Wege aus der Einsamkeit

Einsamkeit ist schmerzhaft und schwer zu ertragen. Warum fühlt man sich einsam und wie kann man die innere Leere überwinden?

Wege aus der Einsamkeit
© Sasha Freemind, unsplash.com

Zwölf Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich einsam, ungeliebt, alleingelassen, ausgeschlossen, ungeliebt, nicht verstanden, verloren, vereinsamt und vom Leben abgeschnitten. Was ist die Ursache von Einsamkeit und wie kann man die innere Leere füllen & die Einsamkeit überwinden? Die Angst, einsam und alleine zu sein und keine Freunde zu haben, kommt für viele Menschen gleich hinter der Angst vor einer Krankheit und der Angst, seine Arbeitsstelle zu verlieren.

Beim Gedanken an das Alter geben rund die Hälfte aller Menschen an, sie haben Angst vor der Einsamkeit im Alter. Ein Leben in Einsamkeit erleben viele Menschen schmerzhafter als eine körperliche Erkrankung. Die Einsamkeit wird meist von körperlichen und seelischen Beschwerden begleitet.

Warum fühlen sich in einer Zeit, in der wir per Email und SMS in wenigen Sekunden mit anderen kommunizieren können, in der wir über das Handy jederzeit erreichbar sind und andere erreichen können, uns auf sozialen Plattformen und in Foren zu jeder Tages- und Nachtzeit mit anderen austauschen können, immer mehr Menschen einsam und sozial isoliert? Warum verhungern Menschen seelisch, haben Angst vor Einsamkeit und empfinden eine unstillbare Sehnsucht nach emotionaler Nähe, Geborgenheit und Beziehungen?

Wie Einsamkeitsgefühle entstehen

Viele Menschen verwechseln Einsamkeit mit Singlesein oder Alleinsein. Sie glauben, dass sie sich zwangsläufig einsam fühlen müssen, wenn sie keinen Partner haben. Doch dem ist nicht so.

Sicher haben Sie auch schon einmal erlebt, dass Sie sich im Kreise vieler Menschen einsam und ausgeschlossen gefühlt haben. Andererseits haben Sie sich sicher auch schon einmal danach gesehnt, allein mit sich zu sein und die Ruhe zu genießen. Ob wir uns einsam fühlen oder nicht, hängt also nicht so sehr davon ab, ob wir Single sind, sondern von unserer inneren Einstellung.

Single-sein muss nicht Einsamkeit bedeuten. Alleinsein kann je nach innerer Einstellung als wohltuend oder als bestrafend erlebt werden!

Von Einsamkeit sprechen wir dann, wenn wir das Alleinsein oder Zusammensein mit anderen als Ausgeschlossensein und Verlassensein erleben.

Eine Patientin beschreibt ihre Einsamkeit so: "Ich sitze bei Freunden, bei Menschen, die mich lieben und schätzen und die mir das auch immer wieder sagen, aber ich fühle mich trotzdem einsam in deren Gegenwart. Ich fühle mich so einsam und alleine. Ich fühle mich von aller Welt verlassen. Woher kommt diese Einsamkeit? Das zieht mich richtig runter, dass ich nichts dagegen tun kann. Zuhause, wenn ich alleine bin, habe ich das Gefühl als würde mir etwas fehlen, das ich vermisse. Ich komme jedoch nicht darauf, was das sein könnte. Ich weiß nicht, was mich einsam machen könnte."

Einsamkeitsgefühle können auftreten, auch wenn wir

  • verheiratet oder in einer festen Beziehung sind,
  • arbeiten gehen,
  • jung sind,
  • Kinder oder Enkelkinder haben,
  • uns in Gesellschaft anderer Menschen befinden
  • im Internet in sozialen Netzwerken aktiv sind.

Die drei Phasen der Einsamkeit

1. Die momentane, vorübergehende Einsamkeit

Die Einsamkeitsgefühle dauern nur kurze Zeit und sind eine Reaktion auf äußere Umstände wie beispielsweise einen Umzug, einen Krankenhausaufenthalt, Arbeitslosigkeit, den Auszug der Kinder. Ausgelöst durch diese Ereignisse können wir von dem Kontakt mit anderen uns vertrauten Menschen abgeschnitten sein. Diese Phase der Einsamkeit ist nicht schädlich, sondern kann hilfreich sein, um uns an neue Umstände anzupassen. Sie deutet eine Veränderung in unserem Leben an.

