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Weisheit zum Thema negative Erfahrungen und Selbstvertrauen

fische

Erfahrungen schwächen oder stärken unser Selbstvertrauen. Davon handelt diese Weisheit. Bild © Inge Knol - Fotolia.com

Piranhas(Raubfische) lieben andere kleine Fische zum Frühstück, zum Mittag- und zum Abendessen.

In einem Experiment machte man folgendes:

In ein Aquarium setzte man einen Piranha und einen kleinen Fisch.

Wie nicht anders zu erwarten, fraß der Piranha den Fisch.

Nun stellte man in das Aquarium eine Glaswand.

Auf der einen Seite befand sich der Piranha, auf der anderen Seite, geschützt durch die Glaswand, der Fisch.

Sofort began der Piranha auf den Fisch zuzuschwimmen und stieß unsanft gegen die Glaswand.

Dieses Spiel wiederholte sich unzählige Male. Immer wieder machte der Piranha die Erfahrung: "Ich kann den Fisch nicht fressen”.

Schließlich gab der Piranha auf. Kurz vor der Scheibe machte er fortan kehrt.

Dann entfernte man die Scheibe. Nun konnte er den Fisch fressen, aber er tat es nicht.

Er hatte so oft die Erfahrung gemacht, daß er ihn nicht fressen kann, daß nun, als er für ihn erreichbar war, er an dieser Erfahrung festhielt und beide nebeneinander herschwommen.

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Die darin enthaltene Weisheit

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Ähnlich ist es mit uns Menschen. Von klein auf hören wir in den verschiedensten Situationen von Erwachsenen:

"Das kannst du nicht; das schaffst du nicht; du bist ein Versager; du hast zwei linke Hände; du bist ein Tollpatsch; du wirst es nie zu etwas bringen; Alles, was du anpackst, geht schief; Du bist zu nichts zu gebrauchen”, usw.

Mit der Zeit haben wir uns die Meinung der Eltern zu eigen gemacht und haben deren Meinung übernommen.

Fortan haben wir uns selbst diese vernichtenden und unser Selbstvertrauen schwächende Worte an den Kopf geworfen und mit jedem Mal mehr sanken unser Selbstvertrauen und unser Selbstwertgefühl bis wir schließlich überzeugt waren:
"Ich bin unfähig. Ich bin ein Mängelexemplar”.

Vielleicht haben wir in der Schule erfahren müssen, daß wir sportlich eine Null oder in Mathe eine Katastrophe sind und deshalb besser zur Müllabfuhr gehen sollten.

Je mehr wir solche Erfahrungen gemacht haben und je unterschiedlicher die Bereiche waren, in denen wir uns als unfähig erlebten, umso weniger trauten wir uns etwas zu.

Die Folge unseres zerstörten oder zumindest sehr stark angekratzten Selbstvertrauens ist, daß wir trotz noch so großer Talente und Begabungen im Leben nicht vorankommen, weil wir zu glauben wissen, daß wir unbegabt oder unfähig sind und es deshalb nicht schaffen werden.

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Sich selbst nichts zuzutrauen, an sich und seinen Fähigkeiten zu zweifeln, sind erlernte Verhaltensweisen und können deshalb auch wieder verlernt werden.

Wir können lernen, unser Selbstvertrauen zu stärken und aufzubauen.


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Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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