Warum vergeht die Liebe zum Partner?

Warum vergeht die Liebe in vielen Partnerschaften? Was lässt Liebesgefühle erkalten? Was tun, um die Liebe am Leben zu erhalten? Hilfreiche Tipps erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum vergeht die Liebe zum Partner?
© Andriyko Poldinyk, unsplash.com

Wenn wir zu Beginn einer Beziehung über beide Ohren verliebt sind, können wir uns nicht vorstellen, dass unsere Liebesgefühle jemals nachlassen. Wir sind uns der Liebe unseres Partners tausendprozentig sicher. Dennoch trennt sich etwa die Hälfte der Paare. Warum? Was lässt die Liebesgefühle abkühlen oder gar sterben?

Liebesgefühle sind flüchtige Gefährten. Sie benötigen Aufmerksamkeit und Pflege, um dauerhaft lebendig zu bleiben. Nur am Anfang scheinen sie sich ganz automatisch einzustellen und von alleine zu gedeihen. Wie kommt es, dass wir irgendwann keine Liebe mehr für unseren Partner empfinden? Wer stellt den Fluss unserer Liebesgefühle ab? Insbesondere dann, wenn wir gerade vom Partner verlassen werden, quält uns die Frage: "Warum liebt mich mein Partner nicht mehr?"

Wie Liebesgefühle verblassen

Bevor wir uns anschauen, warum unsere Liebe erkaltet, müssen wir kurz einen Blick darauf werfen, wie sie entsteht. Liebesgefühle entstehen in uns, wenn unser Partner sich so verhält, wie wir es uns wünschen. Er gibt uns etwas, wonach wir uns sehnen. Manchmal entstehen Liebesgefühle auch, wenn wir nur davon träumen, dass unser Partner uns eines Tages geben wird, was wir uns ersehnen. Nur wenn wir unseren Partner positiv sehen, kommen die Liebesgefühle zum Sprudeln. Wir fühlen uns dann wohl in seiner Nähe, fühlen uns geliebt und vollkommen.

Umgekehrt kann ein anderer Mensch uns nicht dazu bringen, uns in ihn zu verlieben, wenn wir nicht dazu bereit sind. Entlieben ist gewöhnlich ein Prozess, der sich über Wochen, Monate oder Jahre hinzieht. Viele unterschiedliche Ursachen können dazu führen, dass die Liebe nachlässt oder ganz versiegt.

Ursachen, die dazu führen, dass unsere Liebesgefühle abnehmen.

Falsche Partnerwahl: Die Partner passen nicht zusammen.

Ein Mensch, der vollkommen anders ist, als wir selbst es sind, kann am Anfang einer Beziehung für sehr attraktiv erscheinen. Wir bewundern ihn z. B. dafür, dass er immer etwas zu erzählen hat, immer selbstbewusst seine Meinung vertritt oder zurückhaltend und ruhig ist. Leben wir mit einem solchen Menschen zusammen, kann die Bewunderung in Ablehnung umschlagen.

Wir sehen ihn plötzlich als geschwätzig, rücksichtslos oder langweilig – obwohl er sich nicht verändert hat. Außerdem versuchen wir am Anfang einer Beziehung unserem Partner gegenüber gewöhnlich, uns besser bzw. anders darzustellen, als wir es in Wirklichkeit sind. Wir tun alles, um ihm zu gefallen. Wir tun Dinge, nur um mit ihm zusammen zu sein, auch wenn sie uns keinen Spaß machen. Mit der Zeit stellen wir dann fest, dass unser Partner in vielen Punkten anders tickt, als wir den Eindruck hatten.

Falsche Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft

Wir beginnen eine Partnerschaft mit der Vorstellung, dass unser Verliebtsein und die sexuelle Anziehungskraft von alleine am Leben bleiben. Lassen sie nach, dann glauben wir, nicht den richtigen Partner gewählt zu haben. Verliebtsein und Liebe sind jedoch ganz unterschiedliche Gefühle! Verliebtsein ist ein vorübergehendes Hochgefühl, das entsteht, weil wir den Partner idealisieren, nur seine positiven Seiten sehen und ihn gewöhnlich als sexuell anziehend empfinden. Liebe hingegen ist ein eher stilles Gefühl, das sich darin zeigt, dass wir unseren Partner mit Stärken und Schwächen akzeptieren und ihn unterstützen.

Einer der beiden Partner oder beide verändern sich.

Im Laufe der Partnerschaft werden wir mit Veränderungen konfrontiert. So verändert sich unser Körper, beginnen wir unsere Berufstätigkeit, wechseln wir die Stelle, werden arbeitslos, machen Schulden, heiraten, bekommen ein Kind, das Kind geht aus dem Haus, gehen wir in Rente, ein Familienmitglied erkrankt oder unsere Eltern sterben. Dies bedeutet, dass wir selbst und unser Partner uns immer wieder aufs Neue auf veränderte Situationen einstellen müssen.