2. Der langsame Rückzug

Die Einsamkeit beginnt, unser Dauerbegleiter zu sein. Unsere Fähigkeiten, Kontakt aufzunehmen und uns mit anderen Menschen zu unterhalten, nehmen langsam ab. Wir verlernen zu lächeln und über Alltäglichkeiten zu reden.

3. Die chronische Einsamkeit

Die Einsamkeitsgefühle dauern Monate oder gar Jahre. Wir versteinern. Unsere Fähigkeiten, Kontakt aufzunehmen und Beziehungen aufrechtzuerhalten, für andere attraktiv zu sein, Anerkennung anzunehmen und zu geben, sind verschwunden. Unsere Mitmenschen wissen nichts mehr mit uns anzufangen. Wir fühlen uns abgelehnt, überflüssig und unattraktiv und verlieren immer mehr das Vertrauen in unsere Fähigkeiten. Wir ziehen uns zurück oder werden anderen gegenüber immer "giftiger" und gereizter. Wir sind im Gefängnis der Einsamkeit und Isolation gefangen.

Was macht uns für Einsamkeitsgefühle empfänglich?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bestimmte negative Einstellungen uns für Einsamkeitsgefühle empfänglich machen. Menschen, die sich einsam fühlen, glauben, nicht liebenswert zu sein. Sie haben Gedanken wie:

  • "Ich bin allen gleichgültig."
  • "Ich habe niemanden, also habe ich nichts zu bieten, was für andere interessant ist."
  • "Ich bin nicht attraktiv."
  • "Niemand versteht mich."
  • "Mit mir muss etwas nicht stimmen."

Außerdem leiden sie unter einer starken Angst vor Ablehnung, d.h sind extrem abhängig vom Urteil ihrer Mitmenschen. Sie warten auf die Initiative anderer, ihnen mit Lob und Zuspruch entgegenzukommen, weil sie das Risiko fürchten. Manchmal wirken sie nach außen arrogant und kein Mensch scheint ihnen gut genug zu sein.

Menschen, die mit sich allein zufrieden sein können, aber auch im Kontakt zu anderen Menschen stehen, zeichnen sich durch folgende Einstellungen und Verhaltensweisen aus:

  • Sie können sich selbst annehmen und glauben, anderen Menschen etwas geben zu können.
  • Sie können damit umgehen, dass andere sie ablehnen und ihre Schwächen erkennen.
  • Sie können andere Menschen mit ihren Schwächen akzeptieren.

Wege aus der Einsamkeit – wie das Gefühl der Einsamkeit überwinden?

Einsamkeitsgefühle sind ein Signal der Psyche, dass sich in Ihrem Leben etwas geändert hat und/oder Ihre sozialen und emotionalen Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Nehmen Sie Ihre Einsamkeitsgefühle zum Anlaß, zu lernen,

  • das Alleinsein und das Singlesein mehr zu genießen
  • mehr auf andere Menschen zuzugehen.

TIPP 1:   Behandeln Sie sich liebevoll wie einen guten Freund.

Wenn Sie beispielsweise die Einstellung haben, dass es sich nicht lohnt, für Sie als Single etwas Schönes zu kochen oder den Tisch zu decken, dass der Spaziergang alleine keine Freude machen kann und Sie deshalb zuhause bleiben können, dann behandeln Sie sich abschätzig.

Ein Mensch kann einsam sein, auch wenn er von vielen geliebt wird.

Seien Sie es sich "wert", sich selbst etwas Gutes zu tun.

TIPP 2:   Tun Sie anderen etwas Gutes.

Bieten Sie anderen etwas an, das Sie haben: ein offenes Ohr, Ihre Gesellschaft, Zeit, Wissen, ein Lächeln usw. Wenn Sie anderen etwas schenken, dann tun Sie auch sich etwas Gutes. Sie verspüren ein befriedigendes und gutes Gefühl. Sie haben das Gefühl, gebraucht zu werden und fühlen sich lebendig.

TIPP 3:   Werden Sie aktiv und verlassen Ihr Schneckenhaus. Nehmen Sie Kontakt zu anderen Menschen auf - ohne allzu große Erwartungen zu haben.

