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Tipps für den unfreiwilligen Vorruhestand

Kündigung Entlassung

Sie wurden vorzeitig entlassen und müssen unfreiwillig in den Vorruhestand gehen? Hier ein paar Tipps, wie Sie emotional mit dem vorzeitigen Ruhestand umgehen können. Bild © Butch - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Die meisten von uns haben, wenn sie an ihren Ruhestand denken, einen konkreten Zeitpunkt im Kopf, an dem sie in Ruhestand gehen können.

Auf diese Phase in ihrem Leben arbeiten sie hin und freuen sich darauf.

Ganz anders ist es, wenn wir von unserem Arbeitgeber vorzeitig entlassen werden oder aus gesundheitlichen Gründen früher in Rente gehen müssen.

Dann ist dies quasi keine freiwillige Entscheidung von uns und wir fallen aus der zeitlichen Norm.

In diesem Fall tun wir uns erheblich schwerer, unseren Ruhestand zu akzeptieren, geschweige denn, uns darüber zu freuen.

Zum einen haben wir die Veränderungen zu verkraften, die ich in meinem Artikel Tipps für den Ruhestand beschrieben habe.

Zum anderen können wir uns durch unsere negative Haltung unsere Situation noch zusätzlich erschweren.

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Womit man sich den Vorruhestand erschwert

Wenn uns der Ruhestand vorzeitig verordnet wird und wir noch weiter arbeiten wollten, dann benötigen wir einige Zeit, um uns mit der neuen Situation zu arrangieren.

In dieser Zeit sehen wir den Ruhestand, uns und die Zukunft sehr negativ:

Die Folgen dieser Selbstzweifel und negativen Gedanken schlagen sich in unserem Körper, unserer Seele und unserem Verhalten nieder.

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Wie mit dem Vorruhestand umgehen?

Beginnen Sie bei Ihrer Einstellung zu sich.

Wie andere Menschen Sie sehen, ob diese Sie wegen Ihrer Berentung negativ sehen und ablehnen, darauf haben Sie keinen Einfluss.

Wahrscheinlich werden Sie auf die unterschiedlichsten Haltungen stoßen: auf Neid, dass Sie schon aus der beruflichen Tretmühle raus sind ..., auf Missgunst, dass Sie sich auf Kosten anderer ausruhen, auf Mitleid, dass Sie nicht mehr arbeiten dürfen oder können, oder auf Ablehnung, weil andere Sie als schwach oder unfähig ansehen.

Entscheidend ist, dass Sie sich selbst nicht fallen lassen und ablehnen. Sie haben lediglich das Arbeitsleben in dieser Form abgeschlossen.

Ihre Qualitäten, Ihre Erfolge und Talente bleiben erhalten. Sie können durchaus auch jetzt noch etwas für die Gesellschaft beitragen – wenngleich nicht mehr das, was Sie bisher gemacht haben.

Lernen Sie, das Verhalten Ihrer Firma zu akzeptieren.

Versetzen Sie sich in die Position Ihres Chefs. Wie hätten Sie sich an seiner Stelle verhalten? Hat er eine Alternative zu Ihrer Entlassung gehabt? Welche äußeren Gründe haben dazu beigetragen, dass er sich so verhalten hat? War es tatsächlich ein Schlag gegen Sie persönlich?

Überlegen Sie, welche Folgen Ihr Hadern und Nicht-Akzeptieren für Sie haben. Können Ihr Leiden und Ihre Wut die Gerechtigkeit wiederherstellen?

Wie wäre es, wenn Sie die Entscheidung akzeptierten - auch wenn Sie ungerecht, fies, rücksichtslos, hinterhältig, egoistisch, gemein, ... war? Nur um Ihrer selbst willen!

Ersetzen Sie den Gedanken: „Wie können die mich nur so behandeln?“ durch „Welche Möglichkeiten stehen mir nun offen? Was kann ich beeinflussen?“

Lernen Sie, zu akzeptieren, dass Sie erkrankt sind und deshalb nicht mehr arbeiten können.

Es ist ganz normal, dass Sie zunächst gegen Ihre Erkrankung ankämpfen und nach deren Ursachen forschen. Sie werden jedoch vermutlich keine befriedigende Erklärung dafür finden.

Nutzen Sie stattdessen Ihre Energie dafür, was Sie jetzt noch an Möglichkeiten haben, Ihre Lebensqualität zu verbesern.

Ersetzen Sie den Gedanken: „Warum ich?“ durch „Welche Möglichkeiten stehen mir noch offen?“


vorzeitiger-ruhestand-probleme.html

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Entwickeln Sie einen neuen Lebensentwurf.

Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich immer eine neue Tür. Suchen Sie gezielt nach dieser Tür. Fragen Sie sich:

Holen Sie sich Unterstützung.

Vielleicht haben Sie das Gefühl, Sie seien der einzige Mensch, der mit seinem vorzeitigen Ruhestand nicht klar kommt. Dem ist  jedoch nicht so.

In unserer Gesellschaft ist es gang und gäbe, dass wir uns über unsere Arbeit definieren. Bricht diese weg, geraten wir leicht in eine emotionale Krise.