Krisen haben immer Auswirkungen auf unsere Gefühle und unser Verhalten. Wir sind gereizt, ungerecht und vorwurfsvoll unserem Partner gegenüber. Vielleicht nutzen wir auch Tabletten, übermäßiges Essen oder Alkohohl, weil wir so die Krise besser ertragen können. So kann es natürlich auch zu Konflikten mit dem Partner kommen.

Die Pflege der Partnerschaft wird vernachlässigt.

Nach Ende der Verliebtheitsphase werden andere Bereiche als unser Partner wichtiger für uns. Wir kümmern uns um unsere Karriere, bauen ein Haus, bekommen ein Kind, investieren Zeit in unser Hobby usw. Viele Partner übersehen dabei, dass auch unsere Partnerschaft der Pflege bedarf. Wir müssen uns Zeit für unseren Partner nehmen, ihn an unseren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen, über Enttäuschungen sprechen und uns für seine interessieren. Wir müssen Liebes Rituale entwickeln, in denen wir mit unserem Partner gemeinsam etwas tun und erleben.

Es gibt keine gemeinsamen Ziele mehr.

Eine gute Partnerschaft ist wie ein Team, bei dem beide Teammitglieder gemeinsame Ziele verfolgen. Wenn beide Partner dieselben Ziele anstreben, dann trägt dies zum Zusammenhalt der Partnerschaft bei. Wir können uns gegenseitig motivieren, unterstützen und Fortschritte feiern. Allerdings können unvorgesehene Hürden auch Anlass für Konflikte sein. Ändert ein Partner z. B. seine Wertvorstellungen, Bedürfnisse und Ziele, gibt es nichts Verbindendes mehr.

Unrealistische Erwartungen an den Partner

Manche Menschen beginnen die Partnerschaft mit der Hoffnung, dass ihr Partner sich in dem einen oder anderen Punkt ändert bzw. dass sie ihn ändern können. Veränderungen sind zwar prinzipiell jederzeit möglich, aber eine Partnerschaft sollte nicht auf einer solchen Basis aufgebaut werden. Es sollte so sein, dass man den Partner grundsätzlich so akzeptiert, wie er ist – wenngleich man manches an ihm lieber anders haben möchte. In dem Augenblick, in dem man von ihm fordert, sich zu ändern, fühlt er sich nicht geliebt und unter Druck gesetzt. Es kommt zu Streitereien und vielleicht auch dazu, dass er uns ablehnt.

Ein Partner ist nicht in der Lage zu lieben.

Manche Eigenheiten und Verhaltensmuster unseres Partners, die unserer Liebe im Weg stehen, entdecken wir erst im Laufe der Partnerschaft. So genießen wir es am Anfang unserer Partnerschaft z. B., von unserem Partner mit Aufmerksamkeiten und Komplimenten überschüttet zu werden. Doch mit der Zeit stellt sich heraus, dass sich dahinter ganz andere Motive als die Liebe für uns verbergen: So hat unser Partner ein geringes Selbstwertgefühl und klammert. Er schränkt unser Leben ein und kontrolliert uns. Richten wir uns nicht nach seinen Forderungen, wird er möglicherweise aggressiv.

Liebe ist ein Duett. Schwindet sie bei einem, verstummt das Lied.
Adelbert von Chamisso

Vielleicht entdecken wir mit der Zeit auch, dass unser Partner nur mit uns zusammen ist, weil er Angst vor Einsamkeit hat. Oder unser Partner hat Angst vor Nähe und einer engen Bindung. Deshalb spricht er nicht über seine Gefühle und geht Konflikten aus dem Weg. Oder unser Partner hat eine negative Lebenseinstellung, verachtet andere Menschen und tyrannisiert sie. So werden wir zum Opfer seiner Verbitterung. Unser Partner ist abhängig von Suchtmitteln oder leidet unter einer anderen Form von Sucht (z. B. Spielsucht, Sexsucht). Seine Gedanken und sein Verhalten kreisen um seine Sucht und nicht um uns und unsere Partnerschaft.

Was tun, wenn unsere Liebe nachlässt?

Wenn Sie spüren, dass Ihre Liebe für Ihren Partner nachlässt, dann sollten Sie sich als Allererstes einige Fragen stellen:

  • Was hat sich verändert in unserer Partnerschaft?
  • An welcher Stelle habe ich meine Liebe verloren?
  • Was fehlt mir? Was brauche ich, um wieder mehr Liebe zu empfinden? Mangelt es z. B. an Liebesbeweisen?
  • Dabei sollten Sie auch nicht vergessen, danach zu suchen, was noch klappt.
  • Welche Bedürfnisse werden noch erfüllt?
  • Welche Stärken und positiven Seiten hat mein Partner?
  • Wo gibt es noch Gemeinsamkeiten zwischen ihm und mir?