Wenn Sie nicht rausgehen, sind die Chancen für neue Beziehungen und Begegnungen gleich null. Beginnen Sie mit dem Nachbarn, dem Verkäufer im Supermarkt, dem Gemüsehändler auf dem Markt, über Alltägliches zu reden: das Wetter, Fernsehprogramm, einen Zeitschriftenartikel, den Sie gelesen haben. Wenn soziale Ängste und Schüchternheit der Grund für Ihre soziale Isolation sind, dann lernen Sie, unverkrampfter und lockerer auf andere zuzugehen.  TIPPS FÜR DIE KONTAKTAUFNAHME und SMALL TALK.

TIPP 4:   Interessieren Sie sich für den anderen, seine Person, seine Familie, die Kinder und erzählen Sie etwas von sich. Dadurch haben Sie den Eindruck, dazuzugehören und fühlen sich weniger sozial isoliert und ausgeschlossen.

TIPP 5: Stellen Sie an Ihre Umwelt keine hohen Erwartungen.

Mit dem einen Menschen können Sie über die Kinder reden, mit dem anderen Spaziergänge machen. Ein einzelner Mensch wird nicht all Ihre emotionalen Bedürfnisse erfüllen.

TIPP 6: Suchen Sie einen Sinn für Ihr Leben, eine Aufgabe wie etwa eine ehrenamtliche Betätigung.

Wenn Sie sich eine Aufgabe geben, werden Sie hierdurch Kontakt finden und sich auch wichtig fühlen. Ihr Leben wird eine Perspektive haben.

TIPP 7:   Suchen Sie sich eine Beschäftigung, mit der Sie die Zeit sinnvoll füllen können.

Ein Hobby wie etwas sammeln, etwas basteln, etwas malen usw. Welche Interessen und Hobbys haben Sie? Machen Sie eine Liste und informieren sich dann, wo Sie Menschen mit ähnlichen Interessen kennenlernen können. Wenn Sie z. B. gerne Schach spielen, dann informieren Sie sich über Schachclubs in Ihrer Stadt und besuchen diese. Wenn Sie sich fürs Kochen interessieren, schauen Sie, welche Events hierzu in Ihrer Stadt angeboten werden.

Allein zu sein. Drei Worte, leicht zu sagen, und doch so unendlich schwer zu tragen.

TIPP 8:   Fragen Sie sich: Hat es auch Vorteile, alleine zu sein? Eröffnen sich durch das Single-Dasein neue Möglichkeiten?
Hier einige mögliche Vorteile des Alleinseins, die vielleicht nur ein schwacher Trost sind, aber immerhin ein Trost:

  • keine Rücksicht nehmen müssen, tun und lassen können, was man möchte z.B. alles stehen und liegen lassen, wenn man keine Lust hat, aufzuräumen; ins Bett gehen, wenn man Lust hat; sich nicht zurechtmachen müssen.
  • sich nicht nach anderen und deren Wünschen und Bedürfnissen richten müssen.
  • sich die Zeit so einteilen können, wie man Lust und Laune hat.
  • keine Kompromisse beim Urlaub machen müssen.
  • keine Klagen, wenn man sehr viel Zeit mit seinem Hobby oder Freunden verbringt.

Fallen Ihnen noch weitere Vorteile ein? Machen Sie eine Liste der Vorteile, alleine zu sein, die Sie hervorholen können, wenn Ihnen mal wieder die Decke auf den Kopf fällt.

Ganz wichtig: Alleinsein und sich selbst genug sein will gelernt sein.

TIPP 9:   Denken Sie daran: Sie benötigen andere Menschen nicht, um zufrieden zu sein.

Sie machen sich Ihre schlechten Gefühle durch Ihre Gedanken, indem Sie sich einreden, nicht liebenswert oder nicht interessant zu sein. Wenn Sie so von sich denken, fühlen Sie sich auch im Beisein anderer einsam und ausgeschlossen! Wenn Sie sich einsam fühlen, dann sind Sie sowohl der Gefangene als auch der Gefängniswärter. Durch Ihre Gedanken halten den Schlüssel in Ihrer Hand, Ihre Einsamkeit zu lindern.

TIPP 10:   Akzeptieren Sie Ihr Single-Dasein.

