8 Tipps, die Ihnen bei der Bewältigung von Krisen helfen

seil, das gerissen ist

Verluste wie etwa der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Verlust des Partners durch Trennung können uns in eine Krise stürzen, die wir nur schwer meistern können.

Wenn wir aus Krisen lernen, dann können sie uns weiterbringen. Bild © Albert Lozano-Nieto - Fotolia

, Psychotherapeut

Wir alle genießen es, wenn wir am Ziel unserer Wünsche sind und unser Leben nach einer gewissen Vorhersagbarkeit und Ordnung verläuft.

Die Kontrolle über unser Leben zu haben - das gibt uns ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

Doch leider - oder vielleicht sogar gottseidank - verläuft das Leben nicht immer nach unseren Wünschen.

Ereignisse wie eine körperliche Erkrankung, eine Trennung, der Arbeitsplatzverlust, der Tod eines nahen Angehörigen, die Wohnungskündigung, der Umzug ins Altersheim stellen uns vor Herausforderungen.

In diesen Krisenzeiten verlieren wir leicht unseren Lebensmut, ja vielleicht sogar unseren Lebenswillen. Wir resignieren, fühlen uns überwältigt, orientierungslos, ohnmächtig und hilflos.

Wir bemitleiden uns vielleicht, wir hadern mit dem Schicksal und sind verbittert, dass es uns getroffen hat. Wir fühlen uns von dem Schicksalsschlag überrollt.

Solch negative emotionale Reaktionen sind auf schwere und unerwartete Lebenskrisen in der Anfangsphase völlig normal und unvermeidlich.

Schließlich wurden wir unvorbereitet aus der Bahn geworfen und müssen uns erst einmal darauf einstellen und neu orientieren.

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Haben Sie schwimmen gelernt?

Das Leben ist ein steter Wechsel von ruhigen und stürmischen Tagen.

Wenn die Stürme des Lebens (Verlust des Partners, der Arbeitsstelle, Verlust von Geld, Anerkennung, usw.) über uns hereinbrechen, dann ist es lebensnotwendig, dass wir schwimmen und uns über Wasser halten können.

Sich über Wasser halten gelingt, wenn man sich seinen Gefühlen nicht ausgeliefert fühlt.

Wenn man weiß, wie man seine Gefühle steuern und beeinflussen kann, dann ist das ein sehr guter Schutz bei Krisen.

Diese Art der Selbstverteidigung bewahrt uns davor, in eine Opferrolle zu kommen, die uns ohnmächtig und hilflos zurücklässt.

Also: Lernen Sie schwimmen!

Ratgeber Gefühle verstehen

Können Krisen positive Seiten haben?

Das chinesische Schriftzeichen für Krise besteht aus zwei Teilen: der eine Teil symbolisiert Gefahr, der andere Chance. D.h. eine Krise ist eine gefährliche Chance.

Welche Chancen bieten uns Krisen?

So unangenehm Krisen auch sein mögen, auf lange Sicht haben sie oft etwas Gutes. Krisen reißen uns aus der Gleichgültigkeit, wecken Kraftreserven, helfen erkennen, dass unsere eigenen Grenzen noch lange nicht erreicht sind und fördern so die persönliche Entwicklung.

Und Krisen geben immer auch Denkanstöße für Verbesserungen, Fortschritte und positive Entwicklungen.

Aus Krisen lernen viele Menschen beispielsweise

Mit anderen Worten: Viele Menschen gehen aus Krisen gestärkt hervor.

Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln. Dalai Lama

Um mit Krisen umgehen zu können und aus ihnen gestärkt hervorgehen zu können, bedarf es der Hartnäckigkeit, Beharrlichkeit, Disziplin, guter Nerven und der Bereitschaft, sich den Krisen zu stellen.

Die Augen verschließen und die Krise verdrängen, ist keine gute Lösung. Denn fast alles, was man nicht erledigt und bereinigt, holt einen wieder ein. Die meisten Probleme lösen sich nicht von alleine.

Deshalb: stellen Sie sich den Krisen in Ihrem Leben - auch wenn das unangenehm und lästig ist.

