Ratgeber Selbstvertrauen

8 Tipps, die Ihnen bei der Bewältigung von Krisen helfen

seil, das gerissen ist

Verluste wie etwa der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Verlust des Partners durch Trennung können uns in eine Krise stürzen, die wir nur schwer meistern können.

Wenn wir aus Krisen lernen, dann können sie uns weiterbringen. Bild © Albert Lozano-Nieto - Fotolia

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Wir alle genießen es, wenn wir am Ziel unserer Wünsche sind und unser Leben nach einer gewissen Vorhersagbarkeit und Ordnung verläuft.

Die Kontrolle über unser Leben zu haben - das gibt uns ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

Doch leider - oder vielleicht sogar gottseidank - verläuft das Leben nicht immer nach unseren Wünschen.

Ereignisse wie eine körperliche Erkrankung, eine Trennung, der Arbeitsplatzverlust, der Tod eines nahen Angehörigen, die Wohnungskündigung, der Umzug ins Altersheim stellen uns vor Herausforderungen.

In diesen Krisenzeiten verlieren wir leicht unseren Lebensmut, ja vielleicht sogar unseren Lebenswillen. Wir resignieren, fühlen uns überwältigt, orientierungslos, ohnmächtig und hilflos.

Wir bemitleiden uns vielleicht, wir hadern mit dem Schicksal und sind verbittert, dass es uns getroffen hat. Wir fühlen uns von dem Schicksalsschlag überrollt.

Solch negative emotionale Reaktionen auf Krisen sind in der Anfangsphase einer Lebenskrise normal und unvermeidlich.

Schließlich wurden wir unvorbereitet aus der Bahn geworfen und müssen uns erst einmal darauf einstellen und neu orientieren.

Haben Sie schwimmen gelernt?

Das Leben ist ein steter Wechsel von ruhigen und stürmischen Tagen.

Wenn die Stürme des Lebens (Verlust des Partners, der Arbeitsstelle, Verlust von Geld, Anerkennung, usw.) über uns hereinbrechen, dann ist es lebensnotwendig, dass wir schwimmen und uns über Wasser halten können.

Sich über Wasser halten gelingt, wenn man sich seinen Gefühlen nicht ausgeliefert fühlt.

Wenn man weiß, wie man seine Gefühle steuern und beeinflussen kann, dann ist das ein sehr guter Schutz bei Krisen.

Diese Art der Selbstverteidigung bewahrt uns davor, in eine Opferrolle zu kommen, die uns ohnmächtig und hilflos zurücklässt.

Also: Lernen Sie schwimmen!

Können Krisen positive Seiten haben?

Das chinesische Schriftzeichen für Krise besteht aus zwei Teilen: der eine Teil symbolisiert Gefahr, der andere Chance. D.h. eine Krise ist eine gefährliche Chance.

Welche Chancen bieten uns Krisen?

So unangenehm Krisen auch sein mögen, auf lange Sicht haben sie oft etwas Gutes. Krisen reißen uns aus der Gleichgültigkeit, wecken Kraftreserven, helfen erkennen, dass unsere eigenen Grenzen noch lange nicht erreicht sind und fördern so die persönliche Entwicklung.

Und Krisen geben immer auch Denkanstöße für Verbesserungen, Fortschritte und positive Entwicklungen.

Aus Krisen lernen viele Menschen beispielsweise

Mit anderen Worten: Viele Menschen gehen aus Krisen gestärkt hervor.

Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln. Dalai Lama

Um mit Krisen umgehen zu können und aus ihnen gestärkt hervorgehen zu können, bedarf es der Hartnäckigkeit, Beharrlichkeit, Disziplin, guter Nerven und der Bereitschaft, sich den Krisen zu stellen.

Die Augen verschließen und die Krise verdrängen, ist keine gute Lösung. Denn fast alles, was man nicht erledigt und bereinigt, holt einen wieder ein. Die meisten Probleme lösen sich nicht von alleine.

