkungen auf unsere Gefühle und unser Verhalten.

Wir sind gereizt, ungerecht und vorwurfsvoll unserem Partner gegenüber.

Vielleicht nutzen wir auch Tabletten, übermäßiges Essen oder Alkohohl, weil wir so die Krise besser ertragen können.

So kann es natürlich auch zu Konflikten mit dem Partner kommen.

Die Pflege der Partnerschaft wird vernachlässigt.

Nach Ende der Verliebtheitsphase werden andere Bereiche als unser Partner wichtiger für uns.

Wir kümmern uns um unsere Karriere, bauen ein Haus, bekommen ein Kind, investieren Zeit in unser Hobby, usw.

Viele Partner übersehen dabei, dass auch unsere Partnerschaft der Pflege bedarf.

Wir müssen uns Zeit für unseren Partner nehmen, ihn an unseren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen, über Enttäuschungen sprechen und uns für seine interessieren.

Wir müssen Liebes Rituale entwickeln, in denen wir mit unserem Partner gemeinsam etwas tun und erleben.

Es gibt keine gemeinsamen Ziele mehr.

Eine gute Partnerschaft ist wie ein Team, bei dem beide Teammitglieder gemeinsame Ziele verfolgen.

Wenn beide Partner dieselben Ziele anstreben, dann trägt dies zum Zusammenhalt der Partnerschaft bei.

Wir können uns gegenseitig motivieren, unterstützen und Fortschritte feiern.

Allerdings können unvorgesehene Hürden auch Anlass für Konflikte sein.

Ändert ein Partner z.B. seine Wertvorstellungen, Bedürfnisse und Ziele, gibt es nichts Verbindendes mehr.

Unrealistische Erwartungen an den Partner

Manche Menschen beginnen die Partnerschaft mit der Hoffnung, dass ihr Partner sich in dem einen oder anderen Punkt ändert bzw. dass sie ihn ändern können.

Veränderungen sind zwar prinzipiell jederzeit möglich, aber eine Partnerschaft sollte nicht auf einer solchen Basis aufgebaut werden.

Es sollte so sein, dass man den Partner grundsätzlich so akzeptiert, wie er ist - wenngleich man manches an ihm lieber anders haben möchte.

In dem Augenblick, in dem man von ihm fordert, sich zu ändern, fühlt er sich nicht geliebt und unter Druck gesetzt.

Es kommt zu Streitereien und vielleicht auch dazu, dass er uns ablehnt.

Ein Partner ist nicht in der Lage zu lieben.

Manche Eigenheiten und Verhaltensmuster unseres Partners, die unserer Liebe im Weg stehen, entdecken wir erst im Laufe der Partnerschaft.

So genießen wir es am Anfang unserer Partnerschaft z.B., von unserem Partner mit Aufmerksamkeiten und Komplimenten überschüttet zu werden.

Doch mit der Zeit stellt sich heraus, dass sich dahinter ganz andere Motive als die Liebe für uns verbergen: Z.B. hat unser Partner ein geringes Selbstwertgefühl und klammert.

Er schränkt unser Leben ein und kontrolliert uns. Richten wir uns nicht nach seinen Forderungen, wird er möglicherweise aggressiv.

Liebe ist ein Duett. Schwindet sie bei einem, verstummt das Lied.Adelbert von Camisso

Vielleicht entdecken wir mit der Zeit auch, dass unser Partner nur mit uns zusammen ist, weil er Angst vor Einsamkeit hat.

Oder unser Partner hat Angst vor Nähe und einer engen Bindung. Deshalb spricht er nicht über seine Gefühle und geht Konflikten aus dem Weg.

Oder unser Partner hat eine negative Lebenseinstellung, verachtet andere Menschen und tyrannisiert sie.

So werden wir zum Opfer seiner Verbitterung.

Unser Partner ist abhängig von Suchtmitteln oder leidet unter einer anderen Form von Sucht (z.B. Spielsucht, Sexsucht).

Seine Gedanken und sein Verhalten kreisen um seine Sucht und nicht um uns und unsere Partnerschaft.

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Was tun, wenn unsere Liebe nachlässt?

Wenn Sie spüren, dass Ihre Liebe für Ihren Partner nachlässt, dann sollten Sie sich als Allererstes einige Fragen stellen:

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner. Ziehen Sie mit ihm gemeinsam Bilanz.

Suchen Sie mit ihm nach Möglichkeiten, wieder mehr Zufriedenheit in ihrer Partnerschaft zu verspüren.

Vielleicht können Sie das Ruder herumreißen und Ihre Partnerschaft in eine neue Richtung lenken.

Schauen Sie meinen Beitrag 12 Dinge, die glückliche Paare nicht tun an.

Auch ein Besuch der Seite Das 1x1 der Liebe und mein Beitrag über Liebe könnte für Sie ein Gewinn sein.

