Wenn wir zögern dann sind wir unsicher ob eine Handlung von uns richtig ist. Was kannst du gegen den Impuls zu zögern tun? Dieser Lebenshilfe-ABC-Beitrag gibt Antworten und Hilfestellungen.
Wenn wir zögern, dann sind wir in Warteposition. Einerseits verspüren wir den Impuls, etwas zu unternehmen. Andererseits gibt es in uns noch eine Stimme, die gegen unser Handeln spricht.
Das Hinauszögern wird manchmal belohnt, weil sich Dinge von selbst erledigen oder die Situation nach der Verzögerung noch günstiger für uns ist. Andererseits werden wir manchmal für das Zögern bestraft. Die Person, die wir auf der Veranstaltung ansprechen wollten, ist dann schon nach Hause gegangen. Den guten Deal auf einer Online-Verkaufsplattform hat jemand anderes gemacht, die freie Stelle hat eine Kollegin bekommen.
Wenn wir zögern, große und lebenswichtige Entscheidungen zu treffen, dann können wir unser Leben nicht so leben, wie wir es leben möchten.
Zögern ist eine Handlung, die wir selbst herbeiführen. Von außen hält uns für gewöhnlich niemand zurück, auch wenn wir schnell Argumente dafür parat haben – uns selbst und anderen gegenüber. Aber wir selbst sind es, die uns am Handeln hindern. Die wahren Gründe dafür liegen in uns, in unseren Gewohnheiten und Glaubenssätzen, die wir seit der Kindheit mit uns führen:
Die Folgen dieser negativen Gedanken machen sich nicht nur psychisch, sondern auch körperlich bemerkbar. Beim Gedanken, eine Entscheidung treffen oder danach handeln zu müssen, spüren wir ein ungutes Gefühl (Bauchschmerzen). Es lässt nach, wenn wir alles beim Alten belassen und nichts tun.
Allerdings stellt sich dann auch keine Zufriedenheit ein, denn gleichzeitig taucht wieder der Gedanke auf, wie schön es wäre, wenn ...
Das nächste Mal, wenn du dazu neigst zu zögern, gehe nach den folgenden vier Schritten vor:
Fragen dich, was schlimmstenfalls passieren könnte, wenn du dich entscheidest oder handelst. Wovor hast du Angst? Was hält dich zurück. Indem du dir deine zögernden Gedanken, ja Denkmuster, bewusst machst, kannst du ihnen auch positive Gedanken entgegenstellen: So lange du nicht in Lebensgefahr gerätst und auch niemanden gefährdest, handle.
Was gewinnst du, wenn du dich entscheidest und handelst? Was könntest du verlieren, wenn du zögerst und nicht handelst? In welcher Waagschale liegt mehr? Lohnt es sich auf lange Sicht, wenn du kurzfristig dir unangenehme Gefühle der Unsicherheit oder des Verantwortungsdrucks aushältst?
Unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob wir etwas tatsächlich tun oder es uns nur vorstellen. Deshalb kannst du dein Zögern überwinden, indem du dir eine positive Vorstellung von deinem Handeln machst. Das motiviert dich und senkt deine Angst, es wirklich zu tun.
Wenn du eine Aufgabe schon länger hinausgezögert hast und deine Ängste und Unsicherheit sehr groß geworden sind, dann hast du 2 Selbsthilfestrategien, die innere Starre zu überwinden und ins Tun zu kommen:
1. Suche nach Möglichkeiten, wie du grundsätzlich und kontinuierlich deine innere Unsicherheit und deine Ängste abbauen kannst. Was tut dir gut? Was entspannt dich? Es gibt viele Techniken, die dir weiterhelfen können, etwa Autogenes Training, die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Meditationsübungen etc. Probiere sie aus und übe eine der Techniken ein, dann kannst du sie in Momenten anwenden, in denen negative Gedanken und Gefühle in dir aufkommen und du Druck und Anspannung spürst. Auf entspannte Weise lässt es sich viel leichter Entscheidungen treffen.
2. Probiere es aus. Mach den ersten Schritt und entscheide dich aktiv dazu, nur nach deinem Bauchgefühl zu handeln und dabei erst einmal die großen Ziele außer Acht zu lassen. Das nimmt dir den Druck, erfolgreich sein zu müssen oder keinen Fehler machen zu dürfen. Bestenfalls gehst du deine Aufgabe auf spielerische Art an, nach dem Motto: Mal sehen, was daraus wird?
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