Wie persönliche Krisen bewältigen? 8 Tipps für den Umgang mit Krisen

TIPP 1:Akzeptieren Sie Ihre momentane Hilfslosigkeit und Ihre seelischen Schmerzen.

umso länger dauert es, bis Sie einen Weg aus der Krise finden.

Wie würden Sie mit einem Freund umgehen, der sich in einer ähnlichen Lage befindet wie Sie?

Sie würden mit ihm vermutlich liebevoll, verständnisvoll und rücksichtsvoll umgehen. Richtig?

Gehen Sie zu Beginn der Krise auch mit sich selbst rücksichtsvoll um. Zeigen Sie ein gewisses Selbstmitgefühl für Ihre Lage.

Nehmen Sie sich quasi selbst in den Arm und trösten sich. Wenn Sie das schaffen, sind Sie bereit für den zweiten Schritt.

TIPP 2:Machen Sie sich zuversichtliche Gedanken.

Frägt man Menschen, was diesen für die Bewältigung von Krisen Kraft gegeben hat, dann kommt an erster Stelle die eigene positive Grundeinstellung.

Ihre Verzweiflung ist um so größer, je schlimmer Sie die Krise bewerten und um so weniger Sie an eine Überwindung der Krise glauben. Gedanken wie "Ich komme da nie mehr raus", "Das Leben ist zuende" "Das kann ich nicht aushalten" rufen Verzweiflung und Mutlosigkeit in Ihnen hervor.

EXTRA-TIPP

Erfolg haben mit der richtigen Einstellung.

Selbstvertrauen ist wichtig, wenn wir vor Problemen stehen.

Machen Sie sich stattdessen hoffnungsvolle Gedanken: "Ich habe bisher immer eine Lösung gefunden", "Es ging bisher immer irgendwie weiter", "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere".

TIPP 3:Erinnern Sie sich an schwierige Situationen und Herausforderungen, die Sie bewältigt haben.

Das Wissen, im Leben schon viele Herausforderungen gemeistert zu haben, gibt Kraft und Selbstvertrauen für die Bewältigung zukünftiger Krisen.

Ganz sicher haben Sie in Ihrem Leben schon viele Probleme überwunden und Herausforderungen erfolgreich gemeistert.

Rufen Sie sich diese Erfolge ins Gedächtnis und machen sich klar, dass die Kräfte zur Überwindung von Schwierigkeiten noch immer in Ihnen stecken und Sie diese wieder aktivieren können.

Hilfreiche Fragen, die Ihnen helfen, Ihre Kräfte und Ihren Lebensmut zu wecken:

Vielleicht hat Ihnen damals Ihr Glauben weitergeholfen oder ein Buch, in dem andere Betroffene darüber erzählt haben, wie sie die Krise überwunden haben.

Vielleicht haben gute Freunde Sie auch mit durch die schwere Zeit getragen.

Manchen Menschen hilft es, Ihre dunklen Gedanken und Gefühle Ihrem Tagebuch anzuvertrauen.

Andere holen sich bei einer Selbsthilfegruppe oder einem Psychotherapeuten Unterstützung.

Suchen Sie nach dem Weg, der Ihnen die Kraft zum Weiterleben gibt.

TIPP 4:Suchen Sie nach Vorbildern.

Für viele von uns ist es tröstlich und mutmachend, Menschen zu treffen, die in einer ähnlichen Situation waren und diese überwunden haben. "Wenn er es geschafft hat, dann könnte es mir auch möglich sein."

Gibt es in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis einen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen? Wenn Ja, warum rufen Sie ihn nicht an?

Schauen Sie sich die Leistungen behinderter Menschen an. Viele von diesen vollbringen Leistungen, die sich die meisten Nichtbehinderten nicht zutrauen.

Diese Menschen sind der Beweis dafür, dass in uns mehr Kräfte und Energien für die Meisterung von Krisen stecken, als wir es für möglich halten.

TIPP 5:Suchen Sie sich Vertraute wie etwa Freunde, mit denen Sie über Ihre Situation sprechen.