Bleiben Sie deshalb nicht mit Ihren Gedanken und Gefühlen allein. Sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber.

Oder nehmen Sie Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe, z.B. bei Nakos oder zu einem Psychotherapeuten auf.

Insbesondere dann, wenn Sie Selbstmordgedanken haben oder täglich zum Alkohol greifen, sollten Sie sich therapeutische Hilfe holen.

Die Kosten einer Psychotherapie werden von den Krankenkassen übernommen.

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.

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Wie gehen Sie mit dem vorzeitigen Ruhestand um?

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  1. Leserkommentar Konrad 54 schreibt am 14.11.2016, 15.25 Uhr

    Was für unsinnige Ratschläge. Ich mache Niemanden für meine Krebserkrankung verantwortlich. Bin nur sauer auf die, die mich in Frührente schicken und ich jetzt meine Familie nicht mehr ernähren kann. Positiv eingestellt bin ich dennoch. Aber positive Einstellung und gute Laune reichen zum Überleben einer Familie leider nicht aus! Man man man was für schwachsinnige Ratschläge hier!

  2. Leserkommentar Maria schreibt am 06.12.2014, 12.49 Uhr

    Hallo liebe Freunde des Palverlags, ich möchte hier meine Situation beschreiben, auch ich, damals 57 Jahre jung wurde vor 3 Jahren von heute auf morgen, nach Aufbau der Buchhaltung/Finanzen im Unternehmen durch einen jungen Mann ersetzt. Dass war an einem Freitag im Jahre Jänner 2011 und dann habe ich über das Wochenende beschlossen,(Wut in Kraft verwandelt) ich mache dass was ich immer schon mein Traum wahr und hole die Matura nach. (Abitur) Zu diesem Zeitpunkt hatte ich überhaupt keine Vorstellung was für ein Geschenk ich mir selbst gemacht habe. Mit jungen Menschen auf der Schulbank zu sitzen und sich auszutauschen, war eine Unglaubliche Bereicherung sowie in die Literatur einzusteigen ist heute noch wunderschön. Einzigartige Freundschaften sind endstanden. Um die Englische- Sprache nicht zu verlernen, lerne ich weiter. Im Jahre 2013 im Frühjahr kam von außen auf mich zu, ich solle eine Dame für Ihr Unternehmen die Buchhaltung führen, da ihre in Pension gegangen ist, was ich auch tat. Seit 2013 bin ich Selbstständig als Buchhalterin, habe meine Matura abgeschlossen und bin im selben Monat offiziell in Pension. In der Zwischenzeit habe ich 10 Klienten und es werden immer mehr... mit dem ich niemals gerechnet hätte ! Seit letzten Jahr habe ich mich entschlossen einen Vorbereitungslehrgang für meinen kommenden Diplomlehrgang Intuition und Mentaltraining, dass ist auch eine Unglaubliche Bereicherung für meine Persönlichkeit geworden ! Es ist mir in meinem Leben so viel unwahrscheinlich zugefallen (dass war nicht immer so. . .), dass ich in DANKBARKEIT viel von meinem Wissen in Zukunft weitergeben werde. Damit möchte ich alle hier ermutigen an sich selbst zu glauben, aktiv zu werden, sich nicht von unmittelbaren negativen Situationen abzufinden sondern nach Lösungen zu suchen und seine Vorstellungen TRÄUME zu LEBen...die ist in Eurem innersten Vorhanden, bitte fragt Euch selbst. Dabei wünsche ich Euch Alles LIEBE und viel FREUDE bei der Umsetzung, und bitte denkt daran es ist nie zu spät etwas neues täglich zu beginnen! Wenn Ihr Fragen habt, dann schreibt bitte ! Herzlichst Maria

  3. Leserkommentar Rossini schreibt am 29.09.2014, 10.46 Uhr

    Das liest sich wie blanker Zynismus die sog. Ratschläge dieser Psychologen angesichts der furchtbaren, millionenfachen Massenarbeitslosigkeit in unserer Gesellschaft, die immer schlimmer wird, die Menschen völlig unverschuldet in die Armut treibt und das Leben von Millionen Familien zerstört und unsere Demokratie gefährdet, siehe AfD ! !

  4. Leserkommentar Hanna schreibt am 25.01.2014, 02.29 Uhr

    Hallo, was hast Du denn schon alles unternommen. Hast Du dir schon irgendwo Hilfe geholt. Du schreibst gar nicht wie alt Du bist und aus welcher Gegend Du kommst. Was hast Du denn gearbeitet.

  5. Leserkommentar Sigi schreibt am 06.08.2013, 10.28 Uhr

    Nach 30 Jahren einfach auf die Straße gesetzt. Und nun? Ich will arbeiten, bekomme aber in meinem Alter keinen Job mehr. Das ist echt hart. Danke für eure Tipps.

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Leserstimme Luciana schreibt am 8.11.2015

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Heike Born

Heike Born
Diplom Psychologin, Wiesbaden

Ich empfehle meinen Patienten die Bücher aus dem PAL Verlag, weil sie die Selbstveränderung auf hervorragende Weise unterstützen. Viele Menschen finden leicht Zugang zu den Inhalten durch die gut verständliche Sprache.

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