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Weisheit zum Thema Angst vor Veränderung

eineiige zwillinge

Nur weil wir uns jedoch etwas nicht vorstellen können, heißt das nicht, dass es nicht existiert. Darum geht es in dieser Weisheit. Bild © oksun70 - Fotolia.com

Es geschah, dass im Schoß einer Mutter Zwillingsbrüder heranwuchsen. Die Wochen vergingen und die Knaben wurden größer.

"Sag ist es nicht grossartig, dass wir empfangen wurden?"

Die Zwillinge begannen ihre Welt zu entdecken.

Als sie die Schnur fanden, die sie mit ihrer Mutter verband und ihnen Nahrung gab, da sangen sie vor Freude: "Wie groß ist die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt!"

Als die Wochen vergingen und schließlich zu Monaten wurden, merkten sie plötzlich, wie sehr sie sich verändert hatten.

"Was soll das heißen?" fragte der eine.

"Das heißt", antwortete ihm der andere, "dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald seinem Ende zugeht."

"Aber ich will nicht gehen", erwiderte der eine, "ich möchte für immer hier bleiben."

"Wir haben keine andere Wahl", entgegnete der andere, "aber vielleicht gibt es ein Leben nach der Geburt!"

"Wie könnte diese sein? Wir werden unsere Lebensschnur verlieren, und wie sollten wir ohne sie leben können?

Und außerdem haben andere vor uns diesen Schoß verlassen, und niemand von ihnen ist zurückgekommen und hat uns gesagt, dass es ein Leben nach der Geburt gibt. Nein, dies ist das Ende!"

So fiel der eine von ihnen in tiefen Kummer und sagte: "Wenn die Empfängniss mit der Geburt endet, welchen Sinn hat dann das Leben im Schoß? Es ist sinnlos. Womöglich gibt es gar keine Mutter hinter allem."

"Aber sie muss existieren". protestierte der andere. "Wie sollten wir sonst hierher gekommen sein? Und wie könnten wir am Leben bleiben?"

"Hast du je unsere Mutter gesehen?" fragte der eine. "Womöglich lebt sie nur in unserer Vorstellung. Wir haben sie uns erdacht, weil wir dadurch unser Leben besser verstehen können."

Und so waren die letzten Tage im Schoß der Mutter erfüllt mit vielen Fragen und großer Angst.

Schließlich kam der Moment der Geburt.

Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sie die Augen.

Was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume ...

von Tucholsky, alias P. Panter, T. Tiger, Rowohlt Verlag

Die darin enthaltene Weisheit

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Vielen von uns geht es wie den beiden Zwillingen: wir haben Angst vor dem Sterben und dem Tod, weil wir uns nicht vorstellen können, dass es ein "Leben" danach gibt und wie dieses Leben aussieht.

Nur weil wir uns jedoch etwas nicht vorstellen können, heißt das nicht, dass es nicht existiert. Die Lösung? Es bleibt uns nicht anderes übrig, als daran zu glauben, dass es ein "Leben" nach dem Tod gibt.

Oder wir müssen unser Leben so leben, wie wir es uns wünschen und erträumen, so dass wir am Ende so zufrieden darauf zurückblicken können, dass es uns leicht fällt, Abschied zu nehmen. Dann können wir auch eher loslassen.

Auch im Alltag hat diese Geschichte eine große Bedeutung:

Wenn wir uns nicht vorstellen können oder nicht glauben, etwas erreichen zu können, dann ist es in aller Regel unerreichbar für uns.

Wenn wir uns nicht zutrauen, etwas zu können, dann werden wir es kaum erreichen.

Wenn wir nicht an uns und unsere Fähigkeiten glauben, dann werden wir kaum Erfolg haben. Nur dem, der glauben und vertrauen kann, ist vieles möglich.


weisheit-angst-veraenderung.html

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Angst vor Veränderung - wie damit umgehen?

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  1. Leserkommentar Christiane schreibt am 28.08.2016, 11.34 Uhr

    Zuversicht und Hoffnung sind kraftspendende Wegbegleiter und führen uns zum guten Ziel😃

  2. Leserkommentar Sophia schreibt am 19.05.2016, 01.28 Uhr

    Aufs und abs sind erstrebenswert! Was wirklich schlimm ist, dass stehen bleiben. .

  3. Leserkommentar H. Weber schreibt am 14.06.2015, 19.14 Uhr

    Ja, Selbstvertrauen ist sehr, sehr wichtig. Vor allen Dingen, auch Vertrauen in andere Menschen zu haben. Denn, Mißtrauen zerstört vieles.

  4. Leserkommentar Reha schreibt am 02.02.2015, 09.09 Uhr

    Das stimmt. Ihr habt wirklich recht. lg toller Beitrag

  5. Leserkommentar bettina schreibt am 25.11.2014, 18.22 Uhr

    in so einer Lage bin ich im Moment auch habe ein neuen kennengelernt und weiss nun nicht wie ich das meinem jetzigen Ehemann sagen soll .nun ist die frage ja offen wer weiss in welche Zukunft man geht wer weiss das rat.vielen dank

  6. Leserkommentar Dennis schreibt am 21.06.2014, 09.01 Uhr

    Die Angst vor dem Tod verschwindet, wenn man sich Jesus Christus anvertraut.

  7. Leserkommentar Christine*** schreibt am 03.06.2014, 18.02 Uhr

    ich finde diese Geschichte sehr interessant und sie spiegelt wirklich wieder was sich im Leben oft abspielt, wenn man einen Neuanfang machen muss. Solange man in der Situation ist hat man Angst und Sorge,es könnte alles schief gehen und man kann sich auch nicht vorstellen was da kommt. Und je nachdem wie gut man mit diesen Gedanken dann umgeht, stellt man fest dass es außerhalb dieser Situation noch viele andere Möglichkeiten gibt, die man sich vorher nicht hätte träumen lassen.

  8. Leserkommentar Tilo schreibt am 11.08.2013, 09.34 Uhr

    Wunderbare Weisheit. Danke.

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