Lassen Sie sich inspierieren mit Zitate über die Liebe


warum-liebe-vergeht.html

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen bei der Bewältigung persönlicher Probleme. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, der Meditation, dem Jin Shin Jyutsu und dem Backen von leckeren Kuchen & Gebäck.

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  1. Leserkommentar Sonne schreibt am 03.10.2018

    Liebe Isabella, tun sie es!!! Gehen Sie! Es gibt immer einen Weg. Suchen sie den Ihren. Sie schaffen das. Denn Sie haben schon unendlich viel geschafft, waren stark für ihre Kinder. Seien sie jetzt auch stark für sich selbst und ihre Kinder. Sie haben das Recht ein glückliches Leben zu führen. Alles Liebe!

  2. Leserkommentar Isabella schreibt am 13.09.2018

    Bin seit 15 Jahren verheiratet, haben 2 Kinder. Wie es auch in anderen Familien ergeht, haben wir in den letzten 4 Jahren viele Schicksalschläge erlebt. Die meisten auf der Seite meines Mannes. 2 Selbstmorde und engstehende Krebserkrankte. Mein Mann hat das alles sehr sehr mitgenommen und anstatt zu reden, sich immer mehr zurück gezogen. Noch dazu kommt der Druck in seiner anspruchsvollen verantwortungsvollen Arbeit. Mein Fehler war es leider, aufgrund der umgebenen Umstände seine Laune aufzufangen und die Kinder davor zu schützen. Leider wurde ich und auch die Kinder oftmals in einem lauten und respektlosen Ton behandelt, der sich durchgezogen hat. Nun kann ich aber dies schwer vergessen und verarbeiten, weil es mich sehr verletzt hat, da der Ton, obwohl man schon x-mal darüber geredet hat, immer wieder in einer Weise durchkommt. Man denkt sehr viel darüber nach und wiegt positives und negatives. Aber eigentlich will man aus diesen Sumpf mal raus, was leider nicht so einfach ist.

  3. Leserkommentar Enie schreibt am 11.08.2018

    Ich heiratete sehr spät.. mit 34 Jahren meinen besten Freund. Nun nach 4 Jahren Ehe, 5 1/2 Jahre Beziehung, drei Fehlgeburten und einer traumhaften Tochter von 3monaten, finde ich keine Freude mehr wenn ich ihn sehe.. er ist immer mehr fauler geworden, so das ich langsam dir Mutterrolle übernommen habe. Auch die Art wie er mich behandelt (Haushälterin wo er mal rüberrutschen kann nur wenn er Lust hat) lässt mich nach und nach die Gefühle für ihn verlieren.. und das schmerzt. Ich war so verliebt vor 6jahren.. (bei ihn hatte es schon Jahre vorher gefunkt)aber es bröckelt von Tag zu Tag. Und heute weiß ich es nicht mehr. Ich sehe meine Tochter und sie ist alles was ich habe. Wie könnte ich ihren Vater verlassen, so das sie vaterlos aufwächst?! Er ist kein schlechter Mensch.. aber ich wollte einen Partner und kein großes Kind. Nun ist mit der kleinen natürlich auch Arbeit verbunden die ich nicht missen will (bin gerne mama), aber dadurch wächst mir das nun doch zu Kopf auch für ihn die mama spielen zu müssen. Er ist keine wirkliche Hilfe bei unserer Tochter.. er ist immer fauler geworden und zockt nur noch die ps4 ..

  4. Leserkommentar Johanna schreibt am 26.06.2018

    61 Jahre verheiratetMein Mann hatte viele Beziehungen habe es immer zur Kenntnis genommenJetzt im Alter taucht wieder eine Beziehung auf, seit dem läßt Liebe täglich nach .Kein liebes Wort, keine Umarmung.Jetzt ist die Liebe fast ganz verschwunden .Es tut schrecklich weh,wegen einer jüngeren Frau nur noch Mittel zum Zweck zu sein.

  5. Leserkommentar Sabine schreibt am 26.06.2018

    Ich bin grad an einem Punkt wo ich merke das es nicht der Partner ist mit dem. Ich alt werden möchte... Also auf eine Art und Weise fühle ich das sich alles verändert hat... Ich kann nicht sagen ob ich mich verändert hat.. Ob er es war oder ob sich einfach die rosa rote Brille scharf gestellt hat. Ich finde keinen Weg das gespräch zu suchen oder es überhaupt zu wollen... Ich fühle mich als wenn wir zusammen den gleichen Weg gegangen sind und sich irgendwann die Wege getrennt haben... Und nun trifft wir beide so weit auseinander... Es tut irgendwie sehr weh... Ich bin so ratlos... Anfang war es so toll und ich fühlte nach 2 gescheiterten Ehen endlich liebe Verständnis zusammenhält und Glück... Alles war so toll und ich wollte diese Beziehung mehr denn je... Aber nun will ich immer mehr allein sein... Meide seine Nähe.. Ist nicht so das gar keine Gefühle da sind.. Aber ich denke es reicht nicht mehr für eine gemeinsame Zukunft...

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Dr. Reinhold Hohler
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