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Partner. Ziehen Sie mit ihm gemeinsam Bilanz. Suchen Sie mit ihm nach Möglichkeiten, wieder mehr Zufriedenheit in ihrer Partnerschaft zu verspüren. Vielleicht können Sie das Ruder herumreißen und Ihre Partnerschaft in eine neue Richtung lenken. Schauen Sie meinen Beitrag 12 Dinge, die glückliche Paare nicht tun an. Auch ein Besuch der Seite Das 1x1 der Liebe und mein Beitrag über Liebe könnte für Sie ein Gewinn sein. Lassen Sie sich inspierieren mit Zitate über die Liebe

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*~CoCoNuTeLLa~* schreibt am 25.02.2020

Bedingungslose Liebe heißt auch nicht, dass man alles mit sich machen lässt. Keineswegs. Bedingungslose Liebe schließt Selbstliebe ein und diese wiederum führt dazu, dass man sich selbst respektiert, sich von schädlichen Einflüssen abgrenzt und gegebenenfalls sich von einer ungesunden Partnerschaft löst, um sich selbst zu schützen. Das ist kein Widerspruch zurbedingungslosen Liebe.Und die bedingungslose Liebe ist auch das, was Jesus uns gelehrt hat und diese gilt es zu lernen und zu leben – und zwar auf Dauer und nicht nur in guten Zeiten.

*~CoCoNuTeLLa~* schreibt am 25.02.2020

Und trotz bedingungsloser Liebe kann es sein, dass eine Partnerschaft endet. Letzteres verfolgt ja immer bestimmte (wenn vielleicht auch unausgesprochene) Zwecke und Ziele –selbst wenn sie selbstlos sind und einer höheren Sinn haben, denn es gibt ja immer einen Grund, warum sich zwei Menschen zusammentun. Wenn diesbezüglich keine Gemeinsamkeiten mehr da sind, wird die Partnerschaft früher oder später enden, da es keinen gemeinsamen Weg mehr gibt und somit die Partnerschaft keinen Sinn mehr macht. Lieben die Partner bedingungslos, werden diese auch mit einer „Trennung“ kein Problem haben, da bedingungslose Liebe keinen Trennungsschmerz kennt und das Ende der Institution Partnerschaft nicht das Ende der bedingungslosen Liebe bedeutet – sonst ist es auch keine bedingungslose Liebe. Die Ex-Partner werden sich also weiterhin lieben wie auch alles andere. Zwar hat die bedingungslose Liebe wie die menschliche Liebe bestimmte Merkmale, ist jedoch an keine äußeren Bedingungen geknüpft.

*~CoCoNuTeLLa~* schreibt am 25.02.2020

Die bedingungslose Liebe ist auch die einzige wahre Liebe, ich habe diese tatsächlich schon einige Male gespürt. Bevor vielleicht Missverständnisse auftauchen, möchte ich eines klarstellen: Bedingungslose Liebe heißt nicht bedingungslose Liebesbeziehung oder Partnerschaft. Bedingungslose Liebe ist nicht auf eine Person oder romantische Beziehung beschränkt, sondern universal. Also entweder liebt man alle(s) oder gar nichts (wirklich). Und für diese allumfassende Liebe braucht es keine Partnerschaft, obwohl man diese natürlich auch in der Partnerschaft leben kann und man diese Liebe in einer Zweierbeziehung in ihrer schönsten Form zum Ausdruck bringen kann.

*~CoCoNuTeLLa~* schreibt am 25.02.2020

Die bedingungslose Liebe ist ein Patentrezept und kann jedes noch so schwere Problem transformieren und somit auflösen, selbst scheinbar unheilbare Krankheiten. Diese Liebe zu lernen und dauerhaft zu leben, ist tatsächlich die größte Herausforderung in unserem Leben und der Grund, weswegen wir auf der Erde sind. Es gibt auch eine Anleitung, um dies zu lernen, einfach „puramaryam“ googeln, alles auf dieser Seite ist kostenlos und für jeden frei zugänglich. Allerdings bin ich mir sicher, dass man die bedingungslose Liebe auch ohne Anleitung lernen kann.

Bert schreibt am 24.10.2019

Tochter. Leider vertippt.

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 Wie Liebesgefühle verblassen
 Ursachen, die dazu führen, dass unsere Liebesgefühle abnehmen.
 Was tun, wenn unsere Liebe nachlässt?
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