Freunde können in Krisenzeiten sehr viel Kraft für die Bewältigung der Krise geben.

Manchmal steigern wir uns in eine Situation, die wir als bedrohlich und negativ erleben, so stark hinein, dass wir nur noch die Probleme sehen und unfähig sind, unseren Blick auf potentielle Lösungen zu richten.

Wir übertreiben das Ausmaß unserer Probleme maßlos und fühlen uns dann entsprechend hilflos und deprimiert.

Andere Menschen, insbesondere enge Freunde, die wir ins Vertauen ziehen, können uns wieder auf den Boden der Tatsachen holen und unseren Blick in eine andere Richtung lenken.

Außerdem tut es unserer Seele gut, uns auszusprechen. Wenn Sie niemanden für ein Gespräch haben, können Sie Ihre Gedanken auch einem Tagebuch anvertrauen.

TELEFON-SEELSORGE

Gebührenfreie Rufnummern der Telefonseelsorge
0800 111 0 111
0800 111 0 222

Sie könnten auch die Telefonseelsorge anrufen. Dort hat man 24 Stunden, 7 Tage die Woche ein offenes Ohr für Ihre Probleme und Nöte.

TIPP 6:Lesen Sie mutmachende Bücher, in denen Sie Trost finden.

Um sich auf andere Gedanken zu bringen, sich neue Sichtweisen und Lösungswege zu erschließen oder um sich Mut zu machen, können Sie sich auch in ein Buch vertiefen.

Manche Menschen lesen in psychologischen Ratgebern oder Biographien, andere lesen Gedichte oder in der Bibel.

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TIPP 7:Leben Sie von einem Tag auf den anderen.

Manchmal fühlen wir uns so überwältigt, dass wir uns nicht vorstellen können, ein Leben lang diesen Schmerz aushalten zu können.

Der Gedanke an die Zukunft und die Überzeugung, dass es für uns nie mehr besser werden wird, machen uns Angst und lassen uns hoffnungslos fühlen.

Bleiben Sie deshalb mit Ihren Gedanken nur bei dem Tag, der vor Ihnen liegt.

Stoppen Sie Gedanken, wie morgen, übermorgen und Ihr weiteres Leben aussehen werden.

Ein Tag ist überschaubar und der Schmerz ist auch einen Tag lang aushaltbar. Morgen kommt ein neuer Tag. Wer weiß, wie er aussehen wird?

Und wenn er so schlecht wie der heutige sein wird, dann konzentrieren Sie sich wiederum nur auf diesen Tag.


Lebenskrisen.html

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TIPP 8:Legen Sie sich die Haltung zu: Wer weiß, wofür das gut ist?

Krisen können eine Chance sein, wenn wir den in ihr verborgenen Gewinn erkennen.

Sie können die Chance nutzen, wenn Sie sich fragen: Wofür könnte die Krise gut sein? Was könnte ich aus dieser Krise lernen? Was könnte ich anders machen, um einer erneuten Krise vorzubeugen?

Durch diese Fragen eröffnen sich Ihnen Möglichkeiten, wie Sie Ihr Leben in Zukunft anders gestalten können, um so zufriedener zu sein.

Schauen Sie sich die Lebensweisheit Glück im Unglück an.

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Dr. Rolf Merkle
Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen, besser mit sich und dem Leben klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne und spiele Squash.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben selbstbestimmt & erfüllt zu leben. Denn nur wer mit sich im Reinen ist, kann mit anderen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Kathrein schreibt am 08.01.2019

    Ja der Dreckhaufen (die Probleme) wird zusammengekehrt und der Vorhang zugezogen (Positives Denken)...da sieht man die Probleme nicht mehr...aber sind sie deshalb weg? Nein, die schlummern nur hinter dem Vorhang und werden mehr. Dieses Positive Denken und sich selber verarschen geht mir auf den Sack...und damit verdienen SIE doch nur Geld,,,nicht die Leute mit ihren Problemen,,,ich halte solche Seiten hier für gefährlich...die Menschen glauben auch noch daran...wenn ich die Augen verschließe, klar ist das Problem dann nicht mehr da aber ja auch nicht gelöst!!!!!!!!!!! Und das Unterbewusstsein wird sich immer daran erinnern. Wenn die Lösung so einfach war für die Kommentatoren hier, dann war doch auch das Problem kein wirkliches?! Also kann man doch gar nicht mitreden. Und anderen suggerieren, es wäre schaffbar oder diesem Ratgeber geschuldet. Oder GOTT...das ist doch auch eine Illusion...also ist ALLES eine Illusion...man macht sich hier was vor...auweia...was für eine dumme Welt.