Deshalb: stellen Sie sich den Krisen in Ihrem Leben - auch wenn das unangenehm und lästig ist.

Wie persönliche Krisen bewältigen? 8 Tipps für den Umgang mit Krisen

TIPP 1. Akzeptieren Sie Ihre momentane Hilfslosigkeit und Ihre seelischen Schmerzen.

umso länger dauert es, bis Sie einen Weg aus der Krise finden.

Wie würden Sie mit einem Freund umgehen, der sich in einer ähnlichen Lage befindet wie Sie?

Sie würden mit ihm vermutlich liebevoll, verständnisvoll und rücksichtsvoll umgehen. Richtig?

Gehen Sie zu Beginn der Krise auch mit sich selbst rücksichtsvoll um. Zeigen Sie ein gewisses Selbstmitgefühl für Ihre Lage.

Nehmen Sie sich quasi selbst in den Arm und trösten sich. Wenn Sie das schaffen, sind Sie bereit für den zweiten Schritt.

TIPP 2. Machen Sie sich zuversichtliche Gedanken.

Frägt man Menschen, was diesen für die Bewältigung von Krisen Kraft gegeben hat, dann kommt an erster Stelle die eigene positive Grundeinstellung.

MEIN EXTRA-TIPP

Erfolg haben mit der richtigen Einstellung.

Selbstvertrauen ist wichtig, wenn wir vor Problemen stehen.

Ihre Verzweiflung ist um so größer, je schlimmer Sie die Krise bewerten und um so weniger Sie an eine Überwindung der Krise glauben. Gedanken wie "Ich komme da nie mehr raus", "Das Leben ist zuende" "Das kann ich nicht aushalten" rufen Verzweiflung und Mutlosigkeit in Ihnen hervor.

Machen Sie sich stattdessen hoffnungsvolle Gedanken: "Ich habe bisher immer eine Lösung gefunden", "Es ging bisher immer irgendwie weiter", "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere".

TIPP 3. Erinnern Sie sich an schwierige Situationen und Herausforderungen, die Sie bewältigt haben.

Das Wissen, im Leben schon viele Herausforderungen gemeistert zu haben, gibt Kraft und Selbstvertrauen für die Bewältigung zukünftiger Krisen.

Ganz sicher haben Sie in Ihrem Leben schon viele Probleme überwunden und Herausforderungen erfolgreich gemeistert.

Rufen Sie sich diese Erfolge ins Gedächtnis und machen sich klar, dass die Kräfte zur Überwindung von Schwierigkeiten noch immer in Ihnen stecken und Sie diese wieder aktivieren können.

Hilfreiche Fragen, die Ihnen helfen, Ihre Kräfte und Ihren Lebensmut zu wecken:

Vielleicht hat Ihnen damals Ihr Glauben weitergeholfen oder ein Buch, in dem andere Betroffene darüber erzählt haben, wie sie die Krise überwunden haben.

Vielleicht haben gute Freunde Sie auch mit durch die schwere Zeit getragen.

Manchen Menschen hilft es, Ihre dunklen Gedanken und Gefühle Ihrem Tagebuch anzuvertrauen.

Andere holen sich bei einer Selbsthilfegruppe oder einem Psychotherapeuten Unterstützung.

Suchen Sie nach dem Weg, der Ihnen die Kraft zum Weiterleben gibt.

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TIPP 4. Suchen Sie nach Vorbildern.

Für viele von uns ist es tröstlich und mutmachend, Menschen zu treffen, die in einer ähnlichen Situation waren und diese überwunden haben. "Wenn er es geschafft hat, dann könnte es mir auch möglich sein."

Gibt es in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis einen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen? Wenn Ja, warum rufen Sie ihn nicht an?

Schauen Sie sich die Leistungen behinderter Menschen an. Viele von diesen vollbringen Leistungen, die sich die meisten Nichtbehinderten nicht zutrauen.

Diese Menschen sind der Beweis dafür, dass in uns mehr Kräfte und Energien für die Meisterung von Krisen stecken, als wir es für möglich halten.

