Ratgeber Depressionen

Depressionen bei älteren Menschen

ältere frau leidet unter depressionen

Depressionen bei älteren Menschen werden von den Angehörigen oft nicht erkannt. Was tun gegen Depressionen im Alter? Wie Depressionen im Alter vorbeugen?

Informationen dazu in diesem Beitrag zur Altersdepression. Bild © GordonGrand - Fotolia.com

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Fast 40 Prozent aller Selbstmorde werden von über 60-jährigen Männern begangen, bei Frauen ist die Zahl noch höher.

Ursache dieser Selbstmorde ist in vielen Fällen eine Altersdepression, die von den Ärzten und Angehörigen nicht erkannt und behandelt wurde, weil die depressiven Symptome von körperlichen Symptomen verdeckt werden.

Dies führt dazu, dass die vordergündigen körperlichen Beschwerden von den Hausärzten behandelt werden. Die Depression bleibt unbehandelt.

Häufige körperliche Symptome bei Altersdepressionen sind:

Hinzu kommt, dass Angehörige die Anzeichen und Symptome von Depressionen wie etwa Schlafstörungen, Erschöpftsein und Antriebslosigkeit des depressiven Familienmitglieds als normale Alterserscheinung ansehen und nicht als Anzeichen einer Depression.

Ursachen von Depressionen im Alter

Die Ursachen von Altersdepressionen sind vielfältig. Meist entsteht eine Altersdepression als psychische Reaktion auf Begleiterscheinungen des Alters.

Depressionen im Alter sind häufig eine Reaktion auf Verluste, wie etwa

D.h. wenn ältere Menschen unter Depressionen leiden, dann meist deshalb, weil sie nicht mit den körperlichen, geistigen und beruflichen Veränderungen und Einschränkungen, die das Alter und Älterwerden mit sich bringen kann, umgehen können.

Es fehlen den Betroffenen angemessene psychische Bewältigungsstrategien für den Umgang mit den altersbedingten Veränderungen und Einschränkungen.

Dieser Mangel an Bewältigungsstrategien führt oft dazu, dass Betroffene sich als Opfer fühlen, glauben, sie seien machtlos und es gäbe nichts, was sie tun können, um ihre Lage zu verbessern. Dies führt dann häufig zu Selbstmitleid und starkem Leidensdruck.

Hinzu kommen meist Ängste,

Wie Depressionen im Alter vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen gegen Altersdepressionen sind:


Depressionen-im-alter.html

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Behandlung von Depressionen im Alter

Behandlung der Altersdepression

Die Behandlung einer Altersdepression unterscheidet sich nicht von der Behandlung von Depressionen in jungen und mittleren Jahren.

Die beste Therapiemethode ist die kognitive Verhaltenstherapie, in der Betroffene angemessene Bewältigungsstrategien für den Umgang mit den privaten, gesundheitlichen und beruflichen Veränderungen und Einschränkungen lernen, die das Alter mit sich bringt.

Angehörige können den Betroffenen ermutigen, sich einer psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen und ihn beim Gang zum Psychotherapeuten begleiten.

Das Leben mit einem depressiven Partner verlangt viel Kraft. Schauen Sie hier Mein Partner ist depressiv - wie kann ich ihm helfen? was Sie für sich selbst und Ihren Partner tun können.

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In der Regel reicht eine kurze psychotherapeutische Behandlung bei einem Kassenpsychologen mit dem Behandlungsschwerpunkt kognitive Verhaltenstherapie.

Eine Depression im reiferen Alter ist ebenso überwindbar wie eine Depression in jungen und mittleren Jahren.

Soll man ältere Menschen auf Selbstmorgedanken ansprechen?

Auf jeden Fall. Depressive ältere Menschen trauen sich oftmals nicht, von selbst über ihre Selbstmordgedanken zu sprechen.

Je nach Persönlichkeit, halten es Betroffene für eine Schwäche, nicht mehr wie früher zu funktionieren oder aber sie halten sich für verrückt.

Sie darauf anzusprechen, kann für die Betroffenen eine große Erleichterung sein.

Wenn Selbstmordgedanken geäußert werden, sollte man den Betroffenen mit sanftem Druck ermutigen, sich fachlichen Rat bei einem psychologischen Psychotherapeuten zu holen.


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Steffi schreibt am 28.10.2016, 11.18 Uhr

    Als Angehöriger ist es nicht leicht mit einem depressiven Menschen zu leben. Hilflosigkeit ist das große Thema, da meine Mutter es nicht wahr habe will, dass sie depressiv ist. Was soll man da als Tochter tun. Zusehen wie die eigene Mutter sich immer mehr zurück zieht?

  2. Leserkommentar Gerald schreibt am 18.10.2016, 07.24 Uhr

    Das schlimmste ist in der Ehe allein zu sein ,aber wie kommt man da raus ohne ..........

  3. Leserkommentar helmut schreibt am 05.10.2016, 22.20 Uhr

    weiß man das man auch zu zweit (ehe) allein sein kann???

  4. Leserkommentar Ursula schreibt am 29.08.2016, 20.02 Uhr

    Seit mein Mann vor drei Jahren verstorben ist, wurde ich mit der Zeit depressiv.... habe früher viel gearbeitet - Vollzeit neben Familie (2 Töchter) und Gatten, der im Haushalt nie geholfen hat... aber ich habe es geschafft.... - und das Gefühl, gebraucht zu werden - hat mir wohl gutgetan. Nun bin ich allein - seit 3 Jahren verwitwet - anfangs ging es mir noch gut - weil ich dachte "Jetzt bist du frei und kannst dein Leben leben." Womit ich nicht gerechnet habe ist, dass Alleinsein gelernt werden muss. Ich habe mich leider immer mehr in mich selbst zurückgezogen, Aktivitäten wie Chorgesang oder Sportgruppe aufgegeben. MeineFreizeitbeschäftigung ist Fernsehen, Rätsel lösen - und sonst nichts. Aber ich will raus aus diesem Tief - und habe mir vorgenommen meine alten Hobbys neu zu entdecken. Ich hoffe, das hilft mir.

  5. Leserkommentar Kathi schreibt am 16.07.2016, 17.22 Uhr

    Es ist nicht erstaunlich, das in eine Gesellschaft , wo Ältersein im Beruf und in der Freizeit zum " Problem" hochstilisiert wird, das Menschen spätestens ab 60 unter Depressionen leiden. Ich selbst bin betroffen. In großen Städten ist das Problem besonders hoch. Die Freizeitmöglichkeiten , die Mode und das Jobangebot: Alles auf Jugendlichkeit ausgerichtet. In Würde altern ist nicht möglich in diesem Land. Angst vor Altersarmut , Vereinsamung,vorzugsweise bei Frauen, führt zu hohen Suizidraten. Oft ist der Tod tatsächlich die bessere Alternative.

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Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben. Gottseidank habe ich mich aufgerafft und diesen Ratgeber bestellt.

Rolf Merkle begleitet einen Schritt für Schritt und sehr einfühlsam auf dem Weg aus der Depression.

Schon alleine durch das Lesen ging es mir besser.

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Dr. med. Kai Born
Facharzt für Psychosomatische Medizin, Wiesbaden

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