  2. Leserkommentar Katja schreibt am 08.01.2019

    Dieses Gelaber bringt mir aber kein Geld, was ich dringend bräuchte, um Essen zu kaufen oder Tanekn zu bezahlen, damit ich meine Arbeit behalten kann. Ich habe 75000 EUR SChulden und aktuell 3000 EUR Rechnungen offen, Lohnpfändung ist angedroht. Schuldnerberatung gerade eben eingesetzt. Dennoch muss ich heute und morgen was essen, mein Kater müsste zum Tierarzt, ich war beim Arzt wegen einer Blasenentzündung, die gerade eben eingetreten ist...usw usw usw...??????????????????????? Geben Sie mir bitte mal 7500 EUR??? Ich will umziehen, um Miete zu sparen aber muss dafür mein Haus verlassen und ein Grundstück abreissen, die monatliche neue Miete zusätzlich und Kaution bezahlen...

  3. Leserkommentar Andrea schreibt am 29.08.2018

    Danke für dieguten Hilfestellungen ,insbesondere die Tips zur Alltagsbewältigung,beonders wichtig,wenn das Aufstehen morgens schon schwer fällt,und im Moment keine Lebensbewältigenden Perspektiven da sind.Ein erster Schritt in die richtige Richtung glaube ich.Andrea

  4. Leserkommentar Jens schreibt am 26.08.2018

    Ich selbst habe schon viele Krisen- situationen erlebt. Ich war auch oft sehr überfordert damit.In den letzten Jahren hat mir der Glaube sehr ge- holfen.Wenn ich denke(und das ist immer noch oft),dass ist zu viel für mich,dann weiß ich doch,das ich Gott(wie ich Ihn verstehe)an meiner Seite habe.Es kann aber auch ein lieber Mensch sein,der einem durch seine Anwesenheit hilft,von den negativen Gedanken wegzukommen.Auch ein schönes Hobby ist eine gute Ablenkung und kann zu einer Quelle der Freude werden.So, das waren einige Punkte wie ich mir etwas helfen kann. Euer Jens

  5. Leserkommentar Prinzessin auf der Erbse schreibt am 24.08.2018

    "Meine Haare sehen schrecklich aus!" Nicht gut zu sagen, wenn Frau sich gut fühlen will. Einmal waschen und kämmen reicht schon aus. Problem gelöst! Sind es wirklich Probleme oder mach ich es zu einem Problem? Ich mach es zu einem Problem. Ich benötige mehr Zeit. Ich akzeptiere meine Haare so wie sie aussehen nicht, und finde woanders etwas was mich stört. Darum sage ich, aufhören! Mir ist es egal, wie ich aussehe und es ist mir egal, was andere darüber denken. Ich bin Glücklich, dass ich gesund bin. Bin ich es nicht, akzeptiere ich das und mache mich selbst gesund. Ich sage mir, es geht mir gut. Ich mache dies und jenes und es wird mich heilen oder länger am Leben halten. Ich bleibe Positiv.. Ich füge niemandem etwas zu, was ich selbst an mir nicht möchte. Ich bin mir mein Wertvolles Leben wert mit Steinen und Wegen. Ist der Stein da, trete ich ihn weg. Wenn er schwer ist, hole ich einen Hammer bis der letzte Steinkorn zerbricht.

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Claudia Frey, Heidelberg
Diplom Psychologin

Ich empfehle meinen Patienten die PAL Ratgeber, weil sie wichtige Informationen in einer die Therapie unterstützenden Weise vermitteln. In der Wartezeit auf einen Therapieplatz sind die Bücher eine große Hilfe.

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