Beratung und Hilfe bei Angst und Panik – Beiträge, Trainings, Psychotests, Digitalratgeber, Bücher

Auf dieser Seite erhältst du einen Überblick über die Beratungsangebote bei Angst- und Panikzuständen von PAL: Informationen zu Ursachen und Bewältigung von Angststörungen, dazu Angst-Tests sowie digitale Ratgeber.

Beratung und Hilfe bei Angst und Panik – Beiträge, Trainings, Psychotests, Digitalratgeber, Bücher
© Jametlene, unsplash.com

Um dir das Auffinden von Informationen zum Thema Angst, Panikattacken, Angststörungen und Phobien zu erleichtern, findest du hier alle Informationen unserer Website zu diesen Themen.

Angststörungen gelten als die häufigste psychische Störung.

Andererseits stehen heute dank moderner Therapieverfahren, insbesondere der Kognitiven Verhaltenstherapie, wirksame Therapiemöglichkeiten zu Verfügung. Angst ist eine natürliche und hilfreiche Reaktion unseres Körpers. Sie will uns warnen und beschützen. Andererseits kann die Angst außer Kontrolle geraten. Viele Menschen haben übersteigerte Ängste, die ihr Leben in ein Gefängnis verwandeln. Hinzu kommt meist auch eine große Angst vor dem Auftreten der Angst. Diese Erwartungsangst lähmt und führt oft dazu, dass es zu einem Angstanfall kommt.

Der Angst Kreislauf – wie Ängste entstehen

Der Angst Kreislauf – wie Ängste entstehen

Bei der Entwicklung unangemessen starker Angst spielen unsere Gedanken und Phantasien eine wichtige Rolle. Wenn wir glauben, etwas sei gefährlich, dann müssen wir Angst empfinden!

Angst entsteht durch die Bewertung einer Situation als (lebens-)gefährlich.

Diese Tatsache will das Angst-Kreislauf-Bild verdeutlichen. Diesen Zusammenhang zwischen Denken und Fühlen nutzt die kognitive Verhaltenstherapie in der Angstbehandlung. In der Therapie lernst du, deine angstauslösenden Gedanken und Phantasien zu erkennen und zu kontrollieren. Und du erfährst, wie du den Teufelskreis von Angstgedanken, Angstgefühlen und körperlichen Reaktionen durchbrechen kannst, indem du deine Angstgedanken unter Kontrolle bringst.

Angst entsteht im Kopf. Deshalb kann sie auch nur mental überwunden werden.

Ein weiterer sehr wichtiger Baustein in der Angstbewältigung ist, Entspannungsübungen zu erlernen wie etwa die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, sowie das Mentale Training.

Angst-Tests

Die folgenden Psychotests geben dir Aufschluss darüber, ob du möglicherweise unter einer Angststörung wie Panikattacken, Agoraphobie oder einer sozialen Phobie leidest. Beachte bitte: Diese Tests geben dir nur erste Hinweise. Für eine zuverlässige Abklärung solltest du Kontakt mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten auf. Achte darauf, dass sie oder er mit den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie arbeitet, denn bei der Behandlung von Angststörungen hat diese Therapieform sich als sehr wirksam erwiesen.

Bist du gefährdet, eine Angsterkrankung zu bekommen?

Markiere die Fragen des Tests, denen du zustimmst.

Beschäftigst du dich in Gedanken oft damit, was in der Zukunft Schlimmes auf dich zukommen könnte?

Bist du schnell aus dem Gleichgewicht zu bringen?

Warst du schon immer ein eher ängstlicher Mensch?

Bist du ein Mensch, der Sicherheit dem Abenteuer vorzieht?

Reagierst du in Stresssituationen schnell mit körperlichen Beschwerden wie z.B. Herzrasen oder Durchfall?

Tust du dich schwer, dich an neue Situationen zu gewöhnen?

Vermutest du in vielen Situationen Gefahren, die andere Menschen als ganz normal erleben?

Glaubst du, wenig Einflussmöglichkeiten auf den Verlauf deines Lebens zu haben?

Hattest du in letzter Zeit ein Erlebnis, bei dem du starke Angst empfunden und/oder körperlich stark reagiert hast?

Meidest du Situationen, in denen du nur wenig Kontrolle hast (Stau, Kaufhaus, U-Bahn, Frisör usw.)?

Gehst du ungern unter viele Menschen?