TIPP 5. Suchen Sie sich Vertraute wie etwa Freunde, mit denen Sie über Ihre Situation sprechen.

Freunde können in Krisenzeiten sehr viel Kraft für die Bewältigung der Krise geben.

Manchmal steigern wir uns in eine Situation, die wir als bedrohlich und negativ erleben, so stark hinein, dass wir nur noch die Probleme sehen und unfähig sind, unseren Blick auf potentielle Lösungen zu richten.

Wir übertreiben das Ausmaß unserer Probleme maßlos und fühlen uns dann entsprechend hilflos und deprimiert.

Andere Menschen, insbesondere enge Freunde, die wir ins Vertauen ziehen, können uns wieder auf den Boden der Tatsachen holen und unseren Blick in eine andere Richtung lenken.

TELEFON-SEELSORGE

Gebührenfreie Rufnummern der Telefonseelsorge
0800 111 0 111
0800 111 0 222

Außerdem tut es unserer Seele gut, uns auszusprechen. Wenn Sie niemanden für ein Gespräch haben, können Sie Ihre Gedanken auch einem Tagebuch anvertrauen.

Sie könnten auch die Telefonseelsorge anrufen. Dort hat man 24 Stunden, 7 Tage die Woche ein offenes Ohr für Ihre Probleme und Nöte.

TIPP 6. Lesen Sie mutmachende Bücher, in denen Sie Trost finden.

Um sich auf andere Gedanken zu bringen, sich neue Sichtweisen und Lösungswege zu erschließen oder um sich Mut zu machen, können Sie sich auch in ein Buch vertiefen.

Manche Menschen lesen in psychologischen Ratgebern oder Biographien, andere lesen Gedichte oder in der Bibel.

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TIPP 7. Leben Sie von einem Tag auf den anderen.

Ein manches Mal fühlen wir uns so überwältigt, dass wir uns nicht vorstellen können, ein Leben lang diesen Schmerz aushalten zu können.

Der Gedanke an die Zukunft und die Überzeugung, dass es für uns nie mehr besser werden wird, machen uns Angst und lassen uns hoffnungslos fühlen.

Bleiben Sie deshalb mit Ihren Gedanken nur bei dem Tag, der vor Ihnen liegt.

Stoppen Sie Gedanken, wie morgen, übermorgen und Ihr weiteres Leben aussehen werden.

Ein Tag ist überschaubar und der Schmerz ist auch einen Tag lang aushaltbar. Morgen kommt ein neuer Tag. Wer weiß, wie er aussehen wird?

Und wenn er so schlecht wie der heutige sein wird, dann konzentrieren Sie sich wiederum nur auf diesen Tag.


Lebenskrisen.html

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TIPP 8. Legen Sie sich die Haltung zu: Wer weiß, wofür das gut ist?

Krisen können eine Chance sein, wenn wir den in ihr verborgenen Gewinn erkennen.

Sie können die Chance nutzen, wenn Sie sich fragen: Wofür könnte die Krise gut sein? Was könnte ich aus dieser Krise lernen? Was könnte ich anders machen, um einer erneuten Krise vorzubeugen?

Durch diese Fragen eröffnen sich Ihnen Möglichkeiten, wie Sie Ihr Leben in Zukunft anders gestalten können, um so zufriedener zu sein.

Schauen Sie sich die Lebensweisheit Glück im Unglück an.

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Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Nico schreibt am 27.07.2016, 06.00 Uhr

    Es gibt Menschen die gehören zu den Leuten, die nach einem Fall wieder aufstehen und direkt zum Ziel gehen. Dann gibt es Menschen wie mich die fallen hin, stehen wieder auf, fallen hin, stehen wieder auf usw usw. Irgendwann kann man nicht mehr aufstehen. Aber man muss es zumindest versuchen :(

  2. Leserkommentar Thorsten schreibt am 25.07.2016, 20.23 Uhr

    Aufschreiben... Alles was mir im Kopf schwirrt zu Papiere bringen. Probleme nieder schreiben, aber auch was ich schon erreicht habe. So Stärke ich mein Selbstvertrauen. Mir hilft es ein weißes Blatt Papier vor mir zu haben. Ein ganz neutrales Blatt, unberührt, einfach leer, und da schreibe ich meine Gedanken nieder. So sind sie aus meinem Kopf, aber gehn auch nicht verloren. Bei Zeiten kann ich mich mit dem geschrieben beschäftigen. Was sehr effektiv ist: Etwas aufzuschreiben wovor ich Angst habe, Z.B. Eine zu teure Auto Rechnung Wenn dann der Tag kommt wo ich das Auto zur Werkstatt bringe und wieder abhole ist die Rechnung zu 90% günstiger als gedacht. Die meisten Probleme treffen nicht zu. Das kann man sich bewusst machen, indem man die Angst die man hat nieder schreibt. Bei 10 aufgeschriebenen Problemen trifft Max. Eins zu....

  3. Leserkommentar Anna schreibt am 24.07.2016, 06.50 Uhr

    Vor knapp zwei Jahren hat sich mein Mann von mir getrennt. Seitdem lebt er ein "neues und freies" Leben, in dem auch seine Kinder keinen Platz mehr haben. Dank den Büchern von Doris Wolf und Rolf Merkle habe ich diese schwere Krise meistern können. Nun hatte ich vor vier Wochen eine Hirnblutung und muss mich wieder einer Herausforderung stellen. Ich muss die Situation annehmen und akzeptieren. Ich habe gelernt, dass ich für meine Gedanken und Gefühle und damit für meine Lebenseinstellung selbst verantwortlich bin. Ich werde auch diese Krise meistern, da bin ich mir ganz sicher. Ich akzeptiere, was ich nicht ändern kann und ordne mein Leben so, dass ich nichts zu verbergen habe. Das ist wichtig für ein unbeschwertes Leben.

  4. Leserkommentar Maria schreibt am 20.07.2016, 13.52 Uhr

    Meine Krise entstand durch die Firma, die ich mit zwei anderen Gesellschaftern gegründet habe. Dadurch habe ich eine hohe Geldsumme verloren: Aber was für mich schlimmer wog, war die menschliche Enttäuschung. Zu sehen wie schnell sich Menschen ändern können. Was mir half waren meine Freunde, die zu mir standen, mein Mann, der mich unterstützte und die Änderung meiner inneren Einstellung. Noch heute bin ich überzeugt, dass alles in uns liegt und das zeigen auch die PAL Bücher. Es sind nicht die Dinge, die geschehen, sondern die Art und Weise, wie wir damit umgehen.

  5. Leserkommentar Joy schreibt am 17.07.2016, 19.30 Uhr

    Ich, 50, befinde mich mitten in einer Krise. Arbeit weg, kein Geld vom Exfreund bedroht. Mur geht die Kraft und die Energie aus. Ich gehe jeden Tag zum Sport, das macht den Kopf frei. Früh schlafen um neue Energie zu tanken.

  6. Seite:

100.000 Fans haben ihn bereits!

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Leserstimme Luciana schreibt am 8.11.2015

Ich habe nie gedacht, dass ein Buch mein Leben so positiv ändern könnte. Dank des Buchs "Gefühle verstehen, Probleme bewältigen" kann ich heute mein Leben positiv und glücklich gestalten.

Das wichtigste für mich ist zu wissen, dass ich selber meine negativen Gefühle losbekommen kann. Diese ist die Botschaft, die mein Leben geändert hat.

Expertenempfehlung

Frey

Claudia Frey, Heidelberg
Diplom Psychologin

Ich empfehle meinen Patienten die Ratgeber aus dem PAL Verlag, weil sie wichtige Informationen in einer die Therapie unterstützenden Weise vermitteln. In der Wartezeit auf einen Therapieplatz sind die Bücher eine große Hilfe.

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