Je mehr Sie Ihr Augenmerk auf Paare lenken, sich mit diesen vergleichen, diese beneiden und sich selbst bemitleiden, umso schmerzlicher erleben Sie Ihr Single-Dasein. Ein wichtiger Schritt ist deshalb, akzeptieren zu lernen, dass Sie momentan Single sind.

TIPP 11:   Gehen Sie mit der Zeit

Seien Sie aufgeschlossen für alles Neue (Handy, Computer, Musik) und die kulturellen Angebote an Ihrem Wohnort. Wenn Sie sich den vielfältigen Angeboten verschließen, weil Sie sich z.B. für zu alt halten, dann isolieren Sie sich.

TIPP 12:   Richten Sie Ihre Wohnung gemütlich ein

Fühlen Sie sich rundum wohl in Ihrer Wohnung? Gefällt Ihnen die Einrichtung? Haben Sie Bilder, an denen Sie sich erfreuen können? Haben Sie Pflanzen oder Blumen? Je ungemütlicher, kälter oder unaufgeräumter Ihre Wohnung ist, umso weniger fühlen Sie sich zuhause wohl, umso schmerzlicher und kälter erleben Sie das Alleinsein. Also: gestalten Sie Ihre Wohnung freundlich, warm und gemütlich, so dass Sie sich darauf freuen, nach Hause zu kommen und sich darin wohlfühlen.

TIPP 13:   Bereiten Sie sich öfter eine warme Suppe, einen warmen Kakao.

Untersuchungen zeigen eindeutig: Wenn wir etwas Warmes zu uns nehmen, wird uns warm ums Herz. Ein warmes Getränk hilft, wenn wir uns einsam fühlen.

Kann man sich vor Einsamkeit schützen?

Nein. Gelegentliche Einsamkeitsgefühle spüren wir alle immer mal wieder. Wir können aber Vorsorge treffen, dass wir nicht in eine chronische Einsamkeit fallen und vereinsamen. Wir können

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Blumenschein schreibt am 14.08.2020

Ich frage mich ob sie es nicht mitbekommen was draußen unter den Menschen abgeht .Leben sie auf einem anderen Planeten ? Da rüber schrieb sogar schon Ardorno über die Zwischen mänchliche Kälte . Was ich schon bei meinen vielen Ehrenamtlichen Betätigungen erlebt hatte hat zu dem Entschluss geführt ich helfe nicht mehr . Und die anderen interessieren sich nur für sich selbst . Homo Ökonomikus

Leben, Liebe, Leidenschaft schreibt am 16.05.2020

Ich leide auch unter der Einsamkeit. Aber meiner Meinung nach ist die einzige Möglichkeit, da herauszukommen, an den eigenen Wert zu glauben. Sich selbst als liebenswert anzusehen und sich das auch selbst zu glauben. Weil alles andere nämlich eine Lüge ist. Gott macht keinen Müll. Und ich will da herauskommen. Das geht nur über die Gedanken (was in dem Artikel oben steht). Also: Nach Psalm 91 bin ich wunderbar gestaltet. Und das glaube ich, je öfter ich das lese. Ich bin entschlossen, die Einsamkeitsgefühle zu verlassen und wieder rauszugehen!!!

einsames Herz schreibt am 17.04.2020

Hallo liebe Hatake. Vielen Dank für deinen ehrlichen und einfühlsamen Brief. Ich kann ganz gut nachvollziehen, wie es Dir so (er-)geht. Ich bin jetzt schon mehrere Jahre alleine. Meine Familie will mit mir nichts mehr zu tun haben und ignoriert mich und grenzt mich aus. Mein Neffe wird in einer Woche 6 Jahre alt und meine Nicht wird im Oktober 8 Jahre. Das letzte mal habe ich Sie 2015 sehen dürfen. Ich habe den Kindern nichts angetan. Ich habe nur meine Schwester mal mit Nachdruck gebeten (Sie wohnt nur 10km von mir weg), mich doch öfters besuchen zu kommen. Wegen meiner Depression (2009+2010), habe ich Fressattacken entwickelt, bis ich über 170kg wog und meine Blutwerte lebensbedrohlich wurden. Ich habe mir dann Mai 2018 den Magen entfernen lassen, aber glaubst Du, dass meine Familie mich im Krankenhaus besucht hat. Natürlich nicht. Meine Mutter hat mich als ich 9 Jahre alt war (1984), mich das erste Mal, für 4 Monate, in die geschlossene Kinderpsychiatrie hat stecken lassen. Die Ärztin von damals war schon älter und hat ihre Ausbildung noch im 3. Reich gemacht. Genauso meine damalige Grundschullehrerin. Ab der 5.Klasse kam ich nach Korntal ins Kinderheim. 9 von 13 Klassenkameraden/-innen wurden aktiv vom Klassenlehrer sexuell missbraucht (nachzulesen auf opferhilfe-korntal.de) Verständnis oder Hilfe von Seitens meiner Familie kam und gab es bis Heute nicht. Den Kontakt zu meiner Familie habe ich total abgebrochen, bzw. Wir kommunizieren nur über Anwälte miteinander.

einsames Herz schreibt am 17.04.2020

Zu oft haben Sie mich betrogen, hintergangen u. angelogen. Es ist kein Vertrauen mehr da. Das tut sehr weh. Wenn Du mehr über mich u. meine Geschichte erfahren willst, gehe unten auf die nachfolgenden Seiten, da kannst Du mehr über mich u. meine Gefühle über das Alleinsein u. über meine jahrelange Erfahrung mit der Einsamkeit erfahren. Ich bin "einsames Herz" u. meine Geschichte geht gut über 20 Seiten lang. Heute bin ich 45 Jahre alt. Seit 15 Jahren bin ich jetzt alleine u. ohne eine Partnerin/Freundin. Damit auch ohne Liebe, ohne Zärtlichkeit, kein Sex, keine Geborgenheit u. kein Vertrauen. Ich kann ja niemanden zwingen, mich lieb zu haben. Seit Januar 2019 bin ich (unteranderem auch wegen meiner jahrelangen Depression u. der damit einhergehenden Fresssucht u. der einhergehenden Diabetes Typ 2 (Insulinpflichtig)) jetzt Erwerbsunfähig u. bekomme jetzt dauerhaft eine Erwerbsminderungsrente u. eine Berufsunfähigkeitsrente, habe dauerhaft Pflegegrad 1 u. bin zu 80% schwerbehindert. Wenn Du denkst, dass interessiert irgendjemand in meiner Familie, wie meine persönliche u. gesundheitliche Situation ist, dann denkst Du falsch. Um mich herum ist es sehr still geworden. Die ständige Einsamkeit u. das jahrelange Alleinsein, hat Narben in der Seele u. in mein Verhalten hinterlassen. Ich habe nur noch einen Traum/Wunsch in meinem Leben. Das es doch noch eine Frau da draußen gibt, die ich so lieb hat, wie ich nun mal so bin. Mit meinen Guten, wie auch mit meinen Schlechten Seiten.

Hatake schreibt am 15.04.2020

Ich bin zur zeit zu Hause da meine Arbeitsstelle vorübergehend wegen Corona geschlossen wurde.Aber auch vorher schon überkam mich ständig das Gefühl alleine zu sein.Ich probiere meistens durch Drogen diesem Gefühl für kurze zeit zu entfliehen. Jetzt sitze ich jeden tag zu Hause und fange bei meiner Lieblingsserie die Freundschaft handelt an zu weinen.Irgendwie bin ich enttäuscht von mir selbst weil einfach alles was ich mir vornähe schief geht .Jedes mal wenn ich mich mit jemanden Telephoniere werde ich traurig und beneide die Leute entweder weil sie noch arbeiten dürfen oder mit anderen im Kontakt stehenich denke oft nach über Fehler die ich gemacht habe und freunde die ich verloren habe würde gerne mit freunden telephonieren oder skiepen habe dan aber wieder angst noch trauriger zu werden .Dann breche ich meistens den Kontakt komplett ab auch wenn ich mit jemanden übers internet schreibe denke ich mir meistens was bringt das schon und breche nach ein paar Konversationen direkt den Kontakt ab es ist nicht so das es mir schwer fällt freunde zu finden sondern die Freundschaften am laufen zu halten

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 Wie Einsamkeitsgefühle entstehen
 Die drei Phasen der Einsamkeit
 Was macht uns für Einsamkeitsgefühle empfänglich?
 Wege aus der Einsamkeit – wie das Gefühl der Einsamkeit überwinden?
 Kann man sich vor Einsamkeit schützen?
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