Muss für dich immer ein Fluchtweg offen sein?

Meidest du Situationen, in denen die meisten anderen Menschen sich wohl fühlen?

Befindest du dich im Augenblick in einer Krise, in der du dich hilflos fühlst?

Waren deine Eltern sehr ängstliche Menschen?

Bist du momentan in einer Situation, in der du dich überfordert fühlst?

Leidest du seit längerem unter Erschöpfung?

Ist dir die gute Meinung anderer über dich über die Maßen wichtig?

Hast du eher wenig Selbstvertrauen?

 

Zähle zusammen: Wenn du zehn oder mehr Fragen zugestimmt hast, dann kannst du gefährdet sein, eine Angsterkrankung (Panikstörung, soziale Phobie, generalisierte Angststörung, Phobie) zu bekommen.

Kennzeichen einer Angsterkrankung ist, dass du

  • in Situationen Gefahren siehst, wo keine Gefahr besteht,
  • die Wahrscheinlichkeit einer Gefahr überschätzt
  • deine Fähigkeit, mit der vermeintlichen Gefahr umgehen zu können, unterschätzt
  • die "gefährlichen" Situationen meidest bzw. aus ihnen flüchtest.

Warum es kein gutes Mittel ist, Angst- und Paniksituationen zu vermeiden

Starke Angst fühlt sich auf körperlicher und seelischer Ebene sehr unangenehm an, deshalb versuchen wir die Situationen zu meiden, in denen Angst auftreten könnte. Das ist eine verständliche, aber die Angst am Leben erhaltende Verhaltensweise.

Jede Form der Vermeidung von Situationen, in denen wir Angst empfinden, ebenso wie die Betäubung der Angst durch Medikamente oder Alkohol ist langfristig keine gute Lösung, weil die Meidung die Angst festigt.

Übersteigerte und unangemessene Angst können wir nur dann überwinden, wenn wir uns mit der Angst konfrontieren und erleben, dass wir die Angst ertragen können, dass sie nicht lebensgefährlich ist und dass sie verschwindet, wenn wir sie zulassen. Wenn wir uns mit unserer jeweiligen Angst konfrontieren, wird die Erwartungsangst kleiner.

Die Reduzierung der Angst vor einem Panikanfall ist ein wichtiger Baustein in der Angsttherapie, weil daurch die Anfallshäufigkeit sinkt.

 

Wie gelingt es Angst- und Panikzustände zu ertragen und Ängste zu überwinden?

Wenn du nicht willst, dass die Angst dich einholt, darfst du nicht vor ihr davonlaufen. Deshalb ist die Konfrontation mit der Angst wichtig. Durch sie verlierst bzw. verlernst du die Angst. Deshalb wird in der Psychotherapie (Kognitive Verhaltenstherapie) bei Angststörungen das sogenannte Konfrontationstraining angewendet, in dem Betroffene lernen, sich ihrer Angst zu stellen. Das Konfrontationstraining ist ein wichtiger Baustein in der Angstbehandlung und du kannst einzelne Schritte auch selbst gehen und üben. 

Doch kann es auch sein, dass dir die Selbstbehandlung nicht gelingt. Es gilt: Wenn dich Angst und Panik lähmen, wenn du erhebliche Einschränkungen privater oder beruflicher Natur erlebst, dann begib dich in Therapie. Auch der Austausch in einem Online-Angst-Forum könnte für dich entlastend sein. Je früher du dich für eine professionelle Unterstützung und den Austausch mit anderen Betroffenen entscheidest, desto besser sind die Heilungschancen.

Ratgeber zur Bewältigung von Angststörungen

Hier finden Sie Ratgeber zum Thema Angst, Angstbewältigung, soziale Angst und damit verwandten Themen wie Angst vorm Erröten, Kränkungen, mangelndes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.

Weitere Psychotests im Zusammenhang mit Angststörungen

Denk immer daran: Angst ist ein biologisch sinnvolles Gefühl. Übersteigerte Angst in Form von Panikattacken oder Phobien können dich jedoch lähmen und dich so in eine Spirale aus negativen Gefühle ziehen und dir körperlich und seelisch großen Schaden zufügen. Die gute Nachricht ist: Alle Ängste sind erlernt, daher bist du in der Lage, sie zu überwinden, sei es in der Selbstbehandlung, etwa mit einem Angst Selbsthilfe Ratgeber oder mit Hilfe einer